Buchen

CDU-Stadtverband Buchen Bei Radtour verschiedene Maßnahmen in der Kernstadt und den Ortsteilen besichtigt

Über städtebauliche Entwicklungen informiert

Archivartikel

Buchen.Trotz großer Hitze trafen sich zahlreiche Radbegeisterte, um sich bei der traditionellen Radtour des CDU-Stadtverbands Buchen aus erster Hand über verschiedene Maßnahmen in der Kernstadt und ihren Ortsteilen zu informieren. Bürgermeister Roland Burger hatte extra einen dicken Ordner in den Fahrradkorb gepackt, um den Teilnehmern an den verschiedenen Stationen auch einen Einblick in das noch nicht Sichtbare, aber bereits Geplante zu geben.

Los ging’s gleich in der Wilhelmstraße, wo aktuell neben den Straßen- und Leitungssanierungsarbeiten auch ein Löschwasserbehälter zur Löschwasserversorgung der Innenstadt eingebaut wird. Bis zum Schützenmarkt wird ein erster Teilabschnitt dieser Arbeiten soweit abgeschlossen sein, dass der Markbetrieb möglich ist. Hoch erfreut zeigten sich die Teilnehmer darüber, dass es gelungen ist, den DM Drogeriemarkt am bisherigen Standort als Frequenzbringer für die Innenstadt zu erhalten. Nächste Station war der Schulhof des Burghardt-Gymnasiums (BGB), wo die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen beleuchtet wurden (die FN berichteten mehrfach). Landrat Dr. Achim Brötel, einer der Mitradler, nahm die Gelegenheit wahr um die nächste große Investition in Buchen vorzustellen: Der Neckar-Odenwald-Kreis wird 19,2 Millionen Euro in die Sanierung des Kreiskrankenhauses stecken.

Nächster Halt waren die neuen Sportgeräte im Bereich der Hauptschule Buchen. Hier läuft das „Grüne Band der Stadt“ vom Hasenwald kommend vorbei und führt über die Schulhöfe hin zur „alla hopp!“-Anlage im Mühltal mit Verknüpfung zum Mehrgenerationentreff. Mit Boule-Platz, Beach-Volleyball, Bolzplatz und den neuen Sportgeräten wird die Renaturierung der Morre und der Hochwasserschutz sinnvoll im Bereich der Schulhöfe ergänzt und ein weiteres Freizeitangebot geschaffen.

„Die Marienhöhe in Buchen wird auf Jahre hinaus den Bedarf an Bauflächen für die Kernstadt Buchen sichern“, so Bürgermeister Burger. Ausgehend vom aktuellen Flächennutzungsplan sollen hier in den nächsten 20 Jahren auf rund 35 Hektar Fläche Bauwilligen bis zu 340 Bauplätze zur Verfügung gestellt werden können. 20 Hektar sollen tatsächlich bebaut werden, 8,5 Hektar sind im Planungskonzept als Grünflächen vorgesehen, die restliche Fläche werden Verkehrswege und -plätze sein.

In Hainstadt begrüßte Ortsvorsteher Bernd Rathmann die Radler in der Bahnhofstraße, die aktuell für mehr als 600 000 Euro generalsaniert wird. Dies war im Straßenunterhaltungsplan der Stadt so vorgesehen. Der Kindergarten St. Anna in Hainstadt ist ein wesentlicher Baustein im Kindergartenkonzept der Stadt. Daher nimmt die Stadt Buchen hier über 850 000 Euro in die Hand, um durch Umbauten im Gebäude und Nutzung und Sanierung der ehemaligen Schwesternwohnungen die Kapazität des Kindergartens von 90 Plätzen auf mehr als 135 Plätze mehr als zu erhöhen. Es werden zusätzlich zwei Gruppen für Kinder über drei Jahre und eine Gruppe für Kinder unter drei Jahren entstehen. Über den gelungen Anbau/Verbindungsbau zwischen den beiden Gebäuden der Lebenshilfe in Hainstadt informierte anschließend Bernd Rathmann. Die Lebenshilfe kann nunmehr die beiden Häuser optimal nutzen.

Von Hainstadt aus führte der Wegr nach Hettingen in den „Hasenwald“. Mehr als 380 000 Euro sind aus Mitteln der Stadt Buchen und des Leader-Förderprogramms für die ländlichen Räume in die Sanierung und Erweiterung der seit Generationen beliebten Naherholungsanlage mit ihren Tiergehegen und Spielplätzen geflossen.

Eberstadt war das Ziel der nächsten Etappe. Ortsvorsteher Nico Hofmann begrüßte die Radler und stellte die Planungen zur Renaturierung der alten Kläranlage in Verbindung mit der Schaffung eines Naherholungsgebietes für die Bevölkerung vor. Bürgermeister Burger ergänzte hierzu, dass gleichzeitig damit auch die Erweiterung und Standortsicherung des Möbelhauses Gramlich einhergehe. Um allen Ängsten vorzubeugen: Es gehe nicht um die Ausweitung von Verkaufsflächen für Möbel oder andere Gegenstände, sondern um die Schaffung von effizienten Betriebsabläufen für Lagerung und Disposition auf der einen Seite und die Stärkung der Attraktivität auf der anderen Seite. Bürgermeister Burger begrüßte die Festlegung der Firma Möbel Gramlich, den geplanten Streichelzoo als Teil des erwähnten Naherholungsgebietes der Öffentlichkeit zugänglich und auf private Kosten betreiben zu wollen.

Unter Förderung der europäischen Union entsteht im alten Farrenstall in Eberstadt ein Gemeinschaftsraum, der der Bevölkerung für verschiedenste Anlässe zur Verfügung stehen wird. „Es ist für die Geschichte von Eberstadt wichtig, dass dieses alte Gebäude erhalten wird und einer sinnvollen, neuen Nutzung für die Bevölkerung zugeführt werden kann“, freute sich Ortsvorsteher Hofmann.

Über einen Teil des Skulpturenradweges ging es zurück nach Buchen. Damit für diesen Teil auch der Titel Skulpturenradweg mit Leben erfüllt wird, werden bis zum Frühjahr 2019 nahe Eberstadt und nahe Bödigheim zwei Skulpturen errichtet, die auch begeh- und begreifbar sein werden. TN