Buchen

Burghardt-Gymnasium Buchen Professor Hans-Ulrich Kilian stellte den Bauantrag für die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen vor

Kosten sind um rund eine Million Euro gestiegen

Buchen.Rund eine Million Euro werden die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen des Burghardt-Gymnasiums nach derzeitigem Planungsstand teurer. Die Kosten liegen aktuell bei rund 16,8 Millionen Euro. Fließt aus den Fördertöpfen das Maximale, bleibt der Eigenanteil der Stadt jedoch bei rund acht Millionen Euro. Grund dafür sind eine höhere Sanierungsförderung und das Beantragen eines höheren Ausgleichstocks durch die Stadt. Doch das Ergebnis ist laut Bürgermeister Roland Burger abzuwarten.

Das Ingenieur-Büro „K + H Kilian + Partner“ aus Stuttgart hatte bereits im Februar detaillierte Vorentwürfe zum baulichen Um- und Erweiterungsbau des Burghardt-Gymnasiums Buchen präsentiert (die FN berichteten). Am Montagabend war Professor Hans-Ulrich Kilian erneut bei der Gemeinderatssitzung im Alten Rathaus zu Gast und hatte konkretere Zahlen und Bautermine im Gepäck. „Wir sind einen großen Schritt weiter und stehen vor dem Einreichen des Baugesuchs“, erklärte Kilian. Der größere Teil der Maßnahmen finde im vorderen Trakt statt, der im Erdgeschoss abgebrochen und aufgestockt werden soll. Die anderen Bestandsgebäude werden angepasst, aber nicht grundsätzlich verändert.

„Wir sind im Moment bei der Schule mit der Elektroinstallation am Anschlag der Einspeisungsleistung“, verdeutlichte der Planer. Die Schule könne nicht erweitert werden, ohne die elektrischen Leitungen zu verstärken. Dies hätten Messungen ergeben. Nach Rücksprache mit den Stadtwerken könne nur eine Trafostation vor Ort das Problem lösen. Noch im laufenden Jahr will man die Flächen vorbereiten, um 2019 mit den Bauarbeiten zu beginnen. Der Startschuss erfolgt nun im künftigen Eingangsbereich, weil die Schule zunächst auf vier Klassenräume verzichtet. Hier erfolgt der Teilabbruch, und die Pfähle für die künftige Aufstockung werden elf Meter in die Tiefe getrieben. Bis Mitte 2020 will Kilian mit dem Gröbsten fertig sein, die Sanierungsstrecke müsse dann bis Ende 2022 vollendet und bis 2023 abgerechnet sein, damit man in dem Programm bleiben könne. „Das werden wir schaffen“, gab sich der Architekt zuversichtlich.

Mittlerweile können die Kosten für Abbruch, Trafostation und Pfahlgründung genauer taxiert werden. Auch ist mittlerweile klar, dass nur mit wenigen Schadstoffproblemen gerechnet werden muss. „Die großen Brocken haben wir jetzt im Griff“, so Kilian auf Nachfrage von Klemens Gramlich, der wissen wollte, wie verlässlich die neuen Zahlen sind. Das Risiko liege vielmehr in der Baukostenentwicklung. „Die haben wir nicht in der Hand“, erklärte der Planer. Die europaweite Ausschreibung erfolge jedenfalls noch in diesem Jahr.

Bürgermeister Roland Burger will das Millionen-Projekt in einer Bürgerversammlung vorstellen. Weitere Themen könnten der Mehrgenerationentreff in der Hollergasse und die Umbaumaßnahme am Standort Buchen der Neckar-Odenwald-Kliniken sein. borg