Buchen

Neckar-Odenwald-Kliniken in Buchen Zahlreiche Besucher nutzten gestern die Gelegenheit zum Blick hinter die Kulissen

Das Leistungsspektrum vorgestellt

Breit gefächert war das Informationsangebot der Neckar-Odenwald-Kliniken gestern am Standort Buchen. Die Gelegenheit zum Blick hinter die Kulissen wurde von vielen Besuchern genutzt.

Buchen. Themenführungen, Kurzvorträge sowie Aktions- und Informationsstände sorgten für spannende Stunden in den Neckar-Odenwald-Kliniken, die am gestrigen Sonntag ihr ständig weiter wachsendes Leistungsspektrum eindrucksvoll unter Beweis stellten.

"Wir wollen mit dieser Veranstaltung zeigen, was die Neckar-Odenwald-Kliniken alles leisten können und was sie vor allem tagein tagaus tatsächlich auch auf einem extrem hohen medizinischen Niveau, aber genauso mit ganz viel menschlicher Zuwendung und Wärme leisten", hob Landrat Dr. Achim Brötel hervor, der den "Tag der offenen Tür" in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Kliniken offiziell eröffnete.

Inzwischen würden allein in Buchen über 9000 stationäre und mehr als 20 000 ambulante Fälle pro Jahr behandelt und in Mosbach seien es noch einmal so viele. Das entspreche an beiden Standorten zusammen rund 60 000 Patienten und das Jahr für Jahr. "Das unterstreicht sehr eindrucksvoll, wie wichtig und vor allem auch wie unverzichtbar die Neckar-Odenwald-Kliniken für die medizinische, pflegerische und therapeutische Versorgung der Menschen hier bei uns vor Ort sind", bemerkte Brötel.

Um das zu gewährleisten, seien über 1000 Mitarbeiter tätig, darunter allein mehr als 130 Ärztinnen und Ärzte und rund 700 Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger. Doch nach wie vor erreiche man nur etwa jeden zweiten Fall, "der eigentlich unser Fall sein müsste". Die andere Hälfte gehe, aus welchen Gründen auch immer, vor allem bei geplanten Operationen lieber in Kliniken, die teilweise weit außerhalb des Kreisgebiets liegen. "Noch haben wir zwar mit den Neckar-Odenwald-Kliniken in Mosbach und Buchen und dem kleinen kommunalen Belegkrankenhaus in Hardheim eine hervorragende stationäre Gesundheitsversorgung vor Ort, um die uns viele andere Kreise beneiden", erklärte der Landrat und betonte das "Noch".

Denn der Gesetzgeber tue momentan alles, um es insbesondere den Krankenhäusern im ländlichen Raum noch schwerer zu machen, als sie es ohnehin schon haben. "Dass jede zweite Klinik inzwischen rote Zahlen schreibt - wir leider auch -, zeigt doch eindeutig, dass an den Grundstrukturen der Krankenhausfinanzierung etwas nicht stimmen kann", argumentierte der Aufsichtsratsvorsitzende. Man werde aber auch weiterhin für die nachhaltige Sicherung einer wohnortnahen ärztlichen Versorgung der Menschen im Ländlichen Raum und damit für den Erhalt der Krankenhäuser in Mosbach, Buchen und Hardheim kämpfen.

Auch auf das bauliche Großprojekt am Standort Buchen, das rund 19 Millionen Euro kosten soll, ging der Landrat ein. Ein Teilneubau und eine Sanierung des Gebäudebestands sei geplant. Dabei gehe es besonders um die Optimierung der Pflegestationen, eine deutliche Erneuerung und Erweiterung der Endoskopie und eine Zusammenführung der Sterilgutversorgung für beide Krankenhäuser am Standort Buchen.