Buchen

Trafostation beim neuen "Ärztehaus" wird umgesetzt Schwerlastkran hat gestern die neue "Hülle" aufgestellt / Wilhelmsstraße ab Montag gesperrt

"Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit"

Schwerlastverkehr gab es gestern in der Buchener "Wilhelmstraße": Eine neue Trafostation wurde angeliefert und von einem 200-Tonnen-Kran aufgestellt.

Buchen. 32 Tonnen wiegt die neue Trafostation, die gestern in der Wilhelmstraße mit einem Schwerlastkran aufgestellt wurde. Noch enthält sie keine Technik, doch das wird sich schnell ändern. Zwei Transformatoren wird sie enthalten, die die doppelte Leistung bringen wie die bisherigen in der Trafostation im Eingangsbereich des neuen "Ärztehauses". Ein Transformator werde für die Versorgung der Innenstadt benötigt, der weitere für die des Schützenmarktes.

Der Eingriff war nötig, weil künftig mehr Leistung und mehr Anschlüsse gebraucht werden, außerdem steht die Station am alten Platz im Weg. "Wir haben mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen", so Stadtwerke-Geschäftsführer Kurt Hemberger, der dem Aufstellen der Trafostation, die mit einem 200-Tonnen-Kran bewältigt wurde, beiwohnte. Drei Bereiche wird sie enthalten: die Transformatoren, die Niederspannungsverteilung und die Glasfaserverteilung.

"Außerdem werden Zusatzkabel für zwei geplante E-Tankstellen verlegt", so Hubert Henn von den Stadtwerken. Man müsse gerüstet sein für die Zukunft, ergänzt Hemberger, schließlich fehle in Deutschland vielerorts noch die Infrastruktur für die E-Mobilität. Am Musterplatz und im Bereich der jetzt noch vorhandenen Stellplätze am Pavillonbau des Rathauses, wo auch ein Löschwasserbecken entstehen soll, sehe man mögliche Standorte.

Probleme bereitete der Kranfirma die Neigung der Straße. Deshalb musste zunächst mehr Unterlegholz besorgt werden, ehe die Ausrichtung des Krans erfolgen konnte. "Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit", hob Kurt Hemberger nach dem Aufstellen der neuen Trafostation hervor. Nun werde die "Wilhelmstraße" aufgerissen und ein Kabel nach dem anderen aus der alten Station in die neue verlegt. "Wir versuchen das möglichst ohne Stromaabschaltung für die Häuser zu schaffen", erklärte Henn. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme bezifferte der Stadtwerke-Geschäftsführer gestern auf rund 100 000 Euro.