Buchen

Vortrag bei der Kolpingsfamilie Stadtentwicklung als Thema

Der Charakter von Buchen blieb erhalten

Buchen.Einen sehr interessanten Einblick in die Buchener Baugeschichte erhielten die zahlreichen Zuhörer, die auf Einladung der Kolpingsfamilie Buchen dem Vortrag von Altbürgermeister Josef Frank folgten. Das frisch renovierte und voll besetzte Kolpingheim bot den passenden Rahmen für den Gang durch die Geschichte, seit der erstmaligen Erwähnung Buchens im Lorscher Codex bis hin zu den Herausforderungen einer zukünftigen Stadtentwicklung im 21. Jahrhundert.

Frank gelang es, ausgehend von der ältesten überlieferten Jagdkarte und einer damit bildlich überlieferten Darstellung Buchens, den Bogen baulicher und architektonischer Veränderungen der Stadt zu spannen. Den Schwerpunkt seiner Ausführungen nahm dabei erwartungsgemäß die Zeitspanne der Stadtsanierung ausgehend vom Beginn der 1970er Jahre ein, eine Zeit, in der Josef Frank als Bürgermeister Hauptverantwortung übernahm. Der Referent ließ die Zuhörer an seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz teilhaben, indem er nicht mit persönlichen Einschätzungen und Erlebnissen sparte. Kritisch bewertete er beispielsweise die von renommierten Stadtentwicklern angedachte Flächensanierung, bei der ganze Quartiere der Spitzhacke zum Opfer gefallen wären.

In Buchen bevorzugte man hingegen den Weg der Objektsanierung und konnte somit auch den Charakter dieser Kleinstadt erhalten. Dies wurde durch Fotografien längst vergessener Gebäude und Straßenzüge aufgezeigt. Immer wieder griff Frank dabei auch die Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur auf, die seiner Ansicht nach auch ein untrüglicher Beweis gelungener Stadtentwicklung darstellt. Bei seinem abschließenden Ausblick in die zukünftige städtebauliche Entwicklung Buchens spürte man noch einmal den Kommunalpolitiker Frank.

Die Vorsitzende der Kolpingsfamilie, Sandra Röckel, dankte am Ende Josef Frank für dessen Vortrag und lud die Anwesenden zu den weiteren Veranstaltungen ein. Christof Kieser