Buchen

Stehende Ovationen im Schwanensaal Theaterdinner der Theatergruppe „Reihe 14“ begeisterte Besucher / Spielleiter war Tilo Kirchgeßner

Das richtige Händchen für humorvolles Theater

Hainstadt.Die letzte von drei Vorstellungen des Theaterdinners endete am Freitag mit stürmischem Beifall und stehenden Ovationen. In Kooperation mit dem Gasthaus „Schwanen“ unter Leitung von Birgit und Rainer Link, servierte die „Reihe14“ den Gästen sowohl ein Vier-Gänge-Menü, als auch ein Vier- Gänge-Theaterstück. Spielleiter Tilo Kirchgeßner hatte einmal mehr das richtige Händchen für humorvolles Theater.

Nach der einleitenden Begrüßung und einer Badischen Grünkernsuppe betraten die drei geistlichen Rollen die Bühne: Pater Johannes, originell gespielt von Alexander Schüssler wurde vom Erzbischof (Gerhard Gramlich) für seinen Hang zu Kriminalfällen gerügt. Um ihn zu läutern, stellte dieser ihm eigens einen Aufpasser, den englischen Monsignore Winterbuttom (Simon Beeser) zur Seite.

Kaum gerügt, öffnet sich der Vorhang der Nebenbühne und Pater Johannes kommt zufällig an der Parkbank vorbei, auf der gerade die Leiche von Alfredo Coppola (Jörg Rathmann) vom äußerst verdächtigen Manni Krüger (Michael Henk) gefunden wurde. Dieser wiederum wurde gerade von der Politesse Luisa Fuchs (Regina Schüßler) darauf hingewiesen, dass sein Auto im Halteverbot steht. Schon ist Pater Johannes wieder mitten in einem Kriminalfall und ruft die exzentrische Kommissarin Holm, überzeugend gespielt von Petra Reiss hinzu. Diese ist in Begleitung der jungen Polizeianwärterin (Anna Maria Balles) und der Polizeiärztin (Catharina Schüßler). Schnell stellt sich heraus, dass das Opfer vergiftet wurde. Kommissarin Holm findet in der Handtasche der Politesse Fuchs die Papiere des Toten und hält den Fall am Ende des ersten Akts für geklärt. Nur Pater Johannes hat seine Zweifel. Für die Gäste des Theaters folgte an dieser Stelle ein Salat mit Heumilchkäse.

Im zweiten Akt geht es an der Theke der Wirtin Tante Käthe (Elke Gramlich) weiter. In diesem Bühnenbild kommt auch Magnus Balles in der Rolle des Bar-Pianisten zum Einsatz. Käthe unterhält sich mit ihrem Sohn Manni, ob er auch „alles“ erledigt habe. Pater Johannes kommt hinzu und schöpft im Gespräch mit den beiden weiter Verdacht, zumal er erfährt, dass in der Kirche ein Messkelch gestohlen wurde. Er erinnert sich an einen weit zurückliegenden Fall von Kirchendiebstählen, begangen von der bekannten Kriminellen Hilde Faßbender und teilt seinen Verdacht auch gleich der Kommissarin Holm mit.

Am Ende des zweiten Akts nimmt der Erzbischof dem Pater Johannes erbost das Handy ab, weil der ja schon wieder „kriminalisiert“. Es folgt der Hauptgang für die Gäste. Danach wird es erneut spannend. Auf der Nebenbühne liegt der nächste Tote, sinnigerweise der Zwillingsbruder der ersten Leiche. Wieder ist Manni in der Nähe, der die Politesse Luisa K.-o. schlägt und sie verschwinden lässt. Der Kommissarin wird im Gespräch mit Monsignore Winterbuttom klar, dass Pater Johannes von Tante Käthe, alias Hilde Faßbender beim Erzbischof angeschwärzt wurde, um diesen auszubremsen. Um weiter an der Klärung des Falles mitmischen zu können, muss Johannes aber zunächst Monsignore Winterbuttom niederschlagen.

Es folgt der Nachtisch für die Gäste. Im Showdown wird es äußerst turbulent. Die Kommissarin wird niedergeschlagen, Manni kämpft mit Pater Johannes und der Polizeianwärterin. Auch einige Gäste des Abends müssen mitwirken, um die bewusstlose Kommissarin nach draußen zu tragen. Die frei gespielte Szene sorgt jeden Abend für ausgelassene Stimmung und Gelächter. Zuletzt kommt sogar eine Theaterflasche aus Crashglas zum Einsatz, die die Raubkatze Tante Käthe dem Erzbischof über den Kopf schlägt. Mit einem Feuerwerk an Glassplittern geht für die Gäste ein Abend mit ganz besonderer Atmosphäre zu Ende. Besonderer Dank ging an die Service-Chefin des Theaters Eva-Maria Balles, die unterstützt von den charmanten Damen der TSG Hainstadt für einen sehr professionellen und reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgte. Der größte Teil des Erlöses der Veranstaltung wird wieder für einen guten Zweck gespendet.