Buchen

„Die Milch macht’s“ Lernwerkstatt in den Räumen des Fachdiensts Landwirtschaft des Landratsamts eröffnet / Landrat Dr. Achim Brötel trat in „Milchshake-Fahrrad“-Pedale

„Hinein ins Milchvergnügen“ im Kreis

Archivartikel

Die Milch ist ein echtes Multitalent: Ihr hoher Nährstoffgehalt, ihre geschmackliche Vielfalt und ihre Vielseitigkeit adeln sie zum Alleskönner unter den Lebensmitteln.

Buchen. Was die Milch alles kann, zeigt die am Freitag im Fachdienst Landwirtschaft des Landratsamts eröffnete Lernwerkstatt „Die Milch macht’s – hinein ins Milchvergnügen“.

Landrat Dr. Achim Brötel begrüßte die Einrichtung der nunmehr achten Lernwerkstatt im Kreisgebiet: „Viele Verbraucher haben den direkten Bezug zur Landwirtschaft und damit zur Milch verloren“, merkte er an und bezeichnete die Lernwerkstätten auch angesichts guter Resonanz der Schulen als „echte Bereicherung“, zumal man im Neckar-Odenwald-Kreis gerade für das „Milchvergnügen“ prädestiniert sei: „Wir sind die Milchhochburg des Regierungsbezirks“, freute er sich und hob hervor, dass jeder dritte Liter Milch in Nordbaden auf hiesigen Bauernhöfen erzeugt werde.

„Wenngleich Kinder die lila Kuh oftmals eindeutig als nicht der Wirklichkeit entsprechende Werbefigur erkennen und wissen, dass Kühe braun- oder schwarzgefleckt auf den Weiden grasen, herrscht mitunter geradezu erschreckende Unkenntnis über die Milch vor“, schilderte er und erhoffte eine Besserung durch die Lernwerkstatt. Sein abschließender Dank galt dem Team des Fachdienstes Landwirtschaft und im Speziellen Christa Herkert sowie den BeKi-Referentinnen, ehe er beste Wünsche für die Zukunft aussprach.

Christa Herkert wartete mit einigen Zahlen auf und erinnerte an 15 000 Schüler aus 700 Klassen, die seit der Eröffnung der ersten Lernwerkstatt im Jahr 2005 die Angebote nutzten.

„Die Milch ist eines der wichtigsten und hochwertigsten Lebensmittel überhaupt“, hielt sie fest – und auch angesichts 130 Milchviehhaltern mit mehr als 7000 Kühen im Kreisgebiet solle man die Sorgen und Nöte der Milchbauern nachempfinden können und beim Einkauf das Augenmerk auf das eine oder andere regionale und saisonale Produkt richten. Als Ergänzung der Lernwerkstatt können die Informationstadeln zudem auch im Freien genutzt werden, um etwa bei der „Gläsernen Produktion“ für die Milch zu werben. Im Haus können an zehn Stationen neue Erkenntnisse rund um die Milch und ihre Nebenprodukte gewonnen werden, wobei man gleichermaßen das eigene Ernährungsverhalten reflektieren könne.

„Milchshake-Fahrrad“

„Wenngleich man als Zielgruppe Dritt- bis Siebtklässler ansprechen möchte, steht die Lernwerkstatt allen offen, die sich für sie interessieren“, schilderte Herkert. Ihr Dank umfasste mit den Ernährungszentren Bruchsal und Ludwigsburg, der Fachschule Kupferzell und der Zentralgewerbeschule Buchen (ZGB) alle Kooperationspartner – der ZGB dankte Christa Herkert besonders für das „Milchshake-Fahrrad“, das die Absolventen der zweijährigen Berufsfachschule Metall ausgearbeitet haben.

Schreinermeister Jens Freudenberger (Berufsbildungswerk Mosbach-Heidelberg) und Ausbildungsleiterin Christina Anger schlossen sich den Dankesworten an und freuten sich über die „tolle Abwechslung für Kinder und Jugendliche mit leicht aufbereitetem Alltagswissen“.

Beim informativen Rundgang führte BeKi-Referentin Verena Büttner die Gruppe an die einzelnen Stationen heran, an denen unter anderem auf die Inhaltsstoffe der Milch, die korrekte Aufbewahrung und die Wichtigkeit täglich verzehrter Milchprodukten erläutert werden.

Wichtige Fakten

Ergänzend dazu werden an plakativen, optisch ansprechenden Informationstafeln wichtige Fakten zusammengefasst. In der Lehrküche wurde nach Einweisung durch Ulrike Kleinert das „Milchshake-Fahrrad“ vorgestellt – und sogleich von Landrat Dr. Achim Brötel ausprobiert. Vergnügt trat er in die Pedale und produzierte dabei einen wohlschmeckenden, fruchtigen Erdbeer-Milchshake – denn genau so schmeckt der Sommer.