Buchen

Dreijährige duale Ausbildung Absolventen der Zentralgewerbeschule Buchen erhielten Auszeichnungen / Von 115 Prüflingen waren 109 erfolgreich

Leidenschaft in den Beruf einbringen

Buchen.Mit der feierlichen Übergabe ihrer Zeugnisse in der Aula endete für die Prüflinge ihre meist dreijährige duale Ausbildung in der Zentralgewerbeschule Buchen (ZGB). Insgesamt gingen 115 Prüflinge in 18 Berufen in die Abschlussprüfung, wovon 109 bestanden. Dabei erzielten insgesamt 18 Absolventen gleich so gute Leistungen, dass sie im Rahmen der Abschlussfeier eine Auszeichnung erhielten.

Der Schreiner David Röder von der Schreinerei Faustmann GmbH (Mosbach-Diedesheim) wurde mit dem Notendurchschnitt von 1,1 der Prüfungsbeste und wurde für die beste schulische Leistung mit einem Geldpreis des Fördervereins der ZGB ausgezeichnet.

Schulleiter Konrad Trabold gratulierte den Absolventen zu ihren insgesamt guten Ergebnissen und freute sich darüber, dass auch vier Flüchtlinge unter den Absolventen sind. Er rief die Absolventen dazu auf, sich mit Leidenschaft in den Beruf einzubringen, da sie darin viel Zeit verbringen werden.

Stetige Weiterbildung notwendig

Allerdings sei mit dem erreichten Ausbildungsende nicht Schluss mit dem Lernen, denn die Arbeitswelt fordere stetige Weiterbildung und vielleicht erzwinge der Strukturwandel auch eine komplette Neuausrichtung ihrer künftigen beruflichen Tätigkeit.

Jürgen Weiß, Ausbildungsberater der IHK Rhein-Neckar und Geschäftsführer der Überbetrieblichen Ausbildungswerkstätte Buchen (ÜAB), bescheinigte den Absolventen, umfassend auf ihren Beruf vorbereitet zu sein. Zudem lobte er auch die insgesamt guten Ergebnisse, was belege, dass die „Verzahnung der ZGB mit den Betrieben“ stimme, denn nur deswegen seien so gute Prüfungsresultate möglich gewesen.

In seinen Schlussworten ging Heiko Ihrig, stellvertretender Schulleiter, speziell auf die Flüchtlinge in den Abschlussklassen ein. Zwar sei das Thema mittlerweile etwas aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden, doch sei es an den beruflichen Schulen immer noch von zentraler Bedeutung. Den beruflichen Schulen komme eine Schlüsselfunktion bei der Integration in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft zu.

Nicht alle Wünsche erfüllt

Allerdings hätten sich nicht alle Wünsche der Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft erfüllt, denn ein erfolgreicher Berufsschulabschluss sei „deutlich schwieriger zu erreichen, als anfänglich alle erhofft hatten, und für Flüchtlinge keine Selbstverständlichkeit.“ Die Deutschkenntnisse zu Ausbildungsbeginn seien nun jedoch zunehmend besser geworden.

Die weiteren ausgezeichneten Prüflinge sind: Industriemechaniker: Kevin Brommer (Procter & Gamble, Walldürn), Lukas Kuhn (Kuhn GmbH, Höpfingen), Michael Reese und Dennis Schell (Magna, Rosenberg); Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik: Dennis Jurak (Resideo Technologies, Mosbach) und Frederik Wörner (Procter & Gamble); Elektroniker für Betriebstechnik: Nina Kaufmann, Philip Schenk und Fabian Trabold (Procter & Gamble); Technische Produktdesigner: Michael Barino (Hoffmann + Krippner, Buchen), Volker Földi (Gustav Eirich, Hardheim), Franca Schick (AZO, Osterburken) und Christian Strauß (KWM Karl Weishaar, Mosbach); Fachinformatiker für Systemintegration: Robin Stephan (Macro Computer, Mosbach); Fleischer: Noah Schäfer (Edeka Markt Vogt, Schefflenz) und Lars Wiegand (Metzgerei Stumpf, Mosbach); Bäcker: Anna-Lena Weikert (Bäckerei Linus Schmitt, Limbach).