Boxberg

Hegering I Revierübergreifende Fuchs- und Schwarzwildjagd rund um Boxberg

Unverzichtbar für Überwachung der Population von Reh, Fuchs und Co.

Boxberg.War es das für die Jagd nicht gerade günstige "Sauwetter" oder die Tatsache, dass die erfolgreichen bereichsübergreifenden Drückjagden der vergangenen Jahre erste Erfolge zeigen, dass die Strecke bei der jetzigen revierübergreifenden Drückjagd am Samstag im Hegering I etwas mäßiger als in den vorangegangenen Jahren ausgefallen war. Auch wenn das Wetter alles andere als angenehm war, sah man dennoch zufriedene Gesichter bei den teilnehmenden Revierinhabern, den Jägern und Treibern zur Streckenlegung an der Umpfertalhalle, zu der zahlreiche Gäste, unter ihnen auch Bürgermeister Christian Kremer mit, Gattin gekommen waren.

Letztlich waren es dennoch 29 Sauen, 16 Füchse und 14 Rehe, die nach jagdlichem Brauch zur Streckenlegung sauber aufgereiht auf dem ausgebreiteten Tannengrün lagen. Turnusgemäß waren es in diesem Jahr die rechts der Umpfer liegenden Reviere von Schweigern, Boxberg, Bobstadt, Windischbuch, Assamstadt, Üttingshof und Dainbach, die bei dieser revierübergreifenden Drückjagd bejagt wurden.

Traditionsgemäß waren es in diesem Jahr wieder die Jagdhornbläser, die mit ihrem Hornsignal "Begrüßung" die Streckenlegung eröffneten. Doch gab es in diesem Jahr nur getrübte Freude über eine erfolgreiche Jagd, denn die Trauer über den plötzlichen Tod des Jagdkollegen Kurt Stadtmüller aus Schweigern an diesem Jagdtag überschattete diesen so beeindruckenden jagdlichen Brauch der Streckenlegung. Es waren die Jagdhornbläser mit dem Hornsignal "Jagd vorbei" und die anwesenden Jäger, Treiber und Gäste, die in einer Schweigeminuten dem so plötzlich verstorbenen Jagdkameraden gedachten.

Brauchtumspflege

Wenn auch die Trauer um den verstorbenen Jagdkammeraden die Stimmung drückte, kam die jagdliche Brauchtumspflege der Streckenlegung nach erfolgreicher Jagd an diesem Nachmittag nicht zu kurz. Nachdem die erzielte Strecke in den einzelnen Revieren bekanntgegeben wurde, waren es die einzelnen Revierinhaber, die ihren erfolgreichen Schützen gratulierten und ihnen den "Schützenbruch" ein frisches Tannengrün, das den Hut des erfolgreichen Schützen ziert, überreichten.

Es waren die Jagdhornbläser, die daran anschließend mit ihren Hornsignalen "Sau tot", "Fuchs tot" und "Reh tot" nach alter Jagdtradition die gelegte Strecke verbliesen und diesen Jagdtag und die Streckenlegung mit dem Hörnersignal "Jagd vorbei" und dem "Halali" beschlossen.

War der gemeinsame Jagdtag auch zu Ende, so gab es bei dem sich in den Revieren anschließenden Schüsseltreiben neben dem geselligen Ausklang noch genügend Gesprächsstoff zum Thema "Jagd". Einig war man sich, dass trotz des etwas schmäleren Jagderfolges dieses revierübergreifenden Jagdtages diese Jagden auch in der Zukunft unverzichtbar sind, um die Schwarzwild- wie auch die Fuchspopulation in Grenzen zu halten.

Besonders der zunehmende Fuchsbestand bedeutet, zu den Schäden durchs Schwarzwild, eine Gefährdung für den Bestand des Niederwildes. prewe