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„Mariä Himmelfahrt“ 2018 Festgottesdienst, Lichterprozession und Kräuterweihe stehen am 15. August auf dem Programm

Gemeinsam die Muttergottes verehren

Mitten in den Sommerferien liegt der Festtag „Mariä Himmelfahrt“ am Mittwoch, 15. August. Wie in jedem Jahr wird das Fest zu Ehren der Muttergottes im Morretal gefeiert.

Hettigenbeuern. „Segne du Maria, segne mich dein Kind“, die Zeilen dieses sehr bekannten und beliebten Marienliedes bringen es irgendwie auf den Punkt. Am Festtag „Mariä Himmelfahrt“, der am Mittwoch gefeiert wird, tragen die Gläubigen ihre Anliegen vor die Gottesmutter und bitten um Segen.

Es steht in Hettigenbeuern eine lange Tradition hinter dem Fest, und auch dann, wenn inmitten der Urlaubszeit die Planungen gar nicht so einfach sind, wenn trotz Urlaubsengpässen Vorbereitungen getroffen werden müssen, finden sich auch in der heutigen Zeit immer noch Menschen, die den Festtag mitfeiern.

Es gibt bestimmt diejenigen, die bei der Frage nach dem Hintergrund und der Bedeutung des Marienfeiertages „Mariä Himmelfahrt“ nur mit einem gleichgültigen Schulterzucken antworten. Aber es gibt auch jene, die sich von der Faszination des Festtages und der Ausstrahlung des Marienfeiertags „mitreißen“ lassen, denen der Tag viel bedeutet, dass sie sogar ihren Urlaub entsprechend planen.

In Hettigenbeuern ist dieser Festtag schon seit vielen Jahren ein großer Feiertag. Auch in diesem Jahr soll der Marienfeiertag am Mittwoch, 15. August im Morretal mit einem Blumen- und Lichtermeer gefeiert werden. Am Abend finden um 20 Uhr der Gottesdienst mit Kräuterweihe und anschließend die Lichterprozession durch den Stadtteil statt. Marienverehrung hat im Morretal eine lange Geschichte. Der Festtag „Aufnahme Mariens in den Himmel“ findet in Hettigenbeuern seit vielen Jahrzehnten in der Lichterprozession seinen Höhepunkt.

Zahlreiche Marienaltäre entlang des Prozessionsweges zeugen von Vertrauen in die Muttergottes. Es ist es keine Selbstverständlichkeit, dass Anwohner heute die Tradition fortsetzen und ihre Marienverehrung dadurch zum Ausdruck bringen, dass sie Blumen sammeln, Sträuße richten, Lichter entzünden und kleine Altäre aufbauen.

Tiefe Verehrung

Viele Marienverehrer aus nah und fern kommen alljährlich in den Stadtteil, um das Hochfest mitzufeiern. Viele, die Mariä Himmelfahrt in Hettigenbeuern einmal mitgefeiert haben, sind begeistert und bestätigen, dass hier auf bemerkenswerte Weise eine tiefe Marienverehrung spürbar wird. Von der Verehrung Marias in der Region zeugen auch zahlreiche, der Muttergottes geweihte Bildstöcke in den Fluren des Madonnenländchens.

Früher war der 15. August als staatlicher Feiertag anerkannt, heute ist das nur noch in wenigen Bundesländern wie beispielsweise Bayern der Fall, weshalb der Festgottesdienst in Hettigenbeuern von Pfarrer Markert auf den Abend verlegt wurde.

Pfarreirechnungen belegen, dass schon 1643 am Marienfeiertag ein Gottesdienst in Hettigenbeuern stattfand. Auch in den Jahren 1721 und 1722 wird von Ämtern am Himmelfahrtstag berichtet. In den Pfarreirechnungen von 1741 sind erstmals das Titularfest und die Marianische Bruderschaft erwähnt.

Auszüge aus dem Erzbischöflichen Archiv Freiburg zeigen ebenfalls auf, dass in Hettigenbeuern an „Mariä Himmelfahrt“ schon seit langer Zeit eine Prozession stattfindet. Ein Auszug aus den Akten des Erzbischöflichen Archivs: „7.5.1838: Pfarrverweser Kramer frägt an, ob es gestattet sei, an Mariae Himmelfahrt wie an Fronleichnam nach dem Hochamt eine Prozession mit der Aussetzung des Allerheiligsten und vier Altären zu machen.“

An diesem Abend steht neben der Eucharistiefeier mit Festpredigt auch die Kräuterweihe im Mittelpunkt, die im Rahmen des Festgottesdienstes erfolgt. Da in der Zeit des Festes das Getreide seine Reife erlangte und die Natur in höchster Blüte stand, lag der Brauch an Marienfeiertag wahrscheinlich nah, zumal Maria schon immer als „Blume des Feldes“ verehrt wurde. Die Weihe und Segnung soll verdeutlichen, dass alle Heilkräfte eine von Gott verliehene Gabe sind. Die Heilkräuter sollen Hoffnung und Trost spenden und spiegeln das Bild der Gottesmutter wieder. Diese alte Tradition, die viele noch aus der Kindheit kennen, erfreut sich gerade in jüngster Zeit wieder einer zunehmenden Beliebtheit.

„Würzbüschel“ sind verschieden

So führt auch die Frauengemeinschaft Hettigenbeuern seit einigen Jahren geführte Kräuterwanderungen durch, um gemeinsam den Kräuterstrauß zu binden. Das Zusammenstellen der Kräuter gilt als Wissenschaft und wird regional sehr unterschiedlich gehandhabt. So gehören in einen „Würzbüschel“, wie er in unserem Raum genannt wird, beispielsweise Wermut, Johanniskraut, Beifuß, Rainfarn, Schafgarbe, eine Königskerze, Tausendgüldenkraut und Eisenkraut. hes