Boxberg

Musikverein Umpfertal Drei Orchester bewiesen in der Boxberger Umpfertalhalle ihr Können / Verdiente Mitglieder ausgezeichnet

Virtuosität und große Leidenschaft

Mit einer großartigen musikalischen Leistung bewiesen die Orchestermitglieder des Musikvereins Umpfertal beim Jahreskonzert ihr Können.

Boxberg. Ein Höhenflug jagte den anderen beim Jahreskonzert des Musikvereins Umpfertal in der vollbesetzten Umpfertalhalle. Die über 120 Instrumentalisten von der Miniband unter Silke Metzger, der Jugendkapelle unter ihrem neuen Dirigenten Edgar Adelmann bis hin zum Großen Blasorchester unter Dirigent Volker Metzger verbreiteten mit ihrer klassischen Musik große Begeisterung an die vielen Besucher.

In höchster Brillanz an Virtuosität, Tonschönheit und Klangsinnlichkeit war die über vierstündige Darbietung ausgelegt. Die Musiker boten einen Hochgenuss orchestraler Melodien auf hohem Niveau.

Die Freude war in der Begrüßung durch den Vorsitzenden und aktiven Musiker Josef Knoblauch nicht zu überhören. Er dankte den vielen Musikerinnen und Musiker sowie den Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz.

Die Vertreter des Blasmusikverbandes Odenwald-Tauber waren in großer Zahl anwesend, denn es gab Ehrungen an verdiente Persönlichkeiten. Für 40 Jahre Aktivität als Musiker, Dirigent und Vorstandsarbeit wurden Volker Metzger, Silke Metzger und Sandra Metzger durch den Vorsitzenden Herbert Münkel im Beisein von Valentin Kimmelmann und Ehrenpräsident Gerhard Münch ausgezeichnet.

In höchster Konzentration eröffnete die 35-köpfige Jugendkapelle unter Edgar Adelmann den Konzertabend mit dem „Colonel Bogey March“ und der folgenden Filmmusik „La Storia“ von Jacob de Haan. Der leidenschaftlich gespielte „Tokajer Marsch“ erzeugte eine besondere Atmosphäre, die von unterschiedlichsten Gefühlen geprägt war, eine Erinnerung an den legendären und unvergessenen Dirigenten Albert Henn. Die Filmmusik „The Godfather“ melodisch getragen, war ebenbürtig mit der integrierten in kritischem Konsens getragenen „Sofia“, herausgefordert durch ein Solo. Der Beifall galt den jungen Meistern, die sich unter Edgar Adelmann einiges zutrauten, was ihnen sicherlich beim Wechsel in die erste Garnitur zugute kommt.

Nun betraten die Jüngsten im Bunde, die „Miniband“ unter Silke Metzger, die große Bühne. Ihnen konnte man gleichfalls die große Leidenschaft zur Musik anmerken. Eine „Sunny Samba“ war gleich anfangs eine große Herausforderung und Silke Metzger lobte ihre Sprösslinge in höchsten Tönen, mit welcher Euphorie sie sich ins Zeug legen. Nach „Fun Train“ erfüllte sich Dirigentin Silke Metzger einen Kinderwunsch mit „Little Drummer Dudes“, das viele Anhänger fand. Der siebenjährige Ben Levin Hainz versprühte mit seinen sieben Jahren seinen ganzen Liebreiz.

Der folgende Einmarsch des „Großen Blasorchesters“ wollte kein Ende nehmen. Die Harmonie zwischen Musiker und Zuhörer innerhalb des Konzertabends war spürbur. Josef Knoblauch führte durchs Programm und gab auch Einblicke in die Besetzung und Arbeit innerhalb des Musikvereins.

„Mercury“ war anfangs zu hören, was überleitete in die „Highlights from Chess“, ein musikalisches Schachspiel mit kraftvoller Wirkung. Die Zusammenstellung berühmter Musicals kam an. Weiterer Höhepunkt des Abends war bei „Bugler’s Holiday“ ein Solo für drei Trompeten durch die Jugendmusiker Yannick Braun, Yannick Öchsner und Jannik Zuber. Eine herausragende Besetzung aus der Welt der traditionellen irischen Musik war zu hören in „The Sound of Ireland“. Romantisch unter die Haut gehend war die Partitur mit dem Titel „Die Sonne geht auf“, dem das Arrangement „Estudiantina“ folgte. Und zwischendurch gab’s eine Übernahme ins große Blasorchester mit Einkleidung der grünen Uniform bei Luisa Pfeuffer und Katja Göbel, die sich sichtlich auf diesen Moment freuten.

Im letzten Teil kam Leben auf die Bühne bei „Tanz der Vampire“ unter der Leitung von Melanie Wiederroth und Lisa Hötzel. Weißer Rauch zog durch die Festhalle, die über 20 Vampire waren in Höchstform und räumten alles weg, was sich ihnen in den Weg stellte – eine außergewöhnliche Show. Bevor der letzte Titel „Danzas Cubana“ sein Markenzeichen setzte und Bürgermeister Christian Kremer seine Hochachtung und Begeisterung, aber auch den großen Stolz über die 120-köpfige Musikerfamilie des Musikvereins Umpfertal als Kulturträger der Stadt ausdrückte.

Josef Knoblauch hatte neben dem Dank an alle Beteiligten die Freude mitzuteilen, dass sich der Musikverein von der Windkraftspende ein Stage Piano angeschafft habe, an dem Christina Metzger zu hören war.

Stehende Ovationen und langanhaltender begeisterter Applaus drückte den Dank der Zuhörer an die großen und kleinen Künstler aus.