Buchen

Arbeitskreis Gerontopsychiatrie Konzert des „ensemble polychrome“ in der Christuskirche am Sonntagnachmittag

Klassik aus drei Jahrhunderten geboten

Archivartikel

Das „ensemble polychrome“ hat am Sonntag auf Einladung des Arbeitskreises Gerontopsychiatrie des Neckar-Odenwald-Kreises in der Buchener Christuskirche musiziert.

Buchen. Die Zuhörerinnen erlebten ein abwechslungsreiches Konzert des „ensemble polychome“ in der Christuskirche mit klassischen Stücken aus drei Jahrhunderten. Zu Beginn der Veranstaltung informierte Dr. Valentin Hoß über den Arbeitskreis Gerontopsychiatrie. Dieser wurde im Jahr 2005 gegründet, um die Versorgungssituation demenzkranker Menschen und deren Angehörigen im Neckar-Odenwald-Kreis zu verbessern. Man wolle diesem Personenkreis konkrete Hilfsangebote zur Verfügung stellen sowie die Öffentlichkeit über Demenzerkrankungen aufklären. Aus diesem Grund habe man im Jahr 2007 eine zentrale Beratungs- und Koordinierungsstelle eingerichtet. Seit dem Jahr 2009 befasst der Arbeitskreis sich außerdem mit spezialisierter, ambulanter palliativmedizinischer Versorgung.

Symmetrischer Aufbau

Das anschließende, gut einstündige Konzert widmete sich dem Thema „Emotionen“. Dabei war das Programm quasi symmetrisch aufgebaut. In der Mitte der Aufführung stand „Vater unser im Himmelreich“ nach einer Choralbearbeitung für Orgel von Felix Mendelssohn-Bartholdy, in der Christuskirche dargebracht von Annette Kutzer (Violine), Carolin Zwanzer (Violine), Martin Krebs (Horn) und Albert Loritz (Bassklarinette). Davor und danach führten Werke verschiedener Epochen zu diesem zentralen Thema hin beziehungsweise von ihm weg. Das Quartett musizierte in unterschiedlichen Besetzungen, immer wieder auch als Duett oder Trio.

Das musikalische Programm startete mit der „Secondo Suite de Symphonies in F“ von Jean-Joseph Mouret, dargebracht von dem kompletten Quartett. Es folgten „Neun Duos für zwei Violinen“ von Bohuslav Martinú und „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ von Johann Sebastian Bach.

Zeitsprung

Mit dem „Trio für zwei Violinen und Viola“ von Sergej Iwanowitsch Tanjew, wobei hier die Viola durch das Horn ersetzt wurde, sprang man zeitlich zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Romantisch ging es weiter mit dem Duett aus Violine und Bassklarinette mit einer Bearbeitung von Paganinis „Duetto concertante No. II“. Es folgten für zwei Violinen und Bassklarinette das Mozart-Stück „Kirchensonate in F“, das „Air“ von Samuel Wesley mit dem kompletten Quartett und von Bohuslav Martinú das „Duo No. II“, gespielt von den beiden Violinistinnen. Nach dem „Vater unser im Himmelreich“ näherte sich das Konzert mit dem schon gehörten „Duo No. II“ von Martinú, den „Präambeln und Interludien für Orgel“ von Hermann Schroeder, hier dargebracht von den kompletten Quartett, der „Sonate III für zwei Violinen“ von Jean-Marie Leclair, den „Variationen in g-Moll über ein russisches Lied“ von Alexander Borodin für zwei Violinen und Bassklarinette dem Ende entgegen.

Begeisterte Zuhörer

Dieses wurde eingeleitet mit der berühmten Choralbearbeitung von Johann Sebastian Bachs „Jesus bleibet meine Freude“, der Nummer 8 aus „Neun Duos für zwei Violinen“ von Martinú und dem „Quartett in F für zwei Violinen, Viola und Violoncello“ von Michail Iwanowitsch Glinka, dargeboten von dem gesamten Quartett. Als Zugabe präsentierte das „ensemble polychrome“ den begeisterten Zuhörern „Perpetuum Mobile“ mit dem musikalischen Thema „Lobet den Herren“. Insgesamt bot das „ensemble polychrome“ den Besuchern ein abwechslungsreiches, in dieser Zusammensetzung selten zu hörendes musikalisches Programm. Es musizierten Annette Kutzer an der Violine. Sie hatte an der Musikhochschule München Schulmusik und an der Universität Regensburg Musikwissenschaft studiert. Carolin Zwanzer (Violine) studierte ebenfalls an der Musikhochschule München Schulmusik. Der Hornist Martin Krebs studierte sein Instrument an der Musikhochschule Frankfurt. Der Bassklarinettist Albert Loritz studierte an der Musikhochschule Freiburg Schulmusik mit dem Hauptinstrument Orgel sowie Musikwissenschaft. mb