Buchen

Burghardt-Gymnasium Buchen Gemeinsames Konzert am 9. Juni in Montereau zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren

Ein Zeichen für Frieden und Völkerverständigung setzen

Archivartikel

Buchen.Seit 1970 besteht eine offizielle Städtepartnerstadt der Stadt Walldürn mit der Stadt Montereau-Fault-Yonne bei Paris. Im Jahr 2007 vermittelte der damalige stellvertretenden Schulleiter des Burghardt-Gymnasiums Buchen, Herbert Kilian, einen Schüleraustausch des BGB mit dem Collège Paul Eluard in Montereau. Da auch sehr viele Walldürner Kinder und Jugendliche das Burghardt-Gymnasium in Buchen besuchen, bildet dieser Austausch eine willkommene Ergänzung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Walldürn und Montereau. Seither findet jährlich ein Austausch zwischen den beiden Schulen statt, der von der Französischlehrerin Tina Kull organisiert und durchgeführt wird. Zahlreiche feste Freundschaften zwischen Schülern und Lehrern haben sich entwickelt.

In diesem Jahr wird der Austausch durch ein ganz besonderes Projekt ergänzt: Die beiden Schulen, das Collège Paul Eluard Montereau und das Burghardt-Gymnasium Buchen, möchten zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren mit einem gemeinsamen Konzert am 9. Juni in Montereau ein Zeichen für Frieden und Völkerverständigung setzen. Hierzu reist der Schulchor des Burghardt-Gymnasiums Buchen nach Frankreich und wird mit 135 Sängerinnen und Sängern ein Liedprogramm vortragen, das mit Popsongs, französischen Chansons und Filmmusik einen Bogen vom Krieg zum Frieden bis zu einer Zukunftsvisionen für eine bessere Welt spannt.

Die französische Partnerschule steuert schauspielerische Einlagen, Akrobatik, Lichtspiele und Ausstellungen bei. Auch Markus Günther, der Bürgermeister der Stadt Walldürn, wird zum Konzert nach Montereau reisen.

Besuch von Verdun

Die Fahrt wird durch die Stadt Walldürn und den Verein der Freunde des Burghardt-Gymnasiums finanziell unterstützt. Auf der Hinfahrt nach Montereau wird die deutsche Gruppe die Kriegsgräber-Gedenkstätte in Verdun besuchen. Die deutschen Chorsänger werden teilweise in Gastfamilien untergebracht, was die Völkerverständigung noch untermauert

Vor den Osterferien startete das Chorprojekt am BGB mit einem Probetag. Die beiden Chorleiter Karolin Schork und Jochen Schwab zeigten sich erfreut über die große Resonanz und die Motivation der jungen Sänger. Auch einige Eltern wirken beim Projekt mit. Um die Chorsänger inhaltlich einzustimmen, konnte der Hornbacher Rainer Handwerk für einen Vortrag gewonnen werden. Er hat als ehrenamtlicher Mitarbeiter des Buchener Bezirksmuseums Photos aus der Sammlung Karl Weiß digital aufbereitet. Seine Worte und die Bilder französischer Kriegsgefangener, die in Buchen und Umgebung untergebracht waren, berührten die anwesenden Sänger sehr und ermöglichten es, in die Zeit vor 100 Jahren einzutauchen. Die Bilder können in der Plattform museum-digital.de eingesehen werden. Sbh