Buchen

Austausch und Diskussion Vortrag im Anschluss an die Jahreshauptversammlung des Heimatvereins

Kaplan Dominik Albert referierte: „Ein langer Weg zum Priester“

Archivartikel

Hettigenbeuern.„Es ist nicht nur eine Berufung, es ist viel mehr“, dies wurde beim Vortrag von Kaplan Dominik Albert über seinen Weg zum Priester spürbar. Dominik Albert stammt aus Hettigenbeuern, so war es nicht verwunderlich, dass zahlreiche interessierte Zuhörer anwesend waren und nach dem Vortrag mit dem „Heddebörmer Priester“ auch das Gehörte in Gesprächen und reger Diskussion vertieften.

Der Vorsitzende des Heimatvereins, Manfred Lauer, begrüßte Dominik Albert als Heddebörmer, der einen sehr interessanten Weg eingeschlagen habe und über die Naturwissenschaften bei der Theologie gelandet sei. Er kenne ihn noch aus seiner Zeit als Schüler. Viele der Einwohner erinnern sich noch gerne an die Priesterweihe und die festliche Heimatprimiz vor einem Jahr, so Manfred Lauer.

Pfarrer Bier viel zu verdanken

Dominik Albert zeigte dann untermalt von einer Power-Point-Präsentation seinen Weg zum Priester auf. Er berichtete über erste Kontakte über den früheren Messner Willi Meixner mit der Kirchlichen Jugendarbeit und erzählte von seinem Zivildienst im „Haus Bergesruh“ der Johannesdiakonie in Hettigenbeuern. Viele Begegnungen von dieser Zeit prägen ihn bis heute, so teilte er mit. Auch Pfarrer Bier habe er viel zu verdanken, erinnerte er. Dann habe er an der Fachhochschule in Mannheim Biologische Chemie studiert und irgendwann sei ihm der Gedanke gekommen, es wäre gut, Priester zu werden. Dieser Gedanke kam immer wieder und lies ihn gewissermaßen nicht mehr los. Die Bibelstelle „Wir haben die ganze Nacht gefischt und nichts gefangen“, welche Jesus mit der Aufforderung „Fahrt nochmal raus“ beantwortete, habe ihn gefesselt und sein inneres Ringen verstärkt.

Er informierte über seine Berufstätigkeit nach dem Studium in einem Labor, wo er in der Forschung arbeitete. Dann sei der große Bruch gekommen, als er 2009 den Weg zum Priester einschlug.

Nach seinen verschiedenen Stationen der Priesterausbildung wurde er 2017 in Walldürn zum Diakon geweiht und empfing 2018 in Freiburg die Priesterweihe. „Mein Weg ist nicht abgeschlossen mit der Priesterweihe, sondern ich bleibe ein Leben lang auf dem Weg“, so Dominik Albert. Er beleuchtete seinen Primizspruch: „Herr auf dich vertraue ich, in deine Hände lege ich mein Leben“.

Seit September 2018 ist Dominik Albert Kaplan in Tauberbischofsheim erzählte, er erzählte von seinen dortigen Tätigkeiten, beispielsweise vom Religionsunterricht an der Schule. „Das Wirken als Priester ist keine Einbahnstraße, vielmehr bekomme ich sehr viel zurück“, hob Dominik Albert hervor.

Nach dem interessanten Vortrag gab es die Gelegenheit zum Austausch und zur Diskussion. Es ging beispielsweise um die Zukunft der Kirche, den Umgang mit dem Priestermangel, das Zöllibat und Kirchenaustritte. Manfred Lauer dankte dem „Heddebörmer Kaplan“ abschließend für den aufschlussreichen Vortrag und für den guten Austausch. hes