Buchen

Das 70-jährige Bestehen gefeiert „Tropfsteinserenade“ des Gesangvereins „Liederkranz“ Eberstadt am Samstag

Chormusik zwischen Stalagmiten und Stalaktiten

Archivartikel

Der Gesangverein „Liederkranz Eberstadt“ hat sein 70-jähriges Bestehen am Samstag mit einem „abendlichen Ständchen in der Eberstadter Tropfsteinhöhle“ gefeiert.

Eberstadt. Viele Besucher genossen diese „Tropfstein-Serenade’“ mit dem Titel „Zwischen Tag und Traum“ in diesem außergewöhnlichen Ambiente. Trotz Außentemperaturen von 30 Grad im Schatten mussten sich Sängerinnen und Sänger sowie die Besucher des Konzertabends warm anziehen. Denn in der Tropfsteinhöhle herrscht das ganze Jahr über eine konstante Temperatur von elf Grad Celsius.

Außergewöhnlicher Ort

Die rund 30 Sängerinnen und Sänger hatten sich in der großen Halle am Ende des öffentlich zugänglichen Bereichs der Höhle aufgestellt. Dabei wurde der Gemischte Chor des Gesangvereins um Projektsänger ergänzt. Zur Einstimmung begann der Gemischte Chor unter Leitung von Stefan Frey mit „Am Morgen“ von Lorenz Maierhofer. Hilde Berner begrüßte anschließend Teilnehmer und Gäste. Bereits zum zweiten Mal musiziere der Verein in der Tropfsteinhöhle. Sie dankte der Stadt Buchen dafür, dies möglich gemacht zu haben, und wünschte allen einen schönen Konzertabend.

Das musikalische Programm war in Blöcke aufgeteilt, zwischen denen eine Sängerin passende Gedichte oder Sinnsprüche vortrug. So erlebten die Besucher abwechslungsreiche und inspirierende 45 Minuten, bevor es wieder hinaus in den warmen Sommerabend zum Umtrunk ging. Der Gemischte Chor setzte das Programm mit der Europahymne „Freude schöner Götterfunken“ nach einem Satz von Siegfried Singer fort. Es folgte der Priestergesang „Weihe des Gesangs“ aus Mozarts Zauberflöte, bevor Gemischter Chor und Projektchor gemeinsam musizierten. Aus dem Musical „Phantom der Oper“ erklang „Die Musik der Nacht“ nach einem Satz von Ralph Paulsen-Bahnsen sowie „Solang man Träume noch leben kann“ von Stefan Zauner und Aron Strobel nach einem Satz von Eckart Hehrer.

Mit Gefühl überzeugt

Der Projektchor überzeugte anschließend mit einem gefühlvollen „Only You“ nach einem Satz von Sigurd Barret sowie mit „Wunder gescheh’n“ nach einem Satz von Carsten Gerlitz. Anschließend widmete sich der Gemischte Chor mit zwei Liedern der Nacht. Auf „Zauberer der Nacht“ nach einem Satz von Manfred Bühler folgte „Die Nacht“ von Franz Abt.

Mit dem Stück „Evening rise“, nach einer indianischen Volksweise in einem Satz von Meinhard Ansohn, begeisterten die beiden Chöre zum Ende des Konzerts das Publikum dermaßen, dass sie den zweiten Teil davon als Zugabe wiederholten. Anschließend genossen viele Besucher die milde Frühsommernacht zwischen Besucherzentrum und Höhle mit einem Imbiss und Getränken. mb