Buchen

Karl-Trunzer-Schule in Buchen Nach 34 Jahren wurde Marianne Öppling in einer kleinen Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet

„Fünf-Sterne-Köchin“ für ihr Wirken gewürdigt

Archivartikel

Buchen.Eine Institution geht. Anders lässt es sich wohl nicht beschreiben, wenn eine verdiente Lehrkraft nach 34 Jahren eine Schule verlässt. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Anbau der Karl-Trunzer-Schule wurde Marianne Öppling in den Ruhestand entlassen. Auch wenn Schulleiter Walter Scheuermann ihr nach Überreichung der Pensionierungs-Urkunde schöne Dauerferien wünschte, so „bleibst du doch ein Teil der Schule und des Kollegiums“. Zusammen mit diesem sowie ihrer Familie und weiteren Wegbegleitern feierte sie ihren letzten Tag an der KTS mit einem gemütlichen Beisammensein.

Für das Rahmenprogramm sorgten Schüler verschiedener Klassen. Die Klassen 6a und b überbrachten der scheidenden Lehrerin einen ganzen Strauß an Herzenswünschen und boten das Lied „Lieblingsmensch“ dar. Schülerinnen der 8a hatten die Ballade „John Maynard“ von Theodor Fontane auf den Kochunterricht von Marinanne Öppling umgemünzt, wobei sie sich nicht scheuten, ihre Missgeschicke zu verraten. Während sie ihrer Lehrerin eine Krone für ihre Geduld, ihr offenes Herz und ihre Ausdauer überreichten, stattete die 8b die „Fünf-Sterne-Köchin“ zusätzlich mit einer von allen unterschriebenen Schürze und einem Rezeptbuch aus. Und die SMV hatte als Dank für die immer bestens organisierte Verpflegung an Schulveranstaltungen ein Fotoalbum zusammengestellt.

Beiträge des Kollegiums

Abgerundet wurde das Programm durch Beiträge des Kollegiums. Während der „Lehrerchor“ eine umgedichtete Version des Liedes „Das bisschen Haushalt“ zum Besten gab, hatten Benjamin Mechler und Nadja Geier eine humorvoll gestaltete Bilderpräsentation vorbereitet - frei nach dem Motto „What happens in KTS, stays in KTS“. Bei der Reise durch ihre Vergangenheit, von der Steinzeit bis heute, hatten die lieben Kollegen ihre Fast-Pensionärin überall gesichtet - sogar bei einem Woodstock-Festival und auf dem Mond. Und eine weitere Fotomontage sorgte gar dafür, dass Marianne Öppling von Barack Obama persönlich den Verdienstorden überreicht bekam. Die Lacher auf ihrer Seite hatten sie auch, als sie der Hauptperson der Veranstaltung - baumelnd in einem Bilderrahmen - ihr legendäres Sitzkissen überreichten, mit dem sie jahrelang ihren Platz im Lehrerzimmer markiert hatte.

„Nun ist das Schulziel erreicht“, hatte Konrektorin Birgit Martini bei ihrer Begrüßung gesagt, „Frau Öppling hat ihre Abschlussprüfung mit Bravour gemeistert“. Mit Bravour unter anderem deshalb, weil die Schule seit vielen Jahren bezüglich der Verpflegung bei sämtlichen Festen und Feiern auf Öppling bauen konnte. Und weil sie mit ihren vielen positiven Eigenschaften wie Einsatz- und Hilfsbereitschaft, Ordnungssinn und Verantwortungsbewusstsein als Vorbild voran ging.

Viele Tätigkeiten

„Abschied nehmen ist die intensivste Form des Zusammenlebens“, startete Schulleiter Walter Scheuermann seinen Rückblick auf Öpplings Vergangenheit – von der gemeinsam gedrückten Schulbank auf dem BGB bis hin zu ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum 2015. Er gab einen Abriss über die Fortbildungen und ihre vielen Tätigkeiten für die Belange von Schule und Kollegium, die weit über den Unterricht hinausgingen. Mit ihrer Aufgeschlossenheit und Kooperationsfähigkeit und ihrem Talent für die Förderung der Geselligkeit habe sie einen großen Teil zu einem guten Schulklima beigetragen. „Nicht nur deshalb wirst du auch nach deinem heutigen Ausscheiden aus dem aktiven Lehrerdasein ein Teil der KTS bleiben“, so Scheuermann. Beruflich hatte es Öppling nach dem Studium zunächst in verschiedene Schulen des Neckar-Odenwald-Kreises verschlagen, ehe sie an der damaligen Nachbarschaftshauptschule Buchen landete, wo sie nun ihr „sehr erfolgreiches Arbeitsleben“ beendete. In seiner Rede nannte der Rektor die Pensionärin eine „echte Mannschaftsspielerin“ und bedankte sich im Namen des Kollegiums für die vertrauensvolle und effektive Zusammenarbeit, ihre Hilfsbereitschaft und das immer bestens organisierte leibliche Wohl.

Mit der Überreichung der Pensionierungs-Urkunde des Landes Baden-Württemberg, einem Blumenstrauß und Präsenten verabschiedete Scheuermann eine sichtlich gerührte Marianne Öppling in den „Unruhestand“, für den er mit einer Power-Point-Präsentation Tipps und Wünsche parat hielt. Diese enthielten alle den gleichen Tenor: „Bleib gesund, ergreif das Glück, genieß dein Leben, verliere deinen Humor nicht... und besuch uns mal!“