Buchen

Joseph-Martin-Kraus Musikschule Elfte Satzungsänderung wurde vom Gemeinderat bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen beschlossen

Ab September sollen die Gebühren um rund sechs Prozent steigen

Archivartikel

Buchen.Die Gebühren für die Joseph-Martin-Kraus Musikschule sollen ab 1. September um rund sechs Prozent steigen. Dies beschloss der Gemeinderat am Montagabend bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen.

In der Gemeinderatssitzung am 4. September 2017 wurde für die Musikschule die Einrichtung eines neuen Fachbereichs, die Schaffung einer neuen Fachbereichsleiterstelle als Teilzeitstelle sowie die Erhöhung der Honorarsätze und die automatische Anpassung dieser an die Tarifentwicklung des TVöD alle zwei Jahre beschlossen. Diese Änderungen, die zum 1. September 2018 umgesetzt werden sollen, machten eine neue Gebührenkalkulation notwendig, die von Fachdienstleiterin Tanja Zöller am Montagabend vorgestellt wurde.

Im Jahr 2010 wurde die zehnte Satzungsänderung mit einer stufenweisen Anhebung der Gebühren in Zwei-Jahres-Schritten beschlossen. Aufgrund dessen wurden letztmals die Unterrichtsgebühren an der Joseph-Martin-Kraus Musikschule mit Wirkung vom 1. September 2016 erhöht. Im Einvernehmen mit der Musikschulleitung sollen die Gebühren zum 1. September 2018 um durchschnittlich rund sechs Prozent steigen.

Ermäßigte Gebühren

„Bei der Gebührenkalkulation wurde ein Kostendeckungsgrad von 67 Prozent angenommen“, erklärte Zöller. Es bleibe weiterhin bei abgesenkten Gebühren für Einheimische und der Zuschuss für die Musikvereinsschüler werde von 10,50 auf 20 Euro erhöht. Außerdem gebe es eine Geschwisterermäßigung. Eine weitere Gebührenermäßigung soll der Musikschulleitung ermöglicht werden. Im Falle der Hochschulvorbereitung eines Schülers kann die Musikschulleitung die Gebühren für maximal ein Jahr ermäßigen.

Um allgemeine Kostensteigerungen abzufangen und die im Zwei-Jahres-Rhythmus eingeplanten Honoraranpassungen durchführen zu können, schlug die Verwaltung vor, die Gebühren in Zwei-Jahres-Schritten um jeweils rund sechs Prozent – beginnend ab dem 1. September 2018 – zu erhöhen. Diesen Automatismus kritisierte Stadtrat Felix Pflüger (SPD) und setzte sich zudem für Ermäßigungen für sozial schlechter Gestellte ein. Bürgermeister Roland Burger sprach von einem tragfähigen Modell und verwies darauf, dass der Unterricht schon jetzt hoch subventioniert sei. borg