Buchen

Hautklinik in Uganda Dr. Gerold Jäger und seine Frau Elisabeth helfen der kranken Bevölkerung

2018 wird das 20-jährige Bestehen gefeiert

Buchen.Er ist zwar im Ruhestand, aber Dr. Gerold Jäger ist wiederum mit seiner Frau Elisabeth in Uganda, um der kranken Bevölkerung in der Hautklinik, die der Buchener Arzt aufbaute, tatkräftig zu helfen. Von Dr. Jäger erhielten die FN folgenden Bericht zur Lage:

„Auch in diesem Jahr machten wir uns wieder auf den Weg, um die Hautklinik in Mbarara, Uganda zu besuchen. Wir kamen in Uganda gut an und konnten die ersten Tage bei unserem Sohn, der in Uganda arbeitet, verbringen. Dann wurden wir von dem Fahrer der Universität mit einem kanadischen Kinderarzt nach Mbarara gefahren. Dort angekommen, setzen wir uns mit dem Personal der Hautklinik zusammen, um über den Zustand der Klinik und die Pläne für die nächste Zeit zu sprechen. Dabei erwähnte Edson, einer der Pfleger der dermatologischen Klinik, sehr stolz, dass die Abteilung im nächsten Jahr bereits 20 Jahre besteht und er einer der Pfleger der „ersten Stunde“ war, der die Klinik mit mir aufbaute. Im nächsten Jahr werden wir dann natürlich das Jubiläum der Klinik feiern.

In der Hautklinik der Universität Mbarara arbeiten zurzeit zwei erfahrene Hautärzte und sieben Weiterbildungsassistenten, d.h. Ärzte, die sich in der Facharztweiterbildung zu Dermatologen befinden. Da es in ganz Ostafrika einen Mangel an dermatologischen Weiterbildungskliniken gibt, kommen diese auch aus umgebenden Ländern, Kenia, Rwanda, Somalia, aber natürlich auch aus Uganda selbst. Die Anzahl der Patienten ist gleichbleibend hoch und nimmt jährlich zu. Das Spektrum der Behandlungsmöglichkeit konnte mit einem Gerät zur Lichttherapie, das von einer deutschen Firma der Klinik geschenkt wurde, erweitert werden.

Mittlerweile werden jährlich durchschnittlich 3500 Patienten in der dermatologischen Abteilung in Mbarara behandelt, jedoch ist der Bedarf für Dermatologen bei Weitem nicht gedeckt. Ein gleichbleibend großes Problem ist der Mangel an Hautärzten in den ländlichen Gebieten. Patienten reisen aus einem Umkreis von bis zu 300 Kilometer an, um dermatologisch behandelt werden zu können. In einem einkommensschwachen Land wie Uganda können sich eine solche Reise nur wenige Leute leisten. Daher ist es notwendig, dass in ländlichen Krankenstationen die häufigsten dermatologischen Erkrankungen behandelt werden können und nur schwierige Fälle an die dermatologische Abteilung des Universitätskrankenhauses in Mbarara überwiesen werden müssen. Das Personal der Krankenstationen ist jedoch sowohl mit dermatologischem Wissen sowie mit Behandlungsmöglichkeiten und angemessenen Medikamenten in der Regel nur ungenügend ausgestattet. Daher gibt es seit Anfang November ein Outreach Programm, um die dermatologische Versorgung der ländlichen Bevölkerung in Uganda zu verbessern.

Zwei Krankenstationen, so genannte Health Centre, in schwer erreichbaren, ländlichen Regionen der weiteren Umgebung Mbararas, werden von einem Team der dermatologischen Abteilung ein bis zweimal pro Monat besucht, um die Patienten dort vor Ort untersuchen und behandeln zu können. Gleichzeitig wird das Fachpersonal dieser Health Centre unterrichtet die gängigen Hauterkrankungen zu diagnostizieren und zu behandeln.

Ziel ist es einerseits, möglichst vielen Patienten vor Ort eine Behandlung zu ermöglichen. Eine dermatologische Versorgung würden die meisten dieser Patienten ohne das Outreach Programm nie erhalten, da sie sich schlicht die Fahrtkosten in die Stadt nicht leisten könnten. Andererseits soll nach einigen Jahren das Fachpersonal der ländlichen Krankenstationen soweit ausgebildet sein, dass es selbstständig die häufigsten dermatologischen Krankheitsbilder erkennen und behandeln kann.

Eines der Health Centre des Outreach Programmes liegt in der Nähe eines riesigen Flüchtlingslagers mit mehr als hunderttausend Menschen. Diese Flüchtlinge haben bei Hautproblemen nun durch das Outreach Programm die Möglichkeit, eine dermatologische Behandlung zu bekommen, eine Möglichkeit, die die meisten der Flüchtlinge sonst nie hätten.

Bei dem letzten Besuch dort am 29. November standen die Patienten, die vorab per Radio über den Besuch der Dermatologen informiert wurden, bereits bei unserer Ankunft in Schlangen an und warteten auf dermatologische Hilfe. Bis zum Ende des Tages wurden über 200 Patienten untersucht und mit den mitgebrachten Medikamenten behandelt.

Diese Zahl zeigt bereits, wie wichtig es ist, die Patienten nahe ihrem Wohnort aufzusuchen und zu behandeln. In den nächsten Monaten und Jahren werden mehr und mehr Patienten von dem Outreach Programm profitieren.

Herzlichen Dank für die bisherige Unterstützung! In der Hoffnung auf weitere Hilfe bitten wir um Spenden und bedanken uns dafür herzlich mit den besten Wünschen für ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein frohes Neues Jahr.“

Spendenkonto: Missionsärztliches Institut Würzburg, Salvatorstr.7, 97074 Würzburg, Konto: Liga Bank, IBAN DE58.7509.0300.0003 0065 65, BIC GENO DE F1 M05, Spendenkonto Dr.Jäger/Mbarara. Name und Anschrift für Spendenquittung.