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Theatergruppe im Sportfischerverein „Rinschbachtal Götzingen“ Mit „Spuk im Pfarrhaus“ von Erwin Koch für gute Unterhaltung gesorgt

Für einige Stunden Spaß und Freude geboten

Götzingen.Zahlreiche Verwirrungen und überraschende Wendungen sowie verblüffende Wortspiele begleitet von ergötzlichen Lachsalven und immer wieder spontanen Beifallsbekundungen bildeten die Ingredienzien eines gelungenen Laienspielabends unter dem Titel „Spuk im Pfarrhaus“. Die Theatergruppe im Sportfischerverein „Rinschbachtal Götzingen“ brachte übers Wochenende an zwei Aben-den diesen witzigen und kurzweiligen Dreiakter von Erwin Koch zur Aufführung. Bei beiden Vorführungen präsentierte sich die Festhalle voll besetzt, für die Darsteller sicher sehr erfreulich und auch die Basis für ein erfolgreiches Lustspielspektakel. Michael Heß hieß die Besucher im Namen der Theatergruppe willkommen. Er verwies darauf, dass die Gruppe sich heuer zum 22. Male auf der Bühne präsentiere und dass Rudi Mühlig bei allen 22 Aufführungen mit von der Partie war. Dieser Einsatz wurde mit viel Applaus bedacht.

In dem alten Pfarrhaus der Gemeinde soll nach der Überlieferung Gustavio Halslos, der Geist eines früheren umstrittenen Pfarrers, sein Unwesen treiben und spuken. Niemand nimmt diese Aussage ernst, keiner glaubt wirklich an den Spuk, bis sich die Ereignisse im Pfarrhaus dann doch regelrecht überschlagen.

Das Gaunerpaar Erwin (Franz Scharf) und Lara Blattschuß (Anette Mohr-Wachter) wollen die Vakanz nach dem Tod des Dorfpfarrers nutzen, in der Pfarrkirche die Statue des Heiligen Antonius zu stehlen und auch den Opferstock auszurauben. Sie werden dabei von der sich stets auf Männersuche befindlichen Alten Jungfer Agnes (Simone Holderbach) gestört und flüchten in ihrer Not ins Pfarrhaus wo die verwitwete Pfarrköchin Ilse Spukhenne (Katja Hemberger) gerade den neuen Pfarrer erwartet.

Sie glaubt aufgrund der Mönchskutte des Erwin Blattschuß mit dem Diebspaar den neuen Pfarrer und seine Köchin vor sich zu haben. Sie wird allerdings den Beiden gegenüber zusehends kritischer und findet dabei Unterstützung durch Alois Drachenzahn (Rudi Mühlig), den Mesner und Hüter des Mess-weins, sowie Jakob Tiefleger (Michael Heß), den Totengräber, die beide sehr trinkfreudig sind und ledig, da sie den Umfang ihres Durstes selbst bestimmen wollen. Nun hat natürlich Erwin keine Ahnung von den Aufgaben eines Ge-meindepfarrers, daher bringen ihn eine anstehende Beerdigung sowie die Hochzeit der schwangeren Beate (Shirin Fischer) mit Jan (Bert Antreter) sichtlich ins Schleudern. Die vorbereitenden Gespräche führen schnell zu Missverständnissen. Vor allem als sich dann vermeintlich auch noch der Papst einschaltet, wird das Chaos immer größer.

Besonders als auch noch der Geist von Gustavio Halslos (Paul Hemberger) erscheint, geht es im Pfarrhaus völlig drunter und drüber. Als zudem noch Fridolin Mondkälbchen (Hermann Mayer), der neue Gemeindepfarrer, auftaucht ist das Tohuwabohu perfekt. Jungfer Agnes schlägt in Wort und Tat um sich, weitere Akteure verwandeln sich in völlig andere Persönlichkeiten. Totengräber Jakob wird Winnetou, Pfarrköchin Ilse wandelt sich in Apanatschi und selbst Pfarrer Fridolin fühlt sich als Old Shatterhand. Gemeinsam gehen sie auf die Suche nach dem gestohlenen heiligen Antonius. Als diese überraschend wieder auftaucht, wird alles noch wunderlicher...

Es gelang dem Ensemble mit seinen engagierten Darbietungen einmal mehr, die Götzinger Laienspieltradition fortzuführen und den Besuchern damit für einige Stunden Spaß und Freude zu bereiten. Für ihre Leistung durften die Laien-spieler reichlich Applaus entgegennehmen, sie wurden durch Michael Heß begleitet von starkem Einzelapplaus einzeln vorgestellt. Heß dankte allen für ihren Einsatz, gerade auch während der langen Probenzeit, und zeichnete Jessica Heß und Bert Antreter für ihr zehnmaliges Mitwirken aus.

Der Theatergruppe zollte er Dank, auch Melanie Broker in der Maske, Jessica Heß als Souffleuse und Carsten Hemberger in der Technik, sowie allen, die zum Gelingen beigetragen haben. jm