Buchen

"Vivio"-Tour Zweiradfreunde aus der Region überwanden 600 Kilometer und 6000 Höhenmeter

Grenzenloser Radspaß in den Alpen

600 Kilometer Strecke mit 6000 Höhenmetern - die Radlergruppe des Buchener Vereins Vivio hatte sich viel vorgenommen.

Buchen. Strapaziöse Anstiege - fast wie bei der Tour de France - aber zum Glück noch genügend Zeit, um das herrliche Panorama in den Bergen zu genießen - so abwechslungsreich war die siebentägige Fahrradtour über die Alpen des Buchener Gesundheits- und Rehasportvereins Vivio zusammen mit dem befreundeten Kirchheimer Radsportverein "RSK".

Der Fernradweg "München-Venezia" verbindet Radgenuss und Alpenüberquerung bis zur Adria. Auf Radwegen, Schotterpisten oder kleinen Nebenstraßen erlebten die Teilnehmer drei Länder mit ihren Tourismusregionen und vielen herausragenden Natur- und Kulturschönheiten. "München-Venezia" führt von der Isarmetropole vorbei an den bayrischen Seen und Flüssen über das Tiroler Inntal und durch das UNESCO-Weltnaturerbe Dolomiten und Treviso bis hin zu den Dogenpalästen und Kanälen der Lagunenstadt Venedig. Insgesamt wurden knapp 600 Kilometer und 6000 Höhenmeter bei bestem Wetter absolviert. Die Stimmung in der Gruppe war spitze.

Im Vorfeld wurden die Teilnehmer bei den wöchentlichen Radtreffs von den lizenzierten Radtreffleitern Doris Kohler und Ingrid Fischer gut auf die Alpenüberquerung vorbereitet. Am ersten Tag wurden 65 Kilometer geradelt. Es ging von München nach Lenggries, ehe die Radler nach weiteren 60 Kilometern Jenbach am Inn erreichten und auf dieser Strecke auch die Landschaft am Achensee genossen. Am dritten Tag stand eine kleine Herausforderung an: Die Radler erreichten die Hauptstadt Tirols, Innsbruck, mit seiner tollen historischen Altstadt und dem "goldenen Dachl" und steuerten den Brenner an. Knapp 700 Höhenmeter waren zu bewältigen.

Am vierten Tag stand die Königsetappe auf dem Programm: von Matrei über den Brennerpass nach Bruneck: 90 Kilometer und 1050 Höhenmeter.

Eine weitere Augenweide war Tag fünf der Reise, die die Gruppe durch die Dolomiten bis in die italienische Skimetropole Cortina d'Ampezzo führte. Zum Glück verließen die deutschen Radler die Wintersportmetropole gerade noch rechtzeitig, denn nur Stunden später ging ein Unwetter über Cortina d'Ampezzo nieder, das eine Weiterfahrt unmöglich gemacht hätte.

Für die Vivio-Gruppe aus Buchen ging es bei über 40 Grad Temperatur weiter gen Süden. Mit fast 120 Kilometern war an diesem Tag die längste Strecke zu bewältigen. Sie führte durch die Täler von Belluno. Am siebten Tag erreichte die Gruppe schließlich ihr Endziel, die Lagunenstadt Venedig.

Albert Bosler hatte die Tour glänzend geplant, und Karlheinz Piro war während der gesamten Strecke ein hervorragender Guide. Irmgard Evertz und Harry Zörmer begleiteten die 16 Tourteilnehmer mit einem Wohnmobil mit Radanhänger sowie einem VW-Bus und stellten so den Gepäcktransport und die technische Unterstützung während der sieben Tage sicher. dok