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Senioren im Gespräch

Gedanken zur Begegnung

Hainstadt.Das Geheimnis der Begegnung stand beim letzten Treffen des Altenwerks in Hainstadt im Mittelpunkt. Nicht theoretisch, sondern praktisch an Hand von Bildern kamen die Senioren ins Gespräch über Begegnungsgeschichten ihres Lebens.

Das Wort Begegnung mit den einzelnen Buchstaben wurde danach zum Gedankenaustausch. Verblüfft waren alle, wieviel unterschiedliche Facetten, ausgehend von den eigenen Erfahrungen, in den Kleingruppen deutlich wurden.

Wolfgang Krettek führte in das Leben von Martin Buber ein, der von 1916 bis 1938 im hessischen Odenwald in Heppenheim lebte und 1938 nach Israel emigrieren musste. Dem jüdischen Religionsphilosophen ist dort ein Museum gewidmet. Seine Dialogphilosophie, 1923 mit der Schrift „Ich und Du“ begründet, wirkt bis heute weiter. Alles „wirkliche“ Leben, so seine These, sei Begegnung in der Natur, zwischen den Menschen und in der Beziehung zu Gott. In einer Lesung, umrahmt von einem Trompetenkonzert, wurden Worte und kleine Geschichten von Buber lebendig. Hubers Wortschöpfung „Vergegnung“ soll verdeutlichen, dass Begegnung ohne das verbindende Zwischenmenschliche, nicht gegenwärtig sein kann

Zum Abschluss des Treffens wurde die Emmaus-Geschichte aus dem neuen Testament vom Team der Seniorenbegegnung vorgetragen - unterstützt durch einen Farbholzschnitt von Thomas Zacharias.

Die nächste Seniorenbegegnung ist am Donnerstag, 9.Mai. Thema: „ Alle Knospen springen auf“.