Buchen

Jahreshauptversammlung des VfL 1949 Entscheidung des badischen Fußballverbandes sorgt für Unverständnis / Berichte der einzelnen Abteilungen

Das Vereinsangebot sorgt „für Belebung von Eberstadt“

Archivartikel

Eberstadt.Zum letzten Mal in seiner Funktion als Vorsitzender führte Willi Brandt durch eine Generalversammlung. Nach der Begrüßung zogen die Verantwortlichen des VfL eine überaus positive Bilanz, aus sportlicher aber auch aus finanzieller Sicht. Nach dem Gedenken an das verstorbene Ehrenmitglied Heinrich Wagner folgte ein umfangreicher Jahresbericht von Brandt. Als Veranstaltungshöhepunkt bezeichnete er den „Almabtrieb“, der durch den Förderverein des TSV Götzingen erstmals mit einer anschließenden Party in der Sporthalle in Eberstadt durchgeführt wurde.

Wichtiges Standbein

Kurz auf den sportlichen Verlauf eingehend, nannte Brandt den Pokalsieg noch als „VfL Mannschaft“ gegen den TSV Mudau und den Gewinn der Stadtmeisterschaft des SV Waldhausen nach der geglückten Bildung der Kooperation mit dem TSV Götzingen. Es folgte eine Übersicht über den Sportheimbetrieb, der nach Aussage des scheidenden Vorsitzenden nach wie vor ein äußerst wichtiges Standbein für den VfL darstelle. Brandt ging auch auf die zahlreiche erbrachten ehreamtlichen Stunden der Mitglieder ein sowie die Anschaffung eines Mähroboters für den Sportplatz und das Trainingsgelände. Brandt bedankte bei allen Helfern und Unterstützern, dem Förderverein und Ortschaftsrat sowie allen Mitgliedern für die gute Zusammenarbeit, auch im Rahmen des Jugendfußballs.

Hubert Knecht erwähnte in seinem Kassenbericht, dass der Verein finanziell auf einer soliden Basis stehe – dank des intensiven Sportheimbetriebes und den zahlreichen Veranstaltungen. Durch die Kooperation mit dem TSV Götzingen seien Mehrausgaben für neue Trikots und Trainingsanzüge erforderlich gewesen. Die Kassenprüfer Rudi Burkhardt und Heiko Häfner bestätigten eine einwandfreie Führung der Finanzen. Schriftführern Heike Brandt erinnerte in ihrem Bericht an weitere Veranstaltungen wie den bunten Abend im Rahmen der Fastnachtsveranstaltungen 2018.

Fußballabteilungsleiter Michael Schubert gab sodann einen umfangreichen Bericht über den kompletten Spielbetrieb ab, insbesondere über die Kooperation mit dem TSV Fortuna Götzingen. Den Gewinn der Stadtmeisterschaft bezeichnete er als guten Start der Zusammenarbeit. Im Zusammenhang mit der erforderlichen Neueinkleidung beider Seniorenmannschaften galt sein Dank den zahlreichen Sponsoren für die Unterstützung bei der Anschaffung der neuen Trikots und Trainingsanzüge. Auf die laufende Runde eingehend, führte der Abteilungsleiter aus, dass man mit dem derzeitigen fünften Tabellenplatz der ersten Mannschaft und dem dritten Tabellenplatz der zweiten Mannschaft sehr zufrieden sei.

Der Abteilungsleiter freute sich, dass man in der Winterpause mit Marius Neureuther einen Neuzugang zu verzeichnen hatte und für die kommende Runde 2019/20 bereits eine weitere Zusage von Jan Brunn vorliege, der nach einem Jahr vom TSV Rosenberg wieder zu seinem Stammverein zurückkehren wird.

Ärger über Verbandsentscheidung

Anschließend informierte der Fußballkreisvorsitzende Klaus Zimmermann über den Beschluss des Verbandsvorstands des Badischen Fußballverbandes bezüglich den beabsichtigen neuen Regelungen über die Namensgebung von Spielgemeinschaften, wonach künftig nur noch ein Vereinsname und keine Doppelnamen genehmigt werden sollen. Dies stieß bei den Verantwortlichen wie auch bei den Versammlungsteilnehmern auf großes Unverständnis. Die Regelung wurde seitens der Verantwortlichen und der Versammlungsteilnehmer als unsinnig bezeichnet und man werden dies so nicht hinnehmen. Es wurde vereinbart, dass diesbezüglich ein entsprechender Antrag beim Badischen Fußballverband bezüglich der Beibehaltung des Doppelnamens gestellt werden soll, was sicherlich auch im Interesse anderer Vereine sein werde. Man war sich geschlossen einig, dass eine Ablehnung des Antrages nicht hingenommen werden könne und man gegebenenfalls weitere Schritte unternehmen werde, so der Tenor der Verantwortlichen.

Es schloss sich der Bericht des verhinderten Jugendleiters Achim Häfner an, der vom scheidenden Vorsitzenden Brandt vorgetragen wurde. Dem Bericht war zu unter anderem zu entnehmen, dass auch im abgelaufenen Vereinsjahr eine gute Jugendarbeit mit den Nachbarvereinen TSV Götzingen, SV Schlierstadt und VfB Altheim betrieben wurde. Doch auch hierbei seien die nicht unerheblichen personellen Probleme im Rahmen der Jugendarbeit deutlich geworden. Der Jugendleiter bedankte sich abschließend beim VfL und dem Förderverein für die Unterstützung sowie bei den Jugendleitern und Betreuern der Spielgemeinschaften für die gute Zusammenarbeit.

Aus dem anschließenden Bericht der AH-Abteilung, der von Michael Schubert vorgetragen wurde, ging hervor, dass man sich aus Personalmangel und auch altersbedingt jeden Donnerstag zum „Fußballtennis“ in der Sporthalle trifft. Die Abteilung habe noch traditionell die Vatertagswanderung und das AH-Bergwandern sowie verschiedene Radtouren unternommen, was ein wichtiger Bestandteil der Aktivitäten neben den vielen geselligen Zusammenkünften darstelle.

Engagierte Damenabteilung

Anschließend referierte die Damenabteilungsleiterin Inge Brunner über das umfangreiche Angebot der Damenabteilung für jede Altersklasse. Den weiteren Ausführungen war zu entnehmen, dass das Montagsturnen (geleitet von Jutta Frey) und die Wirbelsäulengymnastik (Übungsleiterin Renate Gogollok) gut angenommen würden. Die Abteilungsleiterin freute sich, dass auch das Mutter-und-Kind-Turnen, das von Nicole Häfner geleitet wird, eine große Resonanz erhalte.

Ebenso treffe dies auf den Gymnastiktreff der Ü50-Damen unter der Leitung von Doris Jedelsky zu. Brunner führte weiter aus, dass das Angebot zwischendurch durch einen Zumba-Kurs bereichert werde, der ebenfalls einen großen Zuspruch aufzuweisen habe. Ein abschließender Dank galt allen Übungsleiterinnen und Verantwortlichen für ihr Engagement. Auf Antrag von Ortsvorsteher Nico Hofmann wurden der Vorstand und der Gesamtvorstand einstimmig entlastet. Auch die Neufassung der Vereinssatzung wurde einhellig beschlossen. Es folgten Grußworte des stellvertretenden Vorsitzenden und Fußballabteilungsleiters Martin Hornung vom TSV Götzingen sowie vom Vorsitzenden des Fördervereins des TSV Götzingen, Manuel Stieber, die in diesem Zusammenhang nochmals die harmonische Zusammenarbeit hervorhoben und dem neuen Vorstand des VfL viel Glück und Erfolg wünschten.

Anschließend überbrachte Ortsvorsteher Nico Hofmann die Grüße der Stadt Buchen und des Bürgermeisters Roland Burger sowie des Ortschaftsrates. Er beglückwünschte den VfL zu der äußerst positiven Entwicklung und lobte in diesem Zusammenhang die „ausgezeichnet“ funktionierende Kooperation mit Götzingen. Die vom Badischen Fußballverband in diesem Zusammenhang geforderte Namensgebung wurde seitens des Ortsvorstehers scharf kritisiert und stieß bei ihm auf Unverständnis. Hofmann führte aus, dass der VfL nach wie vor ein Bestandteil von Eberstadt sei, der ein breitgefächertes Angebot zu bieten habe. Eberstadt erfahre durch die umfangreichen Aktivitäten des VfL eine ausgezeichnete Belebung, worauf man stolz sein könne.