Boxberg

Rosengarten Konzert zum Sonnenuntergang / 20. Auflage der Stadt Boxberg in Kooperation mit Clarry Bartha

Zuhörer mit auf musikalische Reise genommen

Archivartikel

Boxberg.Das 20. Konzert zum „Sonnenuntergang am Rosengarten“ machte seinem Geburtstag alle Ehre. Über dem historischen Rathaushof verwebten sich feinsinnig geschliffene Klänge junger Musikkünstler der Klassik und das Zusammenspiel des auf internationalen Bühnen spielenden Cellisten Florian Schmidt-Bartha, für ihn es ein Heimspiel war. Und auch Sopranistin Clarry Bartha brillierte an diesem Abend.

Als Überraschung reihte sich das Große Blasorchester des Musikvereins Umpfertal unter Volker Metzger ein, das im zweiten Teil Arrangements klassischer Werke bis hin zu moderner Literatur zu Gehör brachte.

Die Stadt Boxberg unter Bürgermeister Christian Kremer ist stolz, dass einst die Musikerfamilie Reiner Schmidt und Clarry Bartha Boxberg als Heimatort wählte und sich vor 20 Jahren die Organisation dieser Rosengartenkonzerte zu eigen machten. Das einst Begonnene wird zur Freude aller Liebhaber der Klassik nach dem Tod von Reiner Schmidt durch Bartha weitergetragen.

Sohn Florian Schmidt-Bartha, ein leidenschaftlicher Cellist und Multitalent in der Kammer- und Orchestermusik, hat mit befreundeten Künstlern wie dem Violinisten Benjamin David und Stefan Veskovic Meister am Klavier sowie der Sopranistin Clarry Bartha dem Klassikabend eine besondere Note verliehen.

Entsprechend glücklich war Bürgermeister Christian Kremer in seinen Begrüßungsworten und dem Dank an die vielen Musikliebhaber und Sponsoren. Ebenso würdigte er das Engagement von Clarry Bartha.

Clarry Bartha war es ein Bedürfnis, ein Resümee zu ziehen über 20 Jahre „Rosengartenkonzerte“. Die Musik verleihe ihr besondere Glücksgefühle und sei ihr Lebensinhalt. „Seit 20 Jahren stehe ich hier und die Abende sind zu einem Privileg geworden.“

Das Streichquartett begann mit Franz Kreislers „Spottlied Hinketanz“. Ein starker Wind fegte über die Bühne, so dass die Notenblätter das Weite suchten. Aber Violinist Benjamin David meinte cool: „Die Stücke, die man gerne spielt kann man auch ohne Noten spielen.“ Und er tat es.

Ganz in Schwarz

Ganz in Schwarz betrat Clarry Bartha die Bühne. Sie gab unter anderem Liebeslieder wie „Meine Lippen die küssen so heiß“ aus der Operette von Franz Lehar oder „Ich gehör’ nur mir“ von Sylvester Levay voller Hingabe und Leidenschaft zum Besten, ebenso das Operettenlied „Lippen schweigen tausend Geigen, hab dich lieb“. Komponist Vittorio Monti meldete sich auch zu Wort mit dem „Ungarischen Tanz“. Bei diesen Kompositionen wurde Clarrry Bartha von den Solisten begleitet, darunter Florian mit einem Unikat von „Friedrich Hollaender“.

Mit der Pause endete die Vorstellung des Streichquartetts und in größerer Besetzung formierte sich das „Große Blasorchester“ auf der Bühne. Aufgeführt wurde als Hommage an Friedrich Gulda „Die kleine Nachtmusik“. Mit Florian Schmidt-Bartha am Cello und Jochen Kaiser an der Gitarre war es ein außergewöhnlicher Hörgenuss.

Stücke von Richard Morton Sherman, Consuelo Velazquez, Cole Porter, dazwischen eine zackige Polka, waren zu hören. Eine besondere Aura durchzog den Rathaushof, als Clarry Bartha die Bühne betrat und mit dem Charme ihrer Stimme die Umpfertäler begleitete.

Zum Schluss wurden alle Künstler einschließlich Volker Metzger mit reichlich Beifall seitens der Zuhörer für ihre perfekte Tonkunst belohnt.