Buchen

„Kinoareal“ in Buchen Gemeinderat hat die Fläche für eine gewerbliche Nutzung reserviert / Machbarkeit wird geprüft

„Es gab zwei potenzielle Investoren“

Archivartikel

Buchen.Mit dem Grundstückskauf „Kinoareal“ im Zentrum hatte die Stadt im Herbst 2016 ein Gebäude in guter Lage in ihren Besitz gebracht – Interessenten dafür gibt es.

„Es gab zwei potenzielle Investoren, die sich für das Gebäude interessiert haben“, erklärte gestern Bürgermeister Roland Burger auf FN-Anfrage. Demnach wollte einer der Investoren die große Entwicklungsfläche in der Innenstadt mit rund 700 Quadratmetern für Wohnungen nutzen, der andere im gewerblichen Bereich.

Der Gemeinderat habe nun die Fläche für die gewerbliche Nutzung reserviert. „Derzeit wird die Machbarkeit geprüft, mehr kann ich dazu noch nicht sagen“, so der Bürgermeister. Er gehe aber davon aus, dass noch vor der Sommerpause ein Prüfergebnis vorliege. Von Anfang an habe die Stadt mit dem Kauf auf die Entwicklung des Gebietes gesetzt, nachdem nacheinander Kino, Kneipe und Laden geschlossen hatten.

Einst ein Bauernhof

Anfang der 50er Jahre befand sich dort, wo heute noch das Gloria-Kino steht, ein Bauernhof. 1954 errichtete Heinrich Müssig das Odin-Filmtheater. Es hatte 650 Sitzplätze und eine Theaterbühne. Zwei Jahrzehnte später wurde das Kino komplett umgebaut und der Kinosaal – reduziert auf 180 Plätze – ins Obergeschoss des Gebäudes verlegt. 1996 wurde aus dem Odin- das Gloria-Kino. Gleichzeitig wurde der große Kinosaal in zwei kleinere Säle umgebaut. Anfang des neuen Jahrtausends planten die Speiser-Kinobetriebe einen Neubau in der Walldürner Straße, dessen Umsetzung jedoch nie realisiert wurde. Alfred Speiser schlitterte in die Insolvenz.

2005 übernahm die Firma „Movietown“ aus Hoppstädten-Weiersbach als Betreiber sowohl das Gloria-Kino in Buchen als auch die Löwenlichtspiele in Walldürn. Nach fast sechs Jahrzehnten Kinogeschichte in Buchen, endete der Betrieb des „Gloria“ am 6. Juni 2010.