Boxberg

Am Messesonntag Spaziergang zu interessanten Projekten der Stadtsanierung

Wie Modernisierung gelingen kann

Archivartikel

Boxberg.Die noch bis 2020 laufende Stadtsanierung in Boxberg ist in vollem Gange. Seit 2014 erhielten bereits 19 Projekte eine Förderung. Für die Aktivierung und Belebung der Gebäudesubstanz entlang der Kurpfalzstraße konnten insgesamt zwei Millionen Euro an Fördermittel akquiriert werden.

Zu den Maßnahmen der Stadtsanierung zählen Umnutzungen, Modernisierungen, energetische Sanierungen, der Rückbau von Gebäuden mit anschließender Neubebauung sowie die Wohnumfeldgestaltung.

Mit Unterstützung der Fördergelder konnte die Stadt Boxberg die Modernisierung des Ratskellers und die Wohnumfeldmaßnahme „Sanierung der Straßenzüge Lindenrain, Wannen-, Schloß- und Brauereiweg“, bei der vor allem die Wasserleitungen und das Kanalnetz saniert wurden, durchführen. Weitere 17 Maßnahmen setzten private Eigentümer um.

In diesem Rahmen hat auch die Familie Schmid das Wohn- und Geschäftshaus Bäckerei und Konditorei Schmid modernisiert. Neben neuen Fenstern erhielt das Gebäude unter anderem einen attraktiven Fassadenanstrich sowie teilerneuerte Fassadenklinker, und es wurden kleinere Maßnahmen im Innenbereich durchgeführt. Seitdem erstrahlt die Familienbäckerei wieder in neuem Glanz.

Um den interessierten Bürgern einige interessante Projekte sowie die Möglichkeiten der Stadtsanierung vorzustellen, wird am Maimesse-Sonntag, 13. Mai, um 14 Uhr ab dem Treffpunkt Ratshaushof ein rund einstündiger Rundgang angeboten.

Eisner von der Klärle GmbH sowie Michael Jouaux vom Ingenieurbüro Jouaux erläutern die verschiedenen Maßnahmen. Zum Abschluss gibt es in der Bäckerei Schmid einen kostenfreien Kaffee. Ein Stück des extra für die Maimesse kreierten „Boxberger Sa(h)nierungskuchens“ kann erworben werden.

Es können noch Zuschüsse beantragt werden. Ganz nach dem Motto „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“.

Bei Interesse an einem Beratungstermin kann man sich an die Stadt Boxberg, Fr. Schlör, Telefon 0 79 30 / 6 05 12, wenden. Das betreffende Gebäude wird vor Ort von Experten besichtigt, Umnutzungsvorstellungen werden besprochen. Die Stadt bietet den Eigentümern so eine unverbindliche Hilfestellung an, so dass im Anschluss bei Interesse ein Förderantrag bei der Stadtsanierung gestellt werden kann.

Der Fördersatz beträgt maximal 30 Prozent der berücksichtigungsfähigen Kosten, Nettokosten abzüglich zehn Prozent. Die Mindestinvestition beläuft sich auf 20 000 Euro (brutto). Voraussetzung für Förderfähigkeit: Das Objekt muss im Sanierungsgebiet liegen. Es müssen umfassende Modernisierungen (mindestens drei Gewerke/eine Fassadenrenovierung, wenn diese nicht in den letzten 15 Jahren erneuert wurde) durchgeführt werden. Pro Grundstück kann es eine Förderung bis zu 50 000 Euro geben. Es besteht zudem die Möglichkeit der steuerlichen Abschreibung nach §7h EStG bzw. nach §10f EStG.