Buchen

Schwerpunktkontrolle auf der B 27 Zoll, Polizei und Arbeitsgemeinschaft Güterverkehr prüften Lkw-Fahrer

Die Schwarzarbeit im Visier

Zoll, Polizei und die "Bundesarbeitsgemeinschaft Güterverkehr" nahmen gestern bei Buchen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung ins Visier.

Buchen. Rund 25 Männer und Frauen von Zoll, Polizei und "Bundesarbeitsgemeinschaft Güterverkehr" bauten gestern Morgen eine große mobile Kontrollstelle am Parkplatz vor der Ausfahrt Buchen-Süd der Bundesstraße 27 auf.

Ins Visier nahmen sie Sprinter und Lastwagen, egal ob aus der Region oder aus dem Ausland. Einen konkreten Anlass gab es nicht, es handelt sich vielmehr um eine "verdachtslose Schwerpunktkontrolle", so ein Sprecher der Zollbeamten vor Ort.

Parkplatz war schnell voll

Zwei Beamte winkten die heranrollenden Fahrzeuge auf den Parkplatz, wo sich die Kontrolleure dann zu den Fahrern begaben und die Papiere in Augenschein nahmen. Beim dichten morgendlichen Verkehr war der Parkplatz schnell voll, so dass nicht jeder Lkw-Fahrer in den "Genuss" der Kontrolle kam.

Geprüft wird bei solchen Kontrollen unter anderem, ob bei ausländischen Arbeitnehmern die erforderlichen Arbeitsgenehmigungen vorliegen und ob steuerliche Pflichten eingehalten sind. Weiter sind die Kontrolleure Verstößen gegen das Aufenthaltsrecht und oder dem Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen sowie Leistungsmissbrauch auf der Spur. Oft werden bei diesen Kontrollen Meldepflichtverletzungen registriert, oder die Beamten stellen fest, dass die Fahrer die nötigen Ausweispapiere nicht dabei haben oder ohne Arbeitsgenehmigung beschäftigt sind.

Die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohnes, illegale Ausländerbeschäftigung, Leistungsbetrug, Scheinselbstständigkeit sind weitere Aspekte, die in Schwerpunktkontrollen geprüft werden. Welche und wie viele Ordnungswidrigkeiten oder Verstöße gegen Vorschriften gestern festgestellt wurden, will das zuständige Hauptzollamt Karlsruhe in den nächsten Tagen analysieren und berichten.