Buchen

AWN Keine Anlieferung aus dem KWO abgelehnt

„Das ist eine völlig falsche Darstellung“

Archivartikel

Buchen.Von einer verweigerten Annahme der AWN von „freigemessenem“ Betonmüll aus dem im Rückbau befindlichen Kernkraftwerk Obrigheim hatte Stadtrat Arno Scheuermann (Bigmüg) bei der Gemeinderatssitzung am Mittwoch gesprochen (die FN berichteten). Der Abfall sei wohl in Fässern angeliefert worden, was die AWN abgelehnt habe. Bereits am Donnerstag dementierte die AWN, dass es eine Anlieferung gegeben habe, die vor den Toren der Kreismülldeponie Sansenhecken in Buchen zurückgewiesen worden sei.

Probleme vermeiden

Die Informationen über abgelehnte Fässer in Sansenhecken sollen laut der Buchener Bürgerinitiative „Bigmüg“ von Christian Küppers vom Öko-Institut Darmstadt stammen. Die FN fragten gestern nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub bei ihm nach, wie es zu dieser Information gekommen sei. Er habe sich nach einer SPD-Versammlung in Hemmingen im kleinen Kreis unterhalten. Dabei sei es auch darum gegangen, warum sich die Anlieferungen aus dem Kernkraftwerk Obrigheim verzögern. „Ich habe erläutert, dass man Vorkehrungen trifft, damit es zu keinen Grenzwertüberschreitungen kommt, und dass auch keine Abfallgebinde wie Fässer, die unzureichend gefüllt sind, eingelagert werden, weil sie instabil sein könnten“, so Küppers. Es sei nur darum gegangen, dass man noch Lösungen suche, um Probleme zu vermeiden.

„Das ist eine völlig falsche Darstellung“, machte Christian Küppers deutlich. Es habe keine Grenzwertüberschreitungen gegeben. Auch seien keine Fässer geplatzt und es „mussten auch keine Abfälle zurückgewiesen werden, weil sie ja noch gar nicht geliefert worden sind“. Arno Scheuermann sei bei diesem Gespräch nicht dabei gewesen. „Er muss das über Dritte erfahren haben“, es sei also eine längere Weitergabe der Information gewesen.