Buchen

Gesundheitszentrum Medizinische Versorgung auf 1500 Quadratmetern im Buchener Zentrum / Frequenzbringer für die Innenstadt

„Funktionales und ästhetisches Gebäude“

Archivartikel

Das neue Gesundheitszentrum in Buchen verbessert nicht nur die ärztliche Versorgung, sondern ist mit 500 Patienten am Tag auch ein Frequenzbringer für die Innenstadt.

Buchen. „Helle, freundliche Räume“ dürften Eigenschaften gewesen sein, die bei der offiziellen Einweihung des Gesundheitszentrums am Musterplatz am Samstagvormittag am häufigsten genannt wurden, und das nicht nur von den offiziellen Rednern, sondern auch von den vielen Gästen bei der sich anschließenden Besichtigung. Auf rund 1500 Quadratmetern sind nach 18 Monaten Bauzeit in der Wilhelmstraße, unterhalb des Musterplatzes, Räume für sechs Praxen sowie eine Wohnung unterm Dach entstanden.

Die Besucher drängten sich im großzügig angelegten Empfangsbereich der Praxis Dres. Häfner und Schmitt im Erdgeschoss. Die Internisten Dres. Kirsten und Kurt Häfner sowie Andreas Schmitt begrüßten rund 150 geladene Gäste, Angehörige sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Wir feiern heute auch das Jubiläum der zehnjährigen Übernahme unserer Praxis“, verkündete Dr. Schmitt. Er lobte die zentrale Lage des neuen Hauses und freute sich gemeinsam mit Kurt Häfner darüber, dass ein „funktionelles und ästhetisches Gebäude“ entstanden sei. Jetzt hoffe man darauf, dass die Stadt die Wilhelmstraße bald sanieren werde.

Genau dies stellte Bürgermeister Roland Burger in seinem Grußwort in Aussicht. Die Baumaßnahme sei für dieses und nächstes Jahr geplant. So sollen Parkplätze vor dem Gesundheitszentrum angelegt und neue Gehwege vom Musterplatz bis zur Innenstadt geschaffen werden. „Das Gesundheitszentrum ist ein Segen“, freute sich der Bürgermeister über den Neubau. Er wies darauf hin, welch große Bedeutung eine gute ärztliche Versorgung für eine immer älter werdende Bevölkerung einnehme. Mit 70 niedergelassenen Ärzten unterschiedlicher Fachrichtung sei Buchen noch recht gut ausgestattet. Er erinnerte daran, dass es kürzlich gelungen sei, eine neue Kinderärztin nach Buchen zu holen. Burger attestierte den Bauherren „Fingerspitzengefühl und Sensibilität“ bei der Planung und Realisierung des Gebäudes, denn es füge sich gut in die Umgebung ein.

Auch MdB Alois Gerig beglückwünschte die Ärzte zu ihrem neuen Domizil. „Es ist ein schönes und nützliches Gebäude im Zentrum. Das ist etwas Besonderes!“, sagte er. Eine ausreichende medizinische Versorgung sei wichtig, damit die Menschen auf dem Land wohnen blieben. „Wir wollen dafür sorgen, dass die Menschen hier medizinisch gut versorgt werden“, versprach der Abgeordnete.

Auch Landrat Dr. Achim Brötel wies auf die Zentralitätsfunktion hin, die das neue Bauwerk für Buchen erfülle. „Die Bündelung medizinischer und therapeutischer und gesundheitsbezogener Kompetenzen an einem Ort ist mit Sicherheit ein zukunftsfähiger Weg“, sagte er. „Die Stadt Buchen hat damit ihren Zentralitätsfaktor eindeutig gesteigert.“ Für die Innenstadt sei das neue Zentrum mit bis zu 500 Patienten am Tag ein „Frequenzbringer“.

Bankdirektorin Karin Fleischer von der Volksbank Franken lobte den „unternehmerischen Mut und die Zukunftsvision“ der Ärzte. „Was einer nicht schafft, das schaffen viele“, zitierte sie die genossenschaftliche Idee. Dies treffe auch auf dieses Bauwerk und die daran beteiligten Personen zu. Dank der Mieter, der Handwerker, der Ideenentwickler und einer guten Zusammenarbeit aller miteinander sei es gelungen, dieses Gebäude innerhalb von eineinhalb Jahren zu errichten. Einer allein hätte das nicht geschafft. „Ihr Mut und Ihr Einsatz haben sich gelohnt“, stellte sie fest. Im Namen der Mieter bedankte sich auch Physiotherapeut Burkhard Scheuermann bei den Bauherren.

„Sie haben erkannt, dass Zentralität das A und O ist“, lobte Dr. Maximilian Hollerbach von Hollerbach-Bau die Ärzte Häfner und Schmitt. Insgesamt sei ein umbauter Raum von 9000 Kubikmeter entstanden. Er freute sich darüber, dass alles so gut geklappt habe.

Bei der sich anschließenden kirchlichen Weihe des Gebäudes stellten Pfarrerin Irmtraud Fischer und Stadtpfarrer Johannes Balbach das Haus unter den Schutz Gottes. „Möge das Gesundheitszentrum ein Segen sein“, wünschten sie sich.