Buchen

Doch kein Schnäppchen

Archivartikel

Was zu Beginn der Planung wie ein Schnäppchen aussah, entpuppt sich zusehends als Vorhaben, das den jahrelangen Sanierungsstau ans Tageslicht bringt – aus alt neu zu machen hat nun mal seinen Preis.

Neun Millionen Euro an Baukosten standen zunächst im Raum, der städtische Anteil wurde nach Abzug der Fördergelder bei sechs Millionen angesiedelt. Doch der Traum von einer derart kostengünstigen Umbau- und Erweiterungsmaßnahme am Burghardt-Gymnasium war schnell ausgeträumt. Schon im Februar 2018 wurde das Projekt auf 15,8 Millionen Euro taxiert, die Stadt sollte einen Eigenanteil von rund 7,9 Millionen Euro aufbringen. Im Juli dann die nächste Korrektur. Diesmal ging es jedoch „nur“ um eine Million nach oben, verbunden mit der guten Nachricht, dass der Anteil der Stadt – sollte es aus allen Fördertöpfen munter sprudeln – nicht weiter ansteigt.

Am Donnerstag war dann doch eine gewisse Ernüchterung im Gremium spürbar. Abermals schnellen die Kosten um 4,1 Millionen Euro in die Höhe – die Stadt muss 11,3 Millionen aus der eigenen Tasche zahlen. Auch der Verweis auf weitere Unbekannte sorgte bei manchem Stadtrat für Sorgenfalten. Um eine weitere Erhöhung der Gesamtsumme zu prognostizieren, bedarf es wahrlich keiner hellseherischen Fähigkeiten. Einziger Trost: Eine wirkliche Alternative hätte es nicht gegeben.