Buchen

Sparkasse Neckartal-Odenwald Wirken der Leader-Aktionsgruppe Badisch-Franken wird in Schau eindrucksvoll dokumentiert

37 Projekte auf den Weg gebracht

Buchen.Als regionales Beiwerk zur „Europawoche 2019“ versteht sich die in der Buchener Hauptstelle der Sparkasse Neckartal-Odenwald eröffnete Ausstellung, mit der die Leader-Aktionsgruppe Badisch-Franken ihre in fünf Handlungsfelder unterteilten Projekte und das Wirken des Vereins „Regionalentwicklung Badisch-Franken“ präsentiert.

Sparkassendirektor Martin Graser betonte, die Räumlichkeiten „sehr gern zur Verfügung gestellt zu haben“ und attestierte der Leader-Aktionsgruppe, mit ihren Fördermitteln passende Rahmenbedingungen zur Zukunftsfähigkeit der Region zu schaffen. So wurden in 22 Gemeinden in Neckar-Odenwald- und Main-Tauber-Kreis – das Einzugsgebiet reicht von Limbach bis Wittighausen und Freudenberg – mit 108 000 Einwohnern bisher 37 Projekte mit einer Gesamtsumme von bislang 2,4 Millionen Euro in der aktuellen, noch bis 2020 andauernden Förderperiode forciert - im Ganzen wurde bereits ein Invenstitionsvolumen von 6,7 Millionen Euro auf den Weg gebracht. „Auch wir als Sparkasse Neckartal-Odenwald tragen etwa durch weitere Finanzierungen zur Ermöglichung der Investitionen bei“, erklärte Graser und ermutigte Interessierte zum Einbringen neuer Ideen: „Die Ausstellung informiert über aktuelle Projekte und kann auch als Tragfläche für ganz neue Ansätze dienen“, hob er hervor.

Lebensqualität entsteht

Dem schloss sich Erster Landesbeamter Dr. Björn-Christian Kleih an. „Diese Ausstellung zeigt das beste Beispiel dafür, wie aus Eigeninitiative und öffentlichem Geld Lebensqualität für den Ländlichen Raum entsteht“, schilderte er und lobte die Schaffenskraft und Heimatliebe der mit ihrer Region tief verwurzelten Menschen, die unermüdliche Leader-Aktionsgruppe nebst ihrer Geschäftsstelle und den Auswahlausschuss, der über eingereichte Projektvorschläge entscheidet. In eigener Sache äußerte Kleih den Wunsch, dass die Austellung „nicht nur Interessierte anlockt, sondern auch zur Nachahmung motiviert und bereits tatentschlossene Besucher zum Aktivwerden veranlasst“. Seitens der Leader-Aktionsgruppe Badisch-Franken ging Vorsitzender Alfred Beetz (Grünsfeld) auf die „spannenden Handlungsfelder“ ein, mit denen sich lebenswerte Dörfer gestalten und innovative Projekte gerade in Bereichen wie Kultur, Soziales und Ehrenamt steuern ließen – was der Heimat wiederum dabei zustatten käme, ihren Stellenwert als „nicht nur auf Grünkern und tauberfränkische Weine bezogene Genussregion“ etablieren zu können. Sein Dank galt allen Mitstreitern sowie Anna Sophie Blesch und Lena-Marie Schindler von der Leader-Geschäftsstelle, ehe auch er zum „Mitmachen“ animierte: „Anträge können nach wie vor eingereicht werden“, sicherte Beetz zu.

Ein Grußwort für die Stadt Buchen sprach Simone Schölch. „Buchen ist eng mit Leader verbunden“, stellte sie klar und ließ wissen, dass acht von 37 bisher in Angriff genommenen oder bereits beendeten Förderprojekten sich auf die Kernstadt und die Stadtteile beziehen – unter anderem erwähnte sie den Streicheltierpark in Eberstadt, die Errichtung des im Februar 2018 eingeweihten öffentlichen Backofens mit einhergehender Sanierung des Dorfgemeinschafts-/Jugendhauses in Bödigheim sowie die Unterstützung der HipHop-/Breakdance-Gruppen.

„Nicht nur in Buchen wurden und werden Projekte verwirklicht, die ohne das Leader-Förderprogramm niemals hätten in die Tat umgesetzt werden können“, hielt sie fest und sprach von sinnvoller Unterstützung des Ländlichen Raumes, der zur Schaffung gewisser Lebensqualiät eine funktionierende Infrastruktur ebenso benötige wie auch attraktive Möglichkeiten zur beruflichen Entfaltung. In der Ausstellung wiederum sah Schölch eine gute Gelegenheit, die Bürger über Bedeutung und Hintergrund von Leader zu informieren. Mit einem kleinen Imbiss wurde zur Erstbesichtigung der Ausstellung eingeladen. ad