Buchen

Imker-Treff in Götzingen Viele Informationen zu den Bemühungen um Naturschutz und Erhalt der Artenvielfalt

Auf 5,2 Hektar blüht es einladend bunt

Die Intensivierung des Insektenschutzes und der Naturpflege waren Thema beim Imker-Treff in Götzingen.

Götzingen. Zum Juli-Stammtisch des Imkervereins Buchen hieß Danila Gramlich, die das Treffen in Kooperation mit dem Verein „Help! Sommermärchen-Team“ in Götzingen organisiert hatte, fast 40 Interessenten willkommen. Nach der Begrüßung, verbunden mit Freude über die breite Resonanz, lenkte sie in einem Eingangsstatement eindringlich auf die ganz dringend notwendige Intensivierung des Insektenschutzes und der Naturpflege.

Steingärten und versiegelte Flächen bieten den Insekten weder Nahrung noch Unterschlupf, auch gepflegte Gärten und englischer Rasen seien in dieser Hinsicht „tot“. Zur Pflege der Natur und zum Erhalt von Fauna und Flora, führte sie weiter aus, bedarf es Gärten mit möglichst großer Pflanzenvielfalt und vor allem auch gezielter Maßnahmen in der Landwirtschaft. Sie führte anschließend die Besucher bei sommerlicher Witterung zu ihren in einer „Honigquelle“ aufgestellten Bienenständen, konkret gesagt einer im Rahmen der Initiative „Blühender Naturpark Neckartal-Odenwald“ ganz individuell mit ausgewählten heimischen Wildblumen angelegten Blühwiese.

Hier erläuterte der Vorsitzende des Vereins „Help! Sommermärchen-Team“, Thilo Jaufmann, mit Unterstützung des Geschäftsführers des Kreisbauernverbands, Andreas Sigmund, den Teilnehmern die Fakten und Ziele der inzwischen doch recht umfangreichen Bemühungen um Naturschutz und Erhalt der Artenvielfalt. Im Rahmen der Aktion „BW blüht auf!“ des Landesbauernverbandes Baden-Württemberg und mit Unterstützung von „Blühender Naturpark Neckartal-Odenwald“ sowie des Landwirtschaftsamtes Buchen hat der Verein inzwischen in Götzingen im gemeinsamen Bemühen um die Artenvielfalt die Umwandlung von insgesamt 5,2 Hektar Ackerfläche in Blühflächen initiiert. Davon 0,8 Hektar als einjährigen Blühstreifen, wie das bereits auch von zahlreichen Landwirten praktiziert wird. Zusätzlich 0,8 Hektar als Naturpark-Blühwiese „Honigquelle“, die fünfjährig konzipiert ist. Und weitere 3,5 Hektar, die als „Hummelstaat“ auf die Dauer von 25 Jahren Kinderstube, Lebensraum und Schutz für Hummeln, Wildbienen, Schmetterlinge und Co. bieten werden. Auch hierbei wurden die dramatische negative Entwicklung und die daraus zu folgernde Dringlichkeit von unterstützenden Maßnahmen nochmals deutlich heraus ge-stellt.

Wertvolle Arbeit

Besonderes Augenmerk wurde natürlich auf die in diesem Zusammenhang besonders wertvolle Arbeit der Imker gelegt und deren Bedeutung durch aussagekräftige Argumente unterstrichen. Für die anwesenden Nicht-Imker wurde dann die Einladung zum Blick ins Innere eines Bienenkastens zum besonderen Erlebnis, wohl für alle eine Premiere.

Begleitet von detaillierten Erklärungen, bereitwillig wurden auch alle Fragen beantwortet, zum Aufbau des Bienenkastens, zur Funktion und Ordnung des Bienenstaates sowie zum Leben und Arbeiten der Bienen wurde das Treiben und Wuseln in Brut- und Honigkasten mit großem Interesse verfolgt. Das Herausnehmen der von unzähligen Bienen besetzten Honigwaben sowie das Honigschlecken direkt von der Wabe wurden zum einmaligen Erlebnis. Beeindruckt vom Gehörten und Erlebten gab es anschließend viel zu diskutieren. In gemütlicher Runde bei erfrischendem Trank und kleiner Stärkung klang der Erlebnis-Treff dann direkt auf der Wildblumenwiese mit Dank an die Initiatorin aus. jm