Buchen

Bödigheimer Ortschaftsrat tagte Die Zukunft des Bildungshauses bedarf der Einflussnahme

Den Schulstandort „nicht freiwillig preisgeben“

Bödigheim.Weil bei der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates von Bödigheim wegen des Fehlens von drei Räten die Beschlussfähigkeit nicht gegeben war, konnte auch die Niederschrift des Protokolls der vorhergehenden Sitzung nicht genehmigt werden. Denn einer der beiden bei der letzten Sitzung eingeteilten Protokollführer fehlte. Wegen der nicht gegebenen Beschlussfähigkeit entfiel zunächst auch die Beratung eines Bauantrages.

Die Arbeiten im und am Farrenstall wurden dank der Arbeiten des Bauhofes fortgesetzt. Diese „Gemeindescheuer“ wird von der Feuerwehr, den „Hannmertli“ und dem Heimatverein genutzt. Ein gemeinsamer Arbeits- und Lagerraum wird existieren, die Empore kann erreicht werden. Die Befahrbarkeit der Scheuer mit dem Umzugswagen der FG ist noch nicht geprüft worden, denn das neue verschließbare Rolltor weist eine niedrigere Durchfahrtshöhe auf. Ab dem kommenden Frühjahr ist die Zuständigkeit der drei Nutzer gegeben. Ein seit Jahren bestehender Wunsch nach der Verlegung der Fensterfront der Leichenhalle ist nun erfüllt. Die neue optisch gelungene Front kann zum Vorplatz hin geöffnet werden. Die Grundfläche im Inneren vergrößert sich um etwa 45 Quadratmeter. Für eine Übergangszeit von etwa vier bis sechs Wochen ist nur eine Teilnutzung der Gesamtfläche möglich, denn der Estrich muss aushärten und der Boden muss mit Fliesen belegt werden. Ins Auge gefasst ist die spätere nachfolgende Überarbeitung aller Fenster und der Innenanstrich. Bei 13 Friedhöfen im Stadtgebiet fallen die erwarteten Kosten doch erheblich ins Gewicht.

Berechtigte Wünsche des FC Germania haben zu einer Neuordnung in der Nutzung der Sporthalle geführt. Der FC übernimmt den Lagerraum zwischen Küchenbereich und Heizungsanlage, muss ihn aber während der Kampagne „unaufgefordert und geräumt“ der FG zur Verfügung stellen. Der Gastumkleideraum (Raum 3) ist bis Dezember aufgeräumt seiner Zweckbestimmung zuzuführen. Die derzeitige „chaotische Lagerordnung“ soll durch Anschaffung von verschließbaren Schränken behoben werden. Wenn hierbei die Vereinsförderung helfen sollte, wird hälftig auch das Ortsbudget in Anspruch genommen. Anträge auf Zuschüsse, so Ortsvorsteher Hermann Fischer, sollten aber auch an den Sportbund gestellt werden.

Der Backofen am Jugendhaus hat seinen Probelauf erfolgreich bestanden. Die Plane, die ehedem über die Terrasse gespannt war, ist zur Abgrenzung der Sitzfläche geeignet. Es ist also lediglich noch eine Abschirmung zur Schloss-Straße hin erforderlich.

In der öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrates vom 26. Juni sprach Ortschaftsrätin Amelie Pfeiffer das Thema Bildungshaus/Grundschule Bödigheim an und regte ein Statement des Rates an. Anlass dazu waren Überlegungen der Landesregierung, den Erhalt kleiner Grundschulen im ländlichen Raum aus Kostengründen auf den Prüfstand zu stellen.

Im Bödigheimer Bildungshaus bestehen geradezu optimale Zustände zur Weiterentwicklung: Kindergarten und Grundschule unter einem Dach, Spiel- und Bolzplatz sowie Turnhalle vorhanden, erfolgreiche Sanierung für mehrere hunderttausend Euro. Das Baugebiet „Innerer Hofacker“ in unmittelbarer Nähe hat junge Familien angezogen und ist offensichtlich Grund für Anfragen von Interessenten. All dieses formulierte Ortsvorsteher Fischer in einem Schreiben an Bürgermeister Roland Burger und bat um „Rückenwind“ bei den Gesprächen mit der Schulverwaltung.

Die umgehende Antwort des Bürgermeisters wurde auszugsweise verlesen. Sie enthält den beruhigenden Satz: „Die Stadt Buchen wird den Schulstandort Bödigheim nicht freiwillig preisgeben“. Weiter wurde ausgeführt, dass in den Standort erheblich investiert worden sei und dass das Bildungshaus einen hohen Stellenwert für die Familien in Bödigheim und Waldhausen habe. Man dürfe aber nicht nachlassen und müsse vor Ort die Abgeordneten in die Pflicht nehmen.

Zum Schutz der Kinder muss die Beschilderung des Verbindungsweges zwischen Kirchplatz und Bildungshaus verbessert werden. Eine Info-Veranstaltung der AWN über die Mülltrennung ist nicht mehr vorgesehen. Die von Helga von Rüdt überarbeitete Homepage des Ortes wird dankbar begrüßt. Die Sicherung der Tische im Geräteraum der Sporthalle war erforderlich und ist eine akzeptierte „Eigenmächtigkeit“ des Hallenwartes.

Bei einem Bedarf an Tischen, ist ein Antrag an die Ortsverwaltung zu stellen. Für die westliche Fensterfront der Sporthalle wird eine automatische Abschattung dringend gewünscht, da der Sportbetrieb für Kinder und Ältere in der im Sommer aufgeheizten Halle unzumutbar sei, so das Gremium. BW