Buchen

Lebenshilfe Buchen Die beiden Gebäude des Zentrums an der Mehrzweckhalle Hainstadt werden durch einen Verbindungsbau zur Einheit

„Ein echtes Werk der Integration“

Archivartikel

Die beiden Gebäude der Lebenshilfe nahe der Mehrzweckhalle Hainstadt sind jetzt eine Einheit. Dafür wurden 130 000 Euro in einen Verbindungsbau investiert.

Hainstadt. Unter großem Publikumsinteresse wurde am Samstag der neue Verbindungsbau des Lebenshilfezentrums nahe der Mehrzweckhalle nach rund einjähriger Bauzeit eingeweiht.

Wie Vorsitzender Bernd Rathmann nach der Begrüßung betonte, zeichnete sich nach der Einweihung des Lebenshilfezentrums vor vier Jahren mancher räumliche Engpass ab. „Auch wurde der Traum gehegt, trocken und überdacht von einem Haus ins andere zu kommen“, erinnerte er. Umso erfreuter sei er über die Einweihung des Verbindungsbaus, der als „echtes Werk der Integration“ anzusehen sei, betonte Rathmann.

130000 Euro wurden investiert. Die Stadt Buchen bezuschusste das Bauprojekt im Rahmen der Vereinsförderung mit 15 000 Euro, während der ELR-Fördertopf (Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum) des Landes Baden-Württemberg 38 000 Euro bereitstellte.

Rathmann nutzte die Gelegenheit zum Dank an die Kommune, die Banken, Handwerker und Ehrenamtlichen sowie für jede weitere materielle oder ideelle Unterstützung. Manches Hindernis habe man überwinden müssen, „doch mit Wenn und Aber kann wenig erreicht werden“, so der umtriebige Vorsitzende.

Das Verbindungsglied zwischen den Häusern lasse das Lebenshilfezentrum zum „geschlossenen Komplex, in dem Integration gelebt wird“ reifen.

Anschließend Ernannte Rathmann Peter Balles und August Münch zu Ehrenmitgliedern und dankte ihnen mit der Silbernen Ehrennadel und Urkunden für ihr Engagement rund um die Lebenshilfe und das Zentrum. Ein Lob gab es für Sigi und Paul Ender, die sich als „stille Helden des Hintergrunds“ in vielfacher Weise für die Lebenshilfe einsetzen.

Die Grußworte eröffnete MdB Alois Gerig, der zur Einweihung des Anbaus gratulierte: „Die Lebenshilfe leistet Großartiges, indem sie Menschen mit und ohne Handicap miteinander verbindet“, erklärte er und entbat „Glückauf“ für die Zukunft.

Voll des Lobes wandte sich auch Landrat Dr. Achim Brötel an die große Lebenshilfefamilie. „Was ihr anpackt, gelingt auch“, stellte er fest und bezeichnete die Gruppe als „Gemeinschaft mit vielen sich gegenseitig ergänzenden Talenten, die vieles ermöglichen“. Bürgermeister Roland Burger erinnerte an die zahlreichen Aktionen, die Angehörige entlasten und Menschen neue Perspektiven schaffen. Durch die zusätzliche Nutzung durch weitere Vereine und Gruppen seien die ehemaligen Asylbewerberheime „ein wahres Gemeindezentrum für alle“ geworden.

Eine höchst angenehme Überraschung gab es bei der Schlüsselübergabe: Architekt und Bauleiter Nico Hofmann händigte Bernd Rathmann nicht nur den symbolischen Schlüssel aus, sondern übergab auch einen Scheck über 4000 Euro. Doch damit nicht genug: Für die Theatergruppe „Reihe 14“ überbrachten Elke Gramlich und Michael Henk eine weitere Spende in Höhe von 2000 Euro und bedankten sich dafür, die Räumlichkeiten nutzen zu dürfen.

Die Segnung erfolgte durch Pfarrerin Irmtraud Fischer und Diakon Gerhard Gramlich, der den Verbindungsbogen zwischen den Häusern mit einem schillernden Regenbogen verglich. „Die Lebenshilfe garantiert echte Hilfe zum Leben“.

Mit ansprechenden und sympathischen Darbietungen bereicherten die von Martin Grollmuss geleiteten „Happytones“ als „Hausband“ der Lebenshilfe sowie Verena Rathmann den Nachmittag. Beim „Tag der offenen Tür“ am Sonntag fanden sich zahlreiche Interessierte in den Räumlichkeiten der Lebenshilfe ein, wo auch Informationen über die Tätigkeiten und Angebote gegeben wurden.