Boxberg

Heimat- und Kulturverein Konzert mit Sängerin Julia Scholz im Gemeindehaus kam gut an

Von feurigen Liedern bis zu gefühlvollen Balladen

Schwabhausen.Der Heimat- und Kulturverein veranstaltete ein Konzert mit Sängerin Julia Scholz im Gemeindehaus. Ortsvorsteher Dietmar Hofmann, der auch im Vorstand des Heimat-und Kulturvereins ist, freute sich, die in der Region bekannte Sängerin Julia Scholz zu begrüßen. Extra für das Schwabhäuser Publikum hatte die Eubigheimerin am Tag der Deutschen Einheit ein über zweistündiges Programm zusammengestellt. Vom Schlager bis hin zu den Evergreens aus Rock- und Popmusik war für jeden Geschmack etwas dabei.

Mit professioneller und sicherer Stimme sang sich Julia Scholz mühelos durch das breite Repertoire. Neben Publikumsliedwünschen von Helene Fischer, denen Julia Scholz gerne nachkam, erzählte sie von ihrer Leidenschaft für Musik. „Ihr wisst, Musik bedeutet alles für mich“, so die Sängerin. Auch von ihrer Gläubigkeit sprach sie, woraufhin sie „Amazing Grace“ präsentierte, sodass es den Zuhörern eine gehörige Gänsehaut bescherte. Besonders aber bei den bekannten deutschen Schlagern wurde kräftig mitgesungen, geklatscht und auch mal getanzt. Und man schunkelte gemeinsam beim Lied von Doris Day „Que sera, sera“. Feurig wurde es bei Trude Herrs „Ich will keine Schokolade“. Julia Scholz liegen aber auch gefühlvolle Balladen wie „Hallelujah“ von Leonard Cohen. Dass sie auch Soul in der Stimme hat, bewies sie mit Janis Joplins „Me and Bobby McGee“. „Das ist einfach mein Lied“, ließ sie die Zuhörer wissen.

Zwischen den Liedern sprach die sympathische Sängerin immer wieder ihr Publikum an – und das im Dialekt, was offensichtlich gefiel. „Das ist halt eine von uns, von hier“, schwärmt eine Dame im Saal begeistertet über die Art von Julia Scholz. Lautstärkenregelung oder technische Einstellungen – das macht die selbstbewusste Eubigheimerin selbst. Auch wenn sie dadurch den einen oder anderen Texthänger hatte, konnte Julia Scholz diesen gekonnt mit ihrem Charme und ihrem ansteckenden Lachen wett machen.

Frankenbahnlieder

Auf Wunsch der Veranstalter brachte Julia Scholz auch die „Frankenbahnlieder“ zum Besten. Diese dichtete ihr Vater Christian Scholz anlässlich der Demonstrationszugfahrt im Juli für die Bürgerinitiative „Frankenbahn für alle“. Julia Scholz hatte diese damals auf dem Bahnsteig in Wölchingen präsentiert und auch heute seien die Texte noch aktuell. Dort heißt es „Ihr habt uns tausendmal belogen, (…) versetzt, bis Stuttgart sind wir schon gezogen, doch es wurde nur geschätzt“. Das zweite Lied enthält folgenden Text „Es fährt kein Zug durchs Umpfertal, den es vor Jahren täglich gab. Mit jedem Jahr steigt unsere Wut, Winfried Herrmann hör uns doch an (…)“.

Zum Schluss gab es noch ein spontanes Duett mit einer Sängerin aus dem Publikum. Die geballte Frauenpower kam super beim Publikum an.

Seit August gehört das Gemeindehaus dem Heimat- und Kulturverein. Die Übernahme durch die evangelische Kirchengemeinde war laut Hofmann durch das Abstoßen der Liegenschaft für den Ort die beste Lösung gewesen. Nun plant man die Renovierung einzelner Bereiche. Vorgesehen seien eine neue sanitäre Anlagen und ein Behinderten-WC. Außerdem soll durch den Anbau eines kleinen Foyers ein barrierefreier Eingang geschaffen werden. Am 16. November um 19.30 Uhr informiert der Heimat- und Kulturverein über die Renovierungspläne. suso