Boxberg

Kirchliche Sozialstation Mietvertrag für die neuen Räume im Beisein von Bürgermeister Christian Kremer unterzeichnet

Viel mehr Platz, der dringend benötigt wird

Es war ein langer und bisweilen auch steiniger Weg. Doch jetzt sind die Unterschriften unter den Mietvertrag gesetzt worden.

Boxberg. Im Beisein der Vorstandsmitglieder Bertram Kettemann und Adolf Dörzbacher von der Kirchlichen Sozialstation wurde jetzt der Mietvertrag mit der Stadt für die Anmietung der neuen Räume im Neubau des Gesundheitszentrums auf dem Gelände des ehemaligen Bezirkskrankenhauses und Pflegeheims unterzeichnet. Dieser Tag stellt nicht nur für die Boxberger Sozialstation ein Meilenstein für die Zukunft dar, sondern ist auch ein bedeutender Tag für die Stadt und ihre Bewohner.

Gesellschaft wird immer älter

Der demografische und gesellschaftliche Wandel hat auch vor Boxberg nicht halt gemacht. Eine immer älter werdende Gesellschaft macht es künftig verstärkt notwendig, die Versorgung und Betreuung älter Menschen auch im ländlichen Raum sicherzustellen und hierfür optimale Bedingungen zu schaffen. Die rasche Entwicklung der Sozialstation, die auch Ahorn und Assamstadt mitversorgt, hat dies in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gezeigt.

Mehrfach mussten neue Räume gesucht werden, wobei die Stadt stets ein offenes Ohr zeigte und Möglichkeiten für neue Anmietungen schuf. Doch zwischenzeitlich platzten auch die Räumlichkeiten in der Kurpfalzstraße aus den allen Nähten, man war gezwungen, wollte man mit der Gesellschaftsentwicklung Schritt halten, neue, größere Räumlichkeiten zu suchen. Viele Gelegenheiten, auch die Schaffung eigener Räumlichkeiten, wurden geprüft, aber auch wieder verworfen, zumal die erforderlichen Investitionskosten nicht zu schultern waren.

Letztlich war es die Stadt, die als Investor in das Projekt „Neues Gesundheitszentrum Boxberg“ auf dem Gelände des ehemaligen Bezirkskrankenhauses mit einstieg und die Räumlichkeiten für die Sozialstation finanzierte. Ein guter Schritt, wie bei der Mietvertragsunterzeichnung von allen Beteiligten hervorgehoben wurde. Ein Schritt in die Zukunft Boxbergs, der dazu beiträgt, den älteren und hilfsbedürftigen Menschen optimale Versorgung in ihrem Wohnumfeld zu bieten und das Leben in der Stadt noch attraktiver und lebenswerter zu machen.

Ein guter Weg, so Bürgermeister Christian Kremer bei der Vertragsunterzeichnung, der es der Sozialstation möglich mache, ihr Versorgungs- und Betreuungsangebot zu optimieren, weiter auszubauen und die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten entscheidend zu verbessern. Bereits in der Planung und Bauausführung habe man vertrauensvoll zusammengearbeitet, wobei Gemeinderat und Stadtverwaltung stets einmütig das Vorhaben unterstützt und mitgetragen hätten. Auch der Mietvertrag wurde im gegenseitigen Einvernehmen erstellt und eröffne der Sozialstation weiter die Möglichkeit, die Räumlichkeiten als Eigentum zu erwerben.

Dass die Wünsche der Sozialstation bei der Baumaßnahme berücksichtigt wurden, das wurde beim Rundgang und der Abnahme deutlich. Großzügig, hell, lichtdurchflutet mit großen Fensterflächen, die viel Tageslicht hereinlassen, dazu Räume mit harmonischer farblicher und bildlicher Wandgestaltung schaffen eine Atmosphäre, die zum Miteinander und Wohlfühlen animieren.

Auch Möblierung und Ausstattung sind harmonisch und funktional gestaltet und werden den Anforderungen einer modernen und funktionalen Versorgungs- und Betreuungseinrichtung gerecht. Auch bei der Raumaufteilung hat man den Anforderungen der Pflege und Betreuung besonders Rechnung getragen.

So ist der Arbeitsbereich für die Pflegekräfte mit Plätzen für die Arbeitsvorbereitung und Dokumentationsarbeiten sowie einem großzügigen Besprechungsraum vom eigentlichen Betreuungsbereich der Tagespflege und der Betreuungsgruppen getrennt. Störende Einflüsse sind dadurch weitestgehend ausgeschlossen.

Beste Voraussetzungen

Ein großer Gemeinschaftsraum, Ruheraum, Küchen- und Sanitärraum bieten im Betreuungsbereich beste Voraussetzungen für die künftig angebotene Tagespflege. 22 Plätze stehen hierfür zur Verfügung die, so die Leiterin der Sozialstation, Andrea Dittmann, bereits stark nachgefragt sind.

Ein eigener Gruppenraum gibt es für die Gruppennachmittage der Betreuungsgruppe „Lichtblicke“. Ebenso steht auch für die Bereiche Hauswirtschaft, Essen auf Rädern und die Leitung der Betreuungsgruppe ein eigener Raum zur Verfügung. Als Herzstück der neuen Räumlichkeiten kann man wohl den Eingangsbereich bezeichnen, der ein helles, freundliches Ambiente und mit dem Büro für die Sozialstationsleitung auch Raum für die persönliche und individuelle Beratung bietet. Nicht zu vergessen ist die optimierte EDV-Ausstattung im Büro und Pflegebereich, wodurch die Verwaltungsarbeit und die Dokumentationsarbeit der Pflegekräfte unterstützt wird.

Ein langer Weg, der sich aber gelohnt hat, wie Bürgermeister Christian Kremer sowie Bertram Kettemann, Vorsitzender der Sozialstation und sein Stellvertreter Adolf Dörzbacher bei der Vertragsunterzeichnung einmütig feststellten. Ein Aufatmen und Lächeln gab es auch bei Andrea Dittmann nach der Unterzeichnung des neuen Mietvertrages. Sie hatte die Hauptlast bei Projektvorbereitung, Umsetzung, Ausstattung- und Umzugsplanung zu tragen. Noch laufen die Rest- und Einrichtungsarbeiten auf Hochtouren, damit Anfang Oktober der Betrieb starten kann. „Wir alle freuen uns auf diesen Tag und die gemeinsame Arbeit mit unseren Tagespflege- und Betreuungsgästen in den neuen Räumlichkeiten“, so das Fazit von Andrea Dittmann an diesem Tag.