Boxberg

42. Schüpfer Weintage Pressegespräch im Vorfeld der Veranstaltung vom 22. bis 28. August / Weinprobe schon am 19. August / Ausblick auf die Weinernte

Winzer hoffen auf ordentlichen "2017er"

Die beliebten "Schüpfer Weintage" vom 22. bis 28. August, zuvor noch die traditionelle Weinprobe am 19. August, stehen vor der Tür.

Unterschüpf/Beckstein. Bereits zum 42. Mal wird im Schüpfer Grund dieses bekannt gut organisierte und umtriebige Weinfest gefeiert, wobei über vier Jahrzehnte stets Wein, Kunst und Kultur eine große Rolle spielten.

Weinjahrgang 2017

Beim Weinfestgremium um Ortsvorsteher Stefan Graf drehen sich die Räder und es ist Aufbruchsstimmung zu spüren. Daher traf sich das Gremium im Winzerkeller der WG Beckstein, speziell bei den bekannten "Barrique-Holzfässern", zusammen mit dem Kellermeister der WG Beckstein Florian Döller, den Verantwortlichen um Gremiums-Vorsitzendem und Ortsvorsteher Stefan Graf, um über das Geschehen rund um den Wein 2017 fachmännisch zu philosophieren. Vordergründig spielt über das Weinfest hinweg der Genuss vieler auserlesener Tropfen, ein für jedes Alter ansprechender kultureller Teil und schöne Unterhaltung mit vielen Freunden eine große Rolle.

Daher steht das Weinfest in Unterschüpf bei vielen Besuchern bereits seit Wochen und Monaten im Fokus ihres jährlichen Terminplans. Der Vorverkauf der Karten für die Weinprobe hat bereits begonnen. Der Countdown für das Verteilen der Flyer und die Plakatierungen läuft und ist in vollem Gange.

Die Weinprobe selbst wird von Bürgermeister Christian Kremer als Schirmherr am Samstag, 19. August, um 19 Uhr bei einem Glas wohlschmeckenden Secco zusammen mit den "Fränkischen Herolde" Unterschüpf eröffnet. Bei Kellermeister Florian Döller ist die diesjährige Vorstellung in fundierten Händen und di zehn auserlesenen Weine zusätzlich des Erlkönigs, samt dem Gourmetteller mit regionalen Produkten, von fünf Winzerdamen kreiert, einschließlich Griebenschmalz und Bauernbrot wird der Weinprobe die entsprechende Note verleihen. Dafür wiederum sind die Damen Martina Burger, Martina Deppisch und Katja Lienau verantwortlich. Wie im Pressegespräch von Winzer Andreas Oehm und Kellermeister Florian Döller erklärt, sei die Beregnung gerade bei Frost das A und O für eine ertragreiche Weinernte, denn bei den rund zehn Hektar außerhalb der Beregnungsanlagen, so wie im "Schüpfer Grund", muss man immer mit Ertragseinbußen rechnen. Das Wetter für die Reife der Trauben war in diesem Jahr ausgewogen, so dass man nur an fünf Nächten beregnen musste. Aber es gab bedingt durch die Winterfeuchte einen frühen Austrieb und beim beliebten "Müller Thurgau" rechnet man nicht mit einem Vollherbst und der "Silvaner" unterliegt einer Extrareduzierung.

Ein wenig Sonne fehlt noch

Die oftmals angewandte Ausdünnung ist dieses Jahr ausgeblieben. Aufgrund der frostigen Temperaturen muss man doch mit Triebschäden und daraus resultierend auch Ernteschäden rechnen. Die Weinberge und damit die Reben haben momentan ausreichend Feuchtigkeit, so dass nur die zur Zeit fehlende Sonneneinstrahlung noch für einen guten Weinherbst fehlt.

Die Winzer des Schüpfer Grundes, das heißt Unter- und Oberschüpf mit ihren 45 Hektar Rebenflächen, können inzwischen 35 Hektar beregnen, darüber sind die Betreffenden sehr froh. Mit der diesjährigen Weinernte rechnet man etwa Mitte September. Aber den ersten Federweißen kann man - so die Prognose - bereits ab 10./11. September verkosten, so Oehm.

Eine interessante Feststellung sei, dass der Konsum der Weißweine wieder zugenommen hat. Auch die Rotweine gewinnen wieder mehr an Liebhaber. Neue Cuvee-Weine stehen bereits im Angebot wie: "Zitronenfalter/Grauer Burgunder oder Frauenschuh". Frisch, frech, jung und elegant präsentiert sich die neue Kreation des Weines: "Frei.Sein" bei der WG Beckstein, einer der Jungweine aus dem Jahre 2016.

Das genaue Programm über die Weintage wird in den FN noch bekanntgeben. Die nächsten vier Wochen werden für die "Schüpfer Macher" jedenfalls spannend.