Buchen

Goldene Hochzeit in Buchen Johanna und Günter Franz Celoud können auf 50 gemeinsame Ehejahre zurückblicken

Bei Tanzveranstaltung in Mudau kennen gelernt

Archivartikel

Buchen.Auf 50 gemeinsame, sehr glückliche Ehejahre blicken am heutigen Freitag Johanna und Günter Franz Celoud aus Buchen zurück. „Unsere Ehe und unsere Familie zeichnen sich durch Liebe, Respekt, Vertrauen und Absprache aus“, freut sich das seit 1983 in Buchen wohnhafte Jubelpaar.

Johanna Celoud wurde am 4. Juni 1946 als achtes Kind von Elly und Stefan Balles in Hainstadt geboren. Nach dem Schulabschluss 1960 bereitete sie sich mit Haushalts-, Kindergarten- und Krankenhausanstellungen auf ihren Traumberuf vor, den sie ab 1964 erlernte: In der Würzburger Kinderkrankenpflegeschule am Mönchberg schloss sie 1967 die Ausbildung zur Kinderkrankenschwester mit dem Examen ab. Fortan arbeitete sie in einer Stuttgarter Privatkinderklinik auf der Frühgeburtenstation, ehe sie 1968 aufgrund einer Erkrankung ihrer Mutter zurück nach Buchen zog und ab der Eröffnung des neuen Kreiskrankenhauses auf der dortigen Neugeborenen-/Entbindungsstation ihre Berufslaufbahn fortsetzte. Nach der Geburt ihrer ersten Tochter Susanne pausierte sie zehn Jahre, absolvierte aber auch in dieser Zeit aushilfsweise Nachtdiente. 1981 wurde diese Tätigkeit in ein festes Arbeitsverhältnis umgewandelt; 1998 trat Johanna Celoud in den Ruhestand.

Ihr Gatte wurde am 7. August 1943 im südmährischen Znaim geboren und als Zweijähriger mit Mutter und zwei älteren Geschwistern aus der Heimat vertrieben, ehe er über Augsburg und Seckach zunächst nach Schloßau gelangte. Nach der Schulentlassung erlernte er den Schreinerberuf, den er bis 1978 ausübte. Schließlich wechselte Günter Franz Celoud zur Stadt Buchen, wo er bis zur Rente im Jahr 2003 als Schulhausmeister die Grund- und Realschulen betreute.

Über den Weg lief man sich 1967: „Im September haben wir beide uns gegen Mitternacht bei einer Tanzveranstaltung im Mudauer Pfarrsaal kennen gelernt – es hat zwar gefunkt, aber erst bei der nächsten Begegnung drei Monate später verabredeten wir uns“, erzählen die beiden. Am 10. Mai 1969 gaben sie sich in der Hainstadter Pfarrkirche St. Magnus das Ja-Wort, ehe in den Folgejahren die vier Töchter Susanne, Heidrun, Nicole und Kerstin sowie ab 1985 Pflegesohn Patrick das Familienglück komplettierten. „Uns wurden wunderbare Kinder und neun Enkel geschenkt, über deren Werdegänge wir sehr glücklich sind“, freut sich Johanna Celoud.

Nachdem man bis 1982 in Hainstadt wohnte, wurde die Familie 1983 im neu gebauten Buchener Eigenheim sesshaft. „Ab dieser Zeit knüpften wir Kontakte zum Walldürner Kinderheim und nahmen in den Ferien Kinder jeden Alters auf, die kein Zuhause hatten“, schildert das Jubelpaar, das sehr dankbar für die Familienzusammengehörigkeit ist – auch mit den jeweiligen Geschwisterfamilien.

Als Mittelpunkt fungiert dabei das Haus in der Hainsterbach: „Wir haben viel Liebe in unser Haus gesteckt und sind dort immer für alle da“, gibt Johanna Celoud bekannt, ehe ihr Mann auf die gemeinsamen Hobbys zu sprechen kommt: „Nebenbei basteln und malen wir gerne, lesen und schreiben kleine Geburtstagsgedichte oder hören klassische Melodien und Schlager – aber auch der Laptop und Fußball gehören zu unserem Freizeitspaß“, freut sich Günter Franz Celoud. Ferner war Johanna Celoud ein Gründungsmitglied des „Jungen Kreises“ der Hainstadter Frauengemeinschaft und ab 1976 im Bereich launiger Theater- und Fastnachtsveranstaltungen tätig, später zeitweilig im Vorstand aktiv.

Den zahlreichen Gratulanten zur Goldenen Hochzeit schließen sich die Fränkischen Nachrichten mit besten Glück- und Segenswünschen an. Der Dankgottesdienst findet am heutigen Freitag um 14 Uhr in der Dornberger Pfarrkirche St. Stephanus statt – besonders stolz ist das Jubelpaar darauf, dass ihn Tochter Susanne als Wortgottesdienstleiterin halten wird. ad