Buchen

Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald Im Hotel „Prinz Carl“ verdiente Handwerker aus der Region geehrt

35 Goldene Meisterbriefe in Buchen übergeben

Mit 35 Goldenen Meisterbriefen ehrte die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald verdiente Handwerker aus der Region.

Buchen. Nach kurzer Begrüßung durch Hauptgeschäftsführer Jens Brandt gratulierte Landrat Dr. Achim Brötel den Jubilaren zum Goldenen Meisterbrief in Anerkennung des 50. Jahrestags der Meisterprüfung sowie fünf Jahrzehnten voll Ausdauer, Fleiß und Kompetenz: „Sie haben nicht im Jahre 1968 nur eine Prüfung abgelegt, sondern etwas daraus gemacht“, wandte er sich an die Altmeister. Indem sie eine besondere Form von Zuverlässigkeit, Kreativität und Qualitätsbewusstsein an den Tag legten, trugen sie zum Nimbus des Handwerks als „Wirtschaftsmacht von nebenan“ bei und engagierten sich nebenher ehrenamtlich in der Kirche, der Kommunalpolitik sowie der Vereinswelt. Noch heute sei das Handwerk speziell im ländlichen Raum als „Rückgrat der Gesellschaft“ anzusehen, was die Tradition der Handwerkskammer wirkungsvoll unterstreiche – in diesem Sinne dankte er neben den Altmeistern auch der Handwerkskammer, die mit der Verleihung Goldener Meisterbriefe ihre Wertschätzung des Meisterstands unter Beweis stelle.

Anhaltspunkte für eine Krise

In seiner Festansprache erinnerte Handwerkskammerpräsident Alois Jöst an politische, sportliche und gesellschaftliche Ereignisse des Jahres 1968. „Deutschland hatte große Visionen und befand sich auf der Erfolgsspur, wobei sich bereits sichtbare erste Anhaltspunkte für eine Krise abzeichneten“, betonte er. In dieser Zeit nahmen die Laureaten ihre Meisterbriefe entgegen – nicht wenige von ihnen folgten dem Ruf der Selbstständigkeit, um etwa den Familienbetrieb zu übernehmen: „Wer die Meisterprüfung bestanden hat, ist prädestiniert zur Selbstständigkeit“, so Jöst. „So wurde die Firmenplanung auch zur Lebensplanung“, fuhr er fort und würdigte den großen persönlichen Einsatz der Handwerker, mit dem sie baden-württembergische Wirtschaftsgeschichte schrieben und Ludwig Erhards Maxime „Wohlstand für alle“ zur Wirklichkeit verhalfen. „Als Meister trugen sie zum Wirtschaftswachstum sowie der Bildung eines soliden Mittelstands bei und waren gleichermaßen Entwickler, Techniker, Produzent und Verkäufer“, lobte er und bezeichnete den Titel eines Handwerksmeisters als „Ausweis guter Kenntnisse und Fähigkeiten im jeweiligen Berufsbild“.

Hauptgeschäftsführer Brandt verteilte anschließend die Goldenen Meisterbriefe an Maler- und Lackierermeister Otto Alders (Remscheid), Kfz-Mechanikermeister Gerhard Assel (Obrigheim-Asbach), Tischlermeister Wolfgang Blum (Adelsheim), Drehermeister Lothar Braun (Buchen), Maler- und Lackierermeister Paul Deckert (Königheim), Friseurmeisterin Annelie Diefenbach (Seckach), Maler- und Lackierermeisterin Dagmar Eckerlein (Ahorn), Gas- und Wasserinstallateurmeister Otto Eiermann (Höpfingen), Konditormeister Horst Feist (Neckargerach), Maler- und Lackierermeister Reinhold Greulich (Bammental), Schreinermeister Theo Häfner (Buchen), Maurermeister Waldemar Hähl (Forchtenberg), Maler- und Lackierermeister Franz Handl (Leonberg), Werkzeugmachermeister Rainer Hemberger (Buchen), Zimmerermeister Diethelm Hennrich (Billigheim-Sulzbach), Fleischermeister Walter Hofmann (Seckach), Maler- und Lackierermeister Günther Hummel (Mosbach), Elektroinstallateurmeister Werner Kehl (Buchen), Mechanikermeister Karl Knöller (Waldbrunn), Kfz-Mechanikermeister Manfred Müller (Eberbach), Mechanikermeister Klaus Nagel (Walldürn), Kfz-Mechanikermeister Walter Noe (Buchen), Fleischermeisterin Waltraud Pröger und Fleischermeister Helmut Pröger (beide Haßmersheim), Maler- und Lackierermeister Helmut Ruf (Laudenbach), Elektroinstallateurmeister Johann Schiller (Obrigheim), Maler- und Lackierermeister Willi Schirmer (Bürgstadt), Maler- und Lackierermeister Gerhard Schlessmann (Wertheim-Nassig), Augenoptikermeister Anton Schwandl (Aglasterhausen), die Maler- und Lackierermeister Gosbert Seitz, Herbert Spinnler (beide Leidersbach) und Bernd Veith (Eberbach) sowie die Maurermeister Volker Vogel (Mosbach), Adalbert Wolbert (Schwarzach) und Wolfgang Wolbert (Aglasterhausen). ad