Buchen

Aus dem Jugendhilfeausschuss Bericht zum Ausbaustand bei der Betreuung der Jüngsten

1200 Plätze in Tageseinrichtungen für Kinder unter drei Jahren

Buchen.Im Rahmen der Sitzung des Kreis-Jugendhilfeausschusses in Buchen wurde neben dem Thema Schulsozialarbeit (die FN berichteten) auch ein Bericht zum Ausbau- und Entwicklungsstand bei der Kinderbetreuung im Kreis präsentiert. „Die Städte und Gemeinden haben im vergangenen Jahr ihre Anstrengungen zum Ausbau fortgesetzt“, sagte Landrat Dr. Achim Brötel einleitend. Dies sei auf jeden Fall notwendig, da es im Kreis erfreulicherweise viele Neugeborene gebe.

Insgesamt gebe es für die Gruppe der unter Dreijährigen, so das Ergebnis der Abfrage des Jugendamtes, in Tageseinrichtungen kreisweit rund 1200 Plätze. In allen Gemeinden werde mittlerweile eine entsprechende Betreuung angeboten.

Ein Zuwachs sei insbesondere bei reinen Kleinkindgruppen zu verzeichnen. Gegenüber der ersten Abfrage 2005 hätten sich die Plätze verzehnfacht. Das Angebot an Kindergartenplätzen für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren sei nach wie vor höher als der Bedarf. Der Rechtsanspruch würde in diesem Bereich deshalb mehr als erfüllt. In Gemeinden mit mehreren Ortsteilen sei allerdings manchmal der Bedarf innerhalb der Gesamtgemeinde gedeckt, aber es gebe keinen Platz im Wunschkindergarten.

Das Betreuungsangebot für Schulkinder habe sich wiederum gegenüber der letzten Erhebung nochmals verbessert, ein flächendeckend verlässliches Angebot existiere jedoch nach wie vor nicht.

Erfreuliches konnte den Ausschussmitgliedern von der Tagespflege berichtet werden, da diese zunehmend als gleichwertiges Angebot gegenüber der Betreuung in einer Tageseinrichtung wahrgenommen werde.

Mehr Tagespflegepersonen

Im Vergleich zur letzten Erhebung sei die Zahl der Tagespflegepersonen nochmals leicht angestiegen. Betreut wurden 183 Kinder (2016: 134), darunter auch 60 im Alter von unter drei Jahren. „Kinderbetreuung hat sich zu einem wichtigen Standortfaktor entwickelt“, betonte Dr. Brötel. Deshalb schlug er vor, die inzwischen nicht mehr verpflichtende Erhebung fortzuführen, da man wichtige Trends ablesen könne.

Der Jugendfonds des Neckar-Odenwald-Kreises und damit ein noch immer vielen nicht bekanntes Förderinstrument für die Jugendarbeit wurde anschließend vorgestellt. Der Geldmittelstock biete die Möglichkeit, schnell und vor allem unbürokratisch zu helfen und zu fördern, sagte der Landrat.

Die Ausschussmitglieder bat er, auf die Arbeit des Fonds aufmerksam zu machen. Eine Reihe von Grundsatzbeschlüssen in dem zuständigen Kuratorium diene dazu, den Fonds weiterzuentwickeln. Unerlässlich sei aber, dass jedes Jahr im Dezember Schüler bei der Aktion „Mitmachen Ehrensache“ Gelder für den Fonds erwirtschafteten. „Ein ganz herzliches Dankeschön dafür“, so Dr. Brötel.

Abschließend stimmten die Ausschussmitglieder einer von den Kommunen aufgestellten Liste mit Jugendhauptschöffen und Jugendhilfsschöffen für die Jahre 2019 bis 2023 zu.