Buchen

Heimatverein Hainstadt 4500 Euro in den Erhalt eines Flurkreuzes investiert / Zahlreiche Spender ermöglichen Realisierung des Projekts

Landschaftsprägendes Kleinod feierlich geweiht

Hainstadt.Nach dem von Pfarrer Werner Bier zelebrierten Gottesdienst am Pfingstmontag zog eine Schar singender und betender Gemeindemitglieder durch die Hainstadter Gemarkung. An drei auf dem Prozessionsweg liegenden Stationen wurde für das Wirken des Heiligen Geistes gebetet und Bitten in den verschiedensten Anliegen vor Gott getragen. Lieder und meditative Texte luden dazu ein, das eigene Leben mit seinen Stärken und Schwächen zu betrachten und sich Gedanken darüber zu machen, wie ein jeder einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung leisten kann.

Die vierte und letzte Station bildete das in den vergangenen Monaten von Bildhauer Ralf Drolshagen (Preunschen) renovierte Flurkreuz, das ursprünglich an der Einmündung der Collenberg-Straße vor dem Rüdt-von-Collenberg’schen Schloss gestanden hatte und beim Ausbau der Ortsdurchfahrt im Jahr 1982 hinaus in die Flur versetzt wurde.

Lob für Initiative

Ortsvorsteher Bernd Rathmann ging in seiner Rede auf die Bedeutung solcher Flurdenkmale im Gesamten und des restaurierten Kreuzes im Besonderen ein und dankte dem Heimatverein unter der Führung von Ewald Gramlich für die Initiativen zum Erhalt dieser die Landschaft prägenden Kleinode. Besondere Anerkennung gebühre dem Bildhauer Ralf Drolshagen, der Podest und Sandsteinkreuz restauriert hat.

Dank an Geldgeber

Der Dank der Gemeinde gelte neben den vielen Einzelspendern auch der Volksbank Franken, die in Kooperation mit dem Heimatverein über eine Internetplattform zu Spenden für die Finanzierung des Projektes aufgerufen und somit die Umsetzung ermöglicht hatte. Auf diese Weise seien insgesamt rund 5600 Euro eingeworben worden, wobei die Volksbank Franken die Maßnahme mit 2250 Euro gefördert und somit die Hälfte der auf 4500 Euro veranschlagten Kosten übernommen hat.

Der über die Restaurierungskosten hinausgehende Spendenbetrag werde dem Erhalt der Flurkreuze und Bildstöcke, dem sich der Heimatverein verschrieben hat, zugutekommen, so Rathmann. Zum Schluss dankte er den Mitarbeitern des Bauhofs, die den Vorplatz vor dem Kreuz neu eingefasst und durch die beiden Bänke zu einem Ruhepol für Wanderer und Radfahrer gemacht hatten.

Pfarrer Bier ging auf die Bedeutung des Kreuzes als Zeichen der Christen ein. Wie der Querbalken einen Bogen spanne, so stehe er für die Gemeinschaft und Beziehung der Menschen zueinander, was sich im Gebot der christlichen Nächstenliebe ausdrücke, während der Längsbalken die Beziehung des Menschen „nach oben“ zu Gott, seinem Schöpfer, in den Mittelpunkt rücke. Diese Beziehung bilde die Grundlage für ein erfüllendes Leben und sei zugleich die Kraftquelle, aus der heraus Christen leben.

Ruhe und Kraft finden

Bei der Weihe betonte Bier die Wichtigkeit religiöser Symbole gerade auch in der heutigen Zeit: „Sie sollen uns an die Zusage Gottes erinnern, dass wir nicht allein sind und ihn als gemeinsamen Vater um alles bitten dürfen, wie wir es eben bei der vorausgegangenen Flurprozession getan haben.“ Der würdig gestaltete Platz lade ein, vor dem Kreuz Ruhe und Kraft zu finden, die Nähe zu Gott zu suchen und alle Sorgen und Nöten ihm hoffnungsvoll anzuvertrauen.

Ewald Gramlich dankte in seinen Schlussworten bei Pfarrer Bier für die Teilnahme an der Prozession und die Weihe des stattlichen Sandsteinkreuzes sowie allen, die sich auf den Weg gemacht, Texte und Gebete vorgetragen und durch ihr Mitwirken immer neu die Voraussetzungen schaffen, dass auch in Zukunft viele Bildstöcke und Wegkreuze vom christlichen Glaubens zeugen.