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In Bad Ragaz Erfolgreiche Teilnahme des in Götzingen lebenden Künstlers Gil Topaz an der Schweizerischen Triennale der Skulptur

Ausdrucksstarke Werke aus Stein

Großer Erfolg für den Bildhauer Gil Topaz aus Götzingen: Bei der Schweizerischen Triennale der Skulptur wurden seine Figuren für eine Kunstsammlung gekauft.

Götzingen/Bad Ragaz. Überaus erfolgreich verlief die siebte Schweizerische Triennale der Skulptur für den in Götzingen lebenden Künstler Gil Topaz. Neun lebensgroße, aus Carrara-Marmor, Kalkstein und Muschelkalk gehauene Figuren präsentierte Topaz dort von Mai bis November vergangenen Jahres.

Die Skulpturen des international bekannten Bildhauers zogen während der Triennale die große Aufmerksamkeit der Kunstexperten auf sich. Den Gesichtern dieser Objekte hatte Topaz, im Gegensatz zu früheren Schaffensperioden, mit angedeuteten Zügen Ausdruck verliehen. Die vielbeachteten Skulpturen fanden in Kunstkreisen Gefallen und kehren nicht nach Götzingen zurück. Alle neun Werke wurden von der sehr bekannten Kunstsammlung Thomas Schmidheiny gekauft.

Europaweite Ausstellungen

Schmidheiny ist einer der bedeutendsten Kunstsammler der Schweiz und stellt mit seiner gleichnamigen Stiftung die in der Sammlung befindlichen Werke, insbesondere die einzigartige Ferdinand Hodler Sammlung, in europaweiten Ausstellungen der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die neun lebensgroßen Steinfiguren des Götzinger Künstlers sind noch bis zum Frühjahr in Bad Ragaz vor der Thermalquelle des Hotels Grand Resort Quellenhof zu sehen, bevor sie in die Kunstsammlung Schmidheiny integriert und neu installiert werden.

Topaz war bereits zum fünften Mal auf der Schweizer Triennale der Skulptur vertreten. Bad Ragaz und das benachbarte Vaduz (Liechtenstein) verwandeln sich bei dieser bedeutenden Ausstellung in einen einzigartigen, großen Skulpturenpark mit monumentalen Figuren, die an prädestinierten Plätzen im ganzen Ort installiert sind.

Das Ereignis zieht jedes Mal einige tausende Besucher an. Das liegt vor allem daran, dass dort weltbekannte Künstler wie der Schweizer Daniel Spoerri, der Italiener Mimmo Paladino oder Fernando Botero aus Kolumbien mit ihren Werken vertreten sind. Von 1000 Bewerbern wurden im vergangenen Jahr 77 Bildhauer eingeladen, darunter Gil Topaz aus Götzingen.

Bevor der in Würzburg geborene Künstler und seine Frau, die Italienerin Antonella Candidori, die Flucht aus der Stadt antraten, arbeitete er viele Jahre in Rom, danach in Berlin und später im Elsass. Seit drei Jahren ist Götzingen ihr Hauptwohnsitz. Hier fühlen sie sich richtig wohl. Jedes Jahr zieht es den Bildhauer allerdings wieder in den Süden, wo er seine Ideen in einem aufgelassenen Steinbruch bei Carrara in Stein meißeln kann.