Buchen

Gemeinderat tagte Musikalische Alphabetisierung nach der Ward-Methode wird eingeführt / Singpause bald an Buchener Grundschulen

Horst Berger: „Ich bin regelrecht begeistert von der Methode“

Archivartikel

Buchen.Zum Schuljahr 2019/2020 soll an einem Teil der Buchener Grundschulen das musikalische Bildungsprogramm Singpause eingeführt werden. Horst Berger stellte es vor.

Zustimmend nahm der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Montagabend im Alten Rathaus Kenntnis von der Einführung des Konzeptes Singpause an einem Teil der Buchener Grundschulen. In den Klassen 1 und 2 soll es mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 zunächst ein bis zwei Jahre erprobt werden. Der Startschuss fällt laut Bürgermeister Burger an der Wimpina-Grundschule und der Jakob-Mayer-Grundschule in Buchen sowie an der Grundschule in Bödigheim.

Kindern sollen laut Host Berger durch die Ward-Methode grundlegende Fertigkeiten im Singen nach Noten vermittelt werden. Sie wurde von der amerikanischen Musikpädagogin Justine Bayard Ward (1879 bis 1975) in Zusammenarbeit mit der Catholic University of America in Washington D.C. seit den 20er Jahren als eine Art Curriculum für den Musikunterricht an den katholischen Grundschulen in Amerika entwickelt. Sie hatte dabei das Ziel vor Augen, allen Kindern eine solide musikalische Bildung zu vermitteln und nicht nur eine kleine Gruppe von begabten Kindern zu fördern.

Heute bietet die Ward-Methode laut Horst Berger einen durch jahrzehntelange praktische Erfahrung gesicherten Weg, um Kindern eine solide, ausbaufähige musikalische Bildung zu vermitteln. Sie habe sich nicht nur im Grundschulunterricht, sondern auch bei der systematischen musikalischen Arbeit mit Kinderchören bewährt. Grundlage des „Musik Lernens“ nach der Ward-Methode sei das Singen und die Bewegung dazu. Die wichtigsten Elemente seien: Stimmbildung, Gehörbildung, Rhythmus, Notation, Improvisation, Melodien und Lieder.

Die Vermittlung des Lernstoffes vollziehe sich in der sogenannten Singpause. das heißt der Singlehrer komme in die Klasse und arbeite in Anwesenheit der Grundschullehrkraft 20 Minuten mit den Kindern. Dafür werde der Unterricht unterbrochen. Vorrangiges Ziel sei, bei den Kindern wahre Freude und Begeisterung für das Singen und Musizieren zu wecken. „Ich bin regelrecht begeistert von der Methode“, so Horst Berger vor dem Gremium. Er wertete die Einführung der Sinpause als Standortfaktor für Buchen und hob die geplanten Abschlusskonzerte als „schönes gemeinschaftliches Erlebnis“ hervor. Voraussetzungen für die Einführung der Ward-Methode an einer Grundschule ist laut Stadtverwaltung das Einverständnis und die Unterstützung durch die Schule und ein in der Ward-Methode ausgebildeter Lehrer. Der Unterrichtsumfang betrage pro Klasse zweimal wöchentlich 20 Minuten. Für den Projektstart stehe ab 1. September Horst Berger zur Verfügung. Ein Ausbau in den kommenden Jahren mit weiteren fest anzustellenden Lehrkräften der Musikschule werde aber angestrebt, machte Burger deutlich. Bei Unterstützung durch die jeweiligen Grundschulen könnte die Ward-Methode an allen Buchener Grundschulen flächendeckend eingeführt werden. Dann soll der Unterricht von der ersten bis zur vierten Klasse erfolgen. „Das ist eine schöne Art der Sozialarbeit“, unterstrich der Bürgermeister, der – sind erst mal alle Schule im Boot – von Kosten von knapp 46 000 Euro pro Jahr ausgeht.

Die Singpause wurde bereits in der Sitzung des Ausschusses für Verwaltung, Kultur und Soziales von Horst Berger vorgestellt und vom Ausschuss vorberaten. Der Verwaltungsausschuss hat die Einführung der Singpause durch den Gemeinderat empfohlen, was in der Sitzung am Montag mit einem einstimmigen Votum bekräftigt wurde.