Buchen

Fastnachtsumzug in Hettingen Bunter Gaudiwurm im Maurerdorf mit originellen Hexen, „Elwetritschefängern“, „Äschesäcken“ und viel Fußvolk / Heimatverein thematisierte Jubiläum

„Hettemer Fregger“ bewiesen: „A’ mit Schwund leeft’s rund“

Hettingen.„A’ mit Schwund leeft’s rund“, bewiesen die FG „Hettemer Fregger“ und befreundete Fastnachtsgesellschaften beim Rosenmontagsumzug gestern im Maurerdorf. Mit „Hau ruck“ und ihren eigenen ortsüblichen Schlachtrufen verbreiteten sie närrische Stimmung.

Echte Hingucker waren nicht nur die adretten Gardemädchen, der notwendigerweise warm eingemummte, süße Narrennachwuchs und die hochdekorierten Elferräte, sondern – inzwischen zum zweiten Mal – die „Hästräger“ und fünf Zünfte aus der Gemeinde Tiefenbronn mit ihren Ortsteilen, am Rande des Nordschwarzwaldes gelegen.

Da trieben Hexen und Teufel, Zottelböcke, „Dorf Dira“, „Lehninger Gugugen“ und „Mühlhausener Bandle“ – teils in schönen Holzmasken und Fleckenkostümen – ihr Unwesen. Die „Morrehexen“ aus Buchen ergänzten das farbenfrohe Bild. Ebenso die Elwetritsche-Fänger und die Bocknarrenschar mit Böckle und Geissle aus Boxberg.

Vorneweg ließen die „Lustigen Vögel“ aus Schweinberg ihr fröhliches Vogelgezwitscher erschallen. Sie waren – wie auch die „Götzianer Heddebör“ und die „Narrhalla Boxberg“ mit ihrem gesamten Hofstaat, Elferräten und Garden angereist.

Die Zugspitze bildete die Strohbärengruppe „Slepkowitz & Co“ – zumindest in diesem Jahr noch. Ob es 2019 auch so sein wird, stellten die begleitenden Bannerträger in Frage: „Laut einiger Anwohner machen die Strohbären zuviel Dreck, auch deshalb sind wir nächstes Jahr weg“, kündigten sie an. Und weiter: „Circa 50 Jahre Strohbären Slepkowitz sind vorbei, das Stroh wird immer kürzer, der Umzug auch“, propagierten sie.

Das sah „Fregger“-Präsident Robin Schmelcher gelassen. Erst einmal abwarten, meinte er und moderierte von hoher Warte aus weiter die ausgelassene Narrenschau: „Die Äschesäcke werden angeführt vom Hettinger Musikverein unter der Leitung von Wolfgang Mackert“, kündigte er die quirlige Schar der Hettinger Akteure an. Elferrat und Freggergarde, Juniorengarde und Jung-Elferrat sowie einen Motivwagen hatten sie mit dabei. Eine Bereicherung des Umzugs war die Guggemusik „Black K-Nights“ aus Schweigern, die in ihren Schottenröcken nicht nur musikalisch beeindruckten, sondern ebenso durch ihre Aktionen bei der Darbietungen.

Nach dem „Red Bull“-Wagen des FC „Victoria“ sorgte die Fußgruppe „Kühe suchen Bauer“ für Leben. Eine „Zigeunergruppe“ grüßte freudig die Zuschauer am Straßenrand. Zu guter Letzt erinnerte der Heimatverein mit einem Motivwagen an sein 50-jähriges Bestehen. i.E.