Buchen

Katholische Frauengemeinschaft Götzingen Neues Führungsteam gewählt / Auch Anni Holderbach scheidet nach 16 Jahren aus dem Vorstand aus

Elisabeth Hell legte nach 32 Jahren ihr Amt nieder

Götzingen.In eine neue Ära startete die derzeit 57 Mitglieder zählende kfd-Ortsgruppe Götzingen, die bei ihrer Generalversammlung in der Pfarrscheune eine neue Führunscrew wählte. Nach einer kurzen Rückblende informierte die Vorsitzende Elisabeth Hell, dass sie nicht mehr für das Amt kandidieren werde, und übergab das Wort an Schriftführerin Anni Holderbach für den Tätigkeitsbericht. Diese ließ detailliert den Jahresverlauf Revue passieren, weckte Erinnerungen an die vielfältigen Aktivitäten wie Vorträge, Exkursionen, kirchliche Termine, gesellige Treffen sowie auch die Kontaktpflege mit anderen Ortsgruppen.

Nachmittage gut besucht

Anschließend berichtete Renate Lorenz über die auch für Nichtmitglieder offenen und gut frequentierten monatlichen Kaffee- und Themennachmittage, bei denen unterschiedlichste Themen aus Kirche und Gesellschaft sowie dem Alltagsleben behandelt wurden.

Den Finanzbericht erstattete Kassenwartin Ilona Jäger, der die Prüferinnen Isolde Schröpfer und Mechthild Link eine einwandfreie Kassenführung bescheinigten. Daraufhin wurden ihr und dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Die scheidende Vorsitzende Elisabeth Hell dankte den Frauen für die rege Annahme der diversen Angebote, Pfarrer Johannes Balbach für die Unterstützung sowie ihren Mitstreitern im Team, den Vorbeterinnen in der Kirche und den beim Blumenschmuck der Kirche engagierten Frauen. Für die emsigsten Besucherinnen und Teilnehmerinnen bei den Aktivitäten hatte sie Blumenpräsente parat: Helma Götzinger und Inge Jaufmann, die alle Termine wahrnahmen, sowie Ingrid Ehrenfried und Hildegard Holderbach, die lediglich einmal fehlten. Blumen gab es auch für die ältesten kfd-Mitglieder Erna Kaidel mit 99 Jahren und Ella Heberle mit 92 Jahren.

Fortbestand gewährleisten

Vor der satzungsgemäß anstehenden Vorstandsneuwahl erklärte Hell, dass sie nach 36 Jahren Mitarbeit im Vorstand – davon 32 Jahre als Vorsitzende – nicht mehr kandidieren werde. Auch Anni Holderbach werde nach 16 Jahren ausscheiden. Man habe sich aufgrund der Bedeutung der seit 1877 bestehenden Frauengemeinschaft für das dörfliche Zusammenleben Gedanken gemacht, wie der Fortbestand gewährleistet werden könne. Das Konzept sah die Wahl eines fünfköpfigen Führungsteams vor, das intern die Aufgabenverteilung regeln solle. Die vorgeschlagenen Kandidatinnen stellten sich und ihre Ideen der Versammlung vor und wurden dann gewählt: Judith Heinnickel, Petra Link, Renate Lorenz, Anna-Maria Heinnickel und Ilona Jäger.

Im Namen des neu gewählten Führungsteams bedankte sich Heinnickel für das Vertrauen und versicherte, dass man engagiert die Aufgaben angehen wolle, wobei die Gewinnung neuer Mitglieder obenan stehe. Sie bat alle um tatkräftige Unterstützung und Mitarbeit. Sie dankte Elisabeth Hell für ihr langjähriges Engagement, zollte Anerkennung für deren Einsatz und überreichte ihr und Anni Holderbach ein Dankpräsent. Hell bedankte sich dafür, zog mit „einem weinenden und einem lachenden Auge“ noch ein kurzes Resümee über ihre Amtszeit, dankte ihren Wegbegleitern und wünschte der Ortsgruppe, der sie verbunden bleibt, alles Gute.

Pfarrer Balbach schloss sich bei seinem Grußwort an die Versammlung dem Dank an die ausscheidenden Vorstandsmitglieder an und überreichte ihnen ebenfalls Präsente. Er sehe die kfd-Ortsgruppe in Götzingen als eine gute und lebendige Gemeinschaft, die einen großen Beitrag leiste zum Leben der Dorfgemeinschaft und in der Kirchengemeinde.

Er registriere mit großer Freude das Engagement der Frauen und finde es sehr traurig, dass die volle Gleichberechtigung in Kirche und Gesellschaft noch immer nicht Realität sei. jm