Buchen

56. Frohburger Dreiecksrennen 18 Einsatzkräfte des Rotkreuz-Kreisverbandes Buchen unterstützten ihre sächsischen Freunde vom DRK-Kreisverband Geithain

DRK-Helfer hatten auch dieses Mal alle Hände voll zu tun

Archivartikel

Buchen.In die Rennstadt Frohburg in Sachsen fuhren 18 Einsatzkräfte des DRK-Kreisverbandes Buchen, um dort ihre Freunde des DRK-Kreisverbandes Geithain beim Sanitätsdienst zu unterstützen.

Beim 56. Frohburger Dreieckrennen sahen zehntausende Zuschauer an der Rennstrecke an zwei Tagen die Fahrkünste von mehr als 200 Fahrern aus 17 Nationen, darunter auch zahlreiche Akteure aus der absoluten Weltspitze. Die Bedingungen auf der Strecke hätten unterschiedlicher kaum sein können. Verwöhnte am Samstag noch herrlicher Sonnenschein und eine trockene Strecke Zuschauer und Akteure, bot der Rennsonntag dichte Wolken und zum Schluss Starkregen, weshalb das letzte Rennen wegen Überflutung der Rennstrecke abgesagt werden musste.

Kein Wunder, dass es an den beiden Renntagen immer wieder Überraschungen auf dem Kurs gab. Favoriten gaben wegen technischer Probleme auf und Außenseiter fuhren stattdessen aufs Treppchen.

Die Rotkreuzler aus dem Kreisverband Buchen reisten bereits am Donnerstag an und feierten mit ihren Freunden aus Sachsen ein frohes Wiedersehen, nachdem eine Abordnung aus Sachsen bereits zum Hoffest des DRK Hardheim im Juli im Neckar-Odenwald-Kreis zu Besuch war.

Am Freitagvormittag reiste die ganze Gruppe nach Leipzig zu einer Besichtigung des Cargo-Flughafens Leipzig-Halle, bei der Wissenswertes zum Ablauf eines Frachtflughafens erläutert und natürlich auch die Rettungsdienste des Flughafens besichtigt wurden. Am Freitagnachmittag und -abend wurden die ersten Vorbereitungen für den Einsatz getroffen und es folgte der Aufbau des Behandlungsplatzes, der Sanitätsstationen und Erste-Hilfe-Einrichtungen entlang der Rennstrecke.

Von 6 Uhr morgens bis in die späten Abendstunden waren die Rotkreuzhelfer rund um die Strecke auf dem Posten für verletzte Fahrer und Zuschauer. Und immer dann, wenn man dachte, dass eigentlich alles vorbei sei, kam es regelmäßig zu spektakulären Einsätzen, so dass an beiden Tagen die Arbeit nicht ausging.

Zum 27. Male waren die Ehrenamtlichen aus dem DRK-Kreisverband Buchen bei ihrem Partnerverband im Einsatz. Das Einsatzteam reiste unter der Leitung von Tim Stolzenberger (Hardheim) mit Beate Zich (Buchen), Ayleen Adelmann, Bianca Klingert, Vera Stolzenberger, Daniel Trabold, Matthias Rathmann, Sabrina Eschenbach (Hardheim), Eva-Maria Klingert-Burger (Tauberbischofsheim) Timo Häfner, Benno Henn, Bernhard Streckert, Fabian Streckert, Kim Weber, Ronja Weber, Wolfgang Weber (Höpfingen), Alexander Gehrig (Osterburken) und Robin Arns (Sennfeld). Sie alle waren Teil eines ehrenamtlich tätigen, imposanten Helferaufgebots: Rund 90 Einsatzkräfte des DRK aus Sachsen und Baden sowie etwa 70 Helfer des Motorsportclubs Frohburg waren an beiden Tagen rund um die Strecke postiert. Dazu kamen noch fünf Notärtze, sechs Kranken-transportwagen und vier Rettungswagen.

Ein „Doctor“-Fahrzeug, welches in der Einführungsrunde und der ersten Rennrunde direkt hinter dem Feld mitfuhr, rundete die Gruppe der Einsatzfahrzeuge ab. In diesem waren ein Notarzt, ein Notfallsanitäter und ein Fahrer des MSC-Frohburg mit einer Rennlizenz, damit in der kritischen Phase des Startvorgangs, sofortige Hilfsmaßnahmen eingeleitet werden konnten, sollte sich ein Unfall ereignen.

Regenbedingt – teilweise waren die Einsatzkräfte vor dem Rennabbruch bis auf die Haut durchnässt – konnten sich die badischen Einsatzkräfte bereits eine Stunde früher auf die etwa 400 Kilometer lange Heimfahrt machen. Nach wenigen Kilometern auf der Autobahn kam man unverhofft zu einem Verkehrsunfall, der sich unmittelbar vor dem DRK-Konvoi ereignet hatte. Die Rettung, Absicherung und Erstversorgung der fünf Unfallbeteiligten bis zum Eintreffen des regulären Rettungsdienstes aus Sachsen, erforderte eine einstündige Zwangspause.

Auf der A 9 von Leipzig in Richtung Bayreuth machten sich dann die Auswirkungen des Unwetters bmerkbar: Durch mehrere umgestürzte Bäume quer über die Autobahn, musste man diese verlassen und sich über Landstraßen einen Weg suchen.

Glücklich, ohne weitere Zwischenfälle und müde waren alle dann am Montagmorgen gegen 1.30 Uhr wieder zuhause. hs