Buchen

Malkreis des Vereins „Bezirksmuseum Buchen“ Ute Schall und Gabriele Handwerk beteiligen sich mit einer Auswahl ihrer Werke an der Buchener Aktivnacht

Höhepunkte aus elf gemeinsamen Jahren

Archivartikel

Ute Schall und Gabriele Handwerk beteiligen sich an der Buchener Aktivnacht. Sie zeigen eine Auswahl ihrer Werke – Höhepunkte aus elf gemeinsamen Jahren.

Buchen. Seit elf Jahren wird alle zwei Wochen der Pinsel geschwungen: Im Spätsommer 2008 gründeten die Buchener Schriftstellerin Ute Schall und Gabriele Handwerk den Malkreis des Vereins „Bezirksmuseum Buchen“. Anlässlich der Buchener Aktivnacht am Freitag, 5. Juli, haben sie eine Auswahl ihrer schönsten und interessantesten Werke aus dem Archiv geholt, um sie im Pädagogikraum des Belz’schen Hauses zu präsentieren. Vorab sprachen sie mit den Fränkischen Nachrichten über den Charakter jener Ausstellung.

„Auf die Idee zur Beteiligung an der Aktivnacht brachte uns ursprünglich Gabriele Strittmatter – aber lediglich zwei oder drei in einem Schaufenster gezeigte Bilder wären uns schlicht zu dürftig gewesen, weil wir so unser Tun nicht aussagekräftig hätten zeigen können“, schildert Ute Schall. So entschlossen sich die Hobbymalerinnen zu einer ganzen Ausstellung mit den selbstgemalten „Höhepunkten aus elf gemeinsamen Jahren“, wie die in Hornbach lebende Gabriele Handwerk anfügt. Die Frage nach einem bestimmten Motto oder einem Exposé verneint sie lächelnd: „Es gibt keine klare Linie“, lässt Handwerk im FN-Gespräch wissen. Auch die Werkstoffe und Motive bieten dem Betrachter einen breiten Spielraum: „Wir stellen mehrheitlich Acrylgemälde aus, zu denen eine kleinere Auswahl an Ölbildern kommt“, betont Ute Schall und spricht von „abstrakten wie figürlichen Darstellungen“. Zu sehen gibt es etwa Gemälde von Tieren, Gebäuden und Landschaften, aber auch bunte Farbspektralen und interessante Musterungen - jedoch keine Zeichnungen, wie Gabriele Handwerk ergänzt. „Letztlich möchten wir mit unserem Querschnitt Kunst für die breite Masse ausstellen und den vielen kunstinteressierten Besuchern der Aktivnacht ein ansprechendes Beiwerk zum Abend bieten“, bringt Ute Schall die Intention der Ausstellung auf den Punkt. Für den Malkreis ist es übrigens die zweite Präsentation: „Wenige Monate nach der Gründung fand seinerzeit eine kleine Mitgliederausstellung im Steinernen Bau statt“, erinnert sich Gabriele Handwerk.

Vorbereitung seit April

Vorbereitet wird seit April an ein bis zwei Nachmittagen pro Woche: „Nachdem wir gemeinsam aus unserem Fundus die Exponate ausgewählt hatten, wurden manche Werke gerahmt“, informiert Ute Schall, während Gabriele Handwerk auf einen besonderen Faktor zu sprechen kommt, der sich dem Auge des bloßen Betrachters häufig entzieht. „Nicht alle unserer Bilder wurden gerahmt, da eine Rahmung zu manchem Gemälde, seinem Stil und seiner Aussage einfach nicht passt“, erklärt sie.

Nachwuchsprobleme

Gemeinsam hoffen die beiden nun auf zahlreiche Besucher – freilich auch aus einem viel tiefer sitzenden Grund: Der Verein „Bezirksmuseum Buchen“ und der Malkreis leiden unter Nachwuchsproblemen. „Es wäre unser großer persönlicher Wunsch, interessierte und vor allem junge Leute zu erreichen, die über unsere Ausstellung auf das Museum aufmerksam werden und sich vielleicht sogar eine aktive Mitarbeit vorstellen können“, fasst Ute Schall ihre Hoffnung zusammen. Dem schließt sich Gabriele Handwerk an: „Neue Gesichter sind bei uns immer gerne gesehen!“ Sollte das eine oder andere Bild verkauft werden, wird ein Teil des Erlöses der Arbeit des Vereins „Bezirksmuseum Buchen“ zukommen, wie sie fortfährt.

Nach der Aktivnacht wird die Ausstellung im Übrigen keinesfalls abgebaut - viel mehr versteht sie sich als Auftakt zu einem neuen Kunstdenken in Buchen: „Bis in die Weihnachtszeit bleibt sie auf jeden Fall erhalten und mündet dann in unser neues ‚Künstlercafé’, bei dem ich aus einigen meiner Bücher lesen werde“, verrät Ute Schall. Doch zunächst heißt es, sich den 6. Juli dick im Kalender zu markieren - einmal für die Buchener Aktivnacht, einmal für das Belz’sche Haus.