Buchen

Im Kulturforum Vis-à-Vis Kunstverein zeigt Werke von Yongchul Kim und Alessia Schuth.

Gedankliches Spannungsfeld

Archivartikel

Buchen.In einer Gesellschaft sollte es keine Ausgrenzung von Personengruppen geben. Dass dies oft Theorie bleibt, beschäftigt und verbindet die beiden Künstler Yongchul Kim und Alessia Schuth.

Da ist der klassische Maler Yongchul Kim, der in dunklen Farben und großen Formaten einmal Soldaten, einmal brennende Flüchtlingsboote darstellt. Und da ist Alessia Schuth, die in Malerei, Zeichnung und dreidimensional gezeichneten Objekten aus Thermoplastik vordergründig Frauen oder Teile von ihnen zeigt.

Gemeinsames Interesse

Beiden gemeinsam ist das Interesse an Politik und Soziologie. Von zwei verschiedenen Standpunkten aus treffen sich ihre Positionen und eröffnen damit in der gemeinsamen Ausstellung „Edge of Society“ ein gedankliches Spannungsfeld.

Der Kunstverein Neckar-Odenwald eröffnet am Sonntag, 2. Juni, um 11 Uhr im Buchener Kulturforum Vis-à-Vis die Ausstellung dieser beiden Vertreter der jungen Künstlergeneration, deren Werke auf den ersten Blick stark zu kontrastieren scheinen.

Dieser Gegensatz in Kolorit und Stilistik ist ihnen aber kein Hindernis für das gemeinsame Kunstprojekt, das sie „Edge of Society“ benannt haben – Rand der Gesellschaft.

Beide studieren an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Cordula Güdemann, Yongchul Kim auch bei Prof. Rolf Bier und machen mit ihren Arbeiten bereits auf dem Kunstmarkt von sich reden. Intensive, kraftvolle, ja ekstatische Malerei, die sich die Conditio Humana vornimmt, ist es bei Yongchul Kim. Alessia Schuth schafft Werke, die auf den ersten Blick verspielt erscheinen, dabei aber viele Ebenen enthalten, teils verbergen und zu lächelnden Entdeckungsreisen einladen, voller Träume, Rätsel, Andeutungen sind.

Kunsthistoriker Dr. Günter Baumann wird in die Ausstellung einführen.