Boxberg

Jagdbogenturnier Bogensportverein SV Böttigheim war zum zehnten Mal Ausrichter / „Schwingender Affe“ und „Tanzende Ratten“ waren besondere Stationen

Zum beliebten Turnier für viele Schützen in Süddeutschland entwickelt

Archivartikel

Böttigheim.Mit der Ausrichtung des diesjährigen Jagdbogenturniers feiert der Bogensportverein des SV Böttigheim bereits sein zehntes Turnierjubiläum.

Was im Jahre 2009 mit 40 Teilnehmern begann, hat sich inzwischen zu einem der bekanntesten Turniere in Süddeutschland entwickelt. Bereits seit einigen Jahren ist das Turnier nach Veröffentlichung auf der eigenen Homepage innerhalb eines Tages restlos ausverkauft.

Ende letzten Jahres begannen die Vorbereitungen für dieses Jubiläumsturnier. Martin Jänker, Vorsitzender des SV Böttigheim, hatte dafür eigens neue 3 D-Tiere eingekauft: „Man muss den Bogenschützen jedes Jahr einen interessanten und abwechslungsreichen Parcours präsentieren. Dass uns dies gelingt, sieht man an dem schnellen Ausverkauf der Startplätze sowie dem zufriedenen Feedback der Teilnehmer.“

Angefangen hatte alles mit 30 Stationen, welche sich im direkten Umfeld des alten Sportplatzes befanden. Mit jedem Jahr wurden die Wegstrecken und die Stationen erweitert. „Je mehr Stationen aufgebaut werden, desto mehr Bogenschützen können teilnehmen“ erklärte Martin Jänker den Zusammenhang. Der Faktor Zeit darf dabei aber nicht unterschätzt werden, weil der Parcours heute mit 35 Stationen einen Rundkurs von rund sechs Kilometern aufweist und alle Bogenschützen diesen entsprechend abarbeiten müssen. Aus diesem Grund ist somit die Teilnehmerzahl auf 210 Bogenschützen begrenzt.

„In den ersten Jahren mussten wir noch eine Durststrecke überwinden, da die Anschaffung der 3 D-Tiere nicht billig ist. Auch das Festlegen des Parcours und das Aufstellen der einzelnen Stationen ging am Anfang nicht so einfach von der Hand. Mittlerweile kennen wir die Tricks und Raffinessen, welche von den Bogenschützen gelobt werden und ein Lächeln in deren Gesichter hervorzaubert“ so Michael Kretzschmar und Mario Schmidt.

Erfreulich ist, dass die Straße, die zum alten Sportplatz führt, neu geschottert wurde. Somit ist jetzt eine sichere Fahrt zum Bogengelände gewährleistet. Auch die Einfahrt in das alte Sportplatzgelände wurde bei einem Arbeitseinsatz der Böttigheimer Schützen mit Splitt aufgefüllt, genauso wie der Platz um die Hütte und um die Feuerstelle.

Auch selbstgefertigte 3 D-Tiere sind im Parcours aufgestellt. Diese wurden in mühevoller Arbeit von Vereinsmitgliedern zusammengebaut und von Martin Schubert so lackiert, dass man den Unterschied zu echten Tieren fast nicht erkennen kann.

Beim Aufstellen der Tiere wurde genau ermittelt, wie man den Schützen einen interessanten und abwechslungsreichen Parcours bieten kann. Hierbei wurde wieder sehr viel Wert auf die anspruchsvolle Gestaltung der einzelnen Stationen gelegt. Allzu einfach wollte man es den Schützen nicht machen. Die Entfernung der Tiere vom Abschusspflock betrug zwischen zehn und 45 Meter.

Nachdem alle Bogenschützen ihre Schießzettel abgeholt hatten, erfolgte die Ansprache und Einweisung von Vorstand Martin Jänker. Im Anschluß wurden die Schützen an ihre jeweiligen Stationen geführt.

Die Einteilung der Schützen erfolgt in vier Bogenklassen: Langbogen, Recurve, Primitivbogen und offene Klasse. Von den 35 Stationen bestanden 20 Stationen aus einer klassischen drei-Pfeil-Runde, der Rest wurde als Hunter-Wertung geschossen.

Als besonderes Highlight konnten dieses Jahr die Stationen „Schwingender Affe“ und „Tanzende Ratten“ präsentiert werden. dabei wurde Eine 3 D-Nachbildung eines Affen auf einen runden Strohballen montiert. Der Strohballen wurde an einem Querbalken aufgehängt und schwang wie ein Pendel hin und her. Die tanzenden Ratten wurden auf Holzklötzern fixiert, welche über eine Seilmechanik hoch und runter gezogen werden konnten. Dass die sich bewegenden Ziele nicht so einfach zu treffen sind, zeigte sich bei der Auswertung der Schießzettel. Betreut wurden die beiden Stationen von Jan Nowak, Jürgen Vath, Joachim Stolzenberger und Adrian Wolhein.

Nach der Rückkehr aller Schützen erfolgte die Auswertung. Insgesamt wurden 183 gültige Schießzettel abgegeben. Angetreten waren 172 Erwachsene, sechs Jugendliche und fünf Kinder. Bei der anschließenden Siegerehrung wurden die Urkunden und ein kleines Präsent von Martin Jänker, Harald Lutz und Susanne Brod an die Sieger übergeben. svb