Buchen

Seelsorgeeinheit Buchen Die große Umfrage 2017 wurde ausgewertet / Neuer Liturgieausschuss soll Ergebnisse mit den Realitäten in der Gemeinde zusammenbringen

Gottesdienst soll ansprechend und lebendig sein

Archivartikel

Die Seelsorgeeinheit Buchen hat die große Umfrage von 2017 ausgewertet. Ein Ergebnis ist, dass die Menschen sich ansprechende, lebendige Gottesdienste wünschen.

Buchen. „Wo stehen wir?“ „In welche Richtung soll es weitergehen?“ „Wie wollen wir heute hier Kirche sein?“ Von diesen Fragen geleitet, hat die katholische Seelsorgeeinheit Buchen im April 2017 eine groß angelegte Umfrage durchgeführt. 4500 Fragebögen sind an alle Haushalte im gesamten Stadtgebiet verteilt worden. Davon sind 444 Fragebögen ausgefüllt worden. Nachdem die Umfrage ausgewertet worden ist, hat sich der Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit intensiv damit beschäftigt. Auf einem Klausurwochenende haben die ehren- und hauptamtlich Engagierten Schwerpunkte herausgearbeitet, die hier in einer Serie zusammengefasst vorgestellt werden.

Ein deutlicher Schwerpunkt der Umfrage galt dem Thema „Gottesdienste“. Das ist der größte und meist genannte Anknüpfungspunkt an die Seelsorgeeinheit Buchen. Viele Menschen haben angegeben, dass sie sich ansprechende, lebendige Gottesdienste wünschen, die nah am persönlichen Alltag sind. Gerne können dazu moderne, kreative und neue Methoden eingesetzt werden. Ebenso wie zeitgenössische Lieder. Dass die Kirchenmusik eine elementare Rolle spielt, um ansprechend zu feiern, steht für Umfrage und Pfarrgemeinderat außer Frage.

In der Seelsorgeeinheit gibt es zahlreiche gut ausgebildete ehrenamtliche Wortgottesdienstleiterinnen und -leiter. Im Blick auf die Umfrageergebnisse ist es dem Pfarrgemeinderat wichtig, dieses Potenzial zu nutzen und die Ideen der einzelnen einzubeziehen.

Es wurde deutlich zurückgemeldet, dass nahezu allen Befragten eine theologisch fundierte, alltagstaugliche Predigt wichtig ist. Durchgängiger Tenor ist der Wunsch nach Jugendgottesdiensten beziehungsweise spirituellen und sonstigen Angeboten, die Jugendliche ansprechen und binden.

Große Veränderungen

Das Thema Gottesdienst hat viel mit Heimat zu tun. Immer wieder wird der Wunsch nach den ursprünglichen Gottesdienstzeiten in einzelnen Gemeinden angegeben. Ebenso wie die Bitte, in allen Gemeinden an jedem Sonntag eine Eucharistiefeier anzubieten. Es hat sich gezeigt, dass der Lebens- auch der Gottesdienstort ist. Angebote in anderen Gemeinden der Seelsorgeeinheit werden nur wenig wahrgenommen. Gottesdienst ist stark mit dem Heimatgefühl verbunden. Dem Rechnung zu tragen, wird auch zukünftig nicht immer möglich sein. Die katholische Kirche in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten sowohl strukturell, als auch personell stark verändert. Nicht nur die Zahl der Hauptamtlichen ist zurückgegangen, auch die Katholikenzahl und insbesondere die Gottesdienstbesuche sind wesentlich weniger geworden. So lange an der Leitung einer Seelsorgeeinheit durch Priester festgehalten wird, werden Gottesdienste zwangsweise weniger und Gemeinden größer.

Die Gemeinschaft stärken

Dass die Gemeinschaft im und nach einem Gottesdienst gestärkt werden soll, darin sind sich Umfrageteilnehmer und Pfarrgemeinderat einig. Kirchencafés, Frühschoppen oder Predigtgespräche nach dem Gottesdienst sind Vorschläge, die aufgenommen und zum Teil schon konkret umgesetzt werden. Die Umgestaltung der alten Sakristei in Buchen zu einem Kirchencafé ist ein Projekt, das einen Ort zum Austausch schaffen soll.

Der Pfarrgemeinderat plant nun einen Liturgieausschuss der Seelsorgeeinheit Buchen einzurichten. Dieses Gremium bringt die Umfrageergebnisse mit den Realitäten der Seelsorgeeinheit zusammen. Es gilt auch hier, neue Wege zu gehen und dabei möglichst viele Menschen einzubinden und ihre Talente zu sehen und zu fördern. Denn, so der Pfarrgemeinderat: „Gottesdienste, die mich berühren und ansprechen, nehme ich mit in meinen Alltag.“

Ganz in diesem Sinne freut sich der Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit Buchen darüber, wenn sich Interessierte melden, die gerne im Liturgieausschuss mitarbeiten möchten. jove