Buchen

Bödigheimer Feuerwehr-Nachwuchs feierte Zum 45-jährigen Bestehen eine Stadtrallye veranstaltet

Mit Pokalen und Eis die Geschicklichkeit belohnt

Bödigheim.Schaut man auf den Internet-Auftritt der Feuerwehr Buchen (www/feuerwehr-buchen.de) erfährt man, dass in den 14 Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Buchen zwölf Jugendfeuerwehren existieren. Sie nehmen an Veranstaltungen der Kreisjugendfeuerwehr teil und veranstalten eigene Wettbewerbe, zum Beispiel die Stadtrallye, oder auch Feste und gemeinsame Übungen. Doch schon Vierjährige findet man bei „Löschzwergen“ und wenige Jahre später werden die Mädchen und Jungen in „Kinderfeuerwehren“ aufgenommen. Hier beginnt ansatzweise schon eine Jugendfeuerwehr-Ausbildung. Die Gewichtungen sind in jeder Jugendfeuerwehr etwas anders verteilt. Dazu gehört der Umgang mit Gerätschaften und Utensilien der Feuerwehr, Teilnahme an Wettbewerben, Training zum Erwerb der Jugendleistungsspange und anders mehr.

Aus Anlass des Jubiläums „45 Jahre Jugendfeuerwehr Bödigheim“ fand am Samstag die 17. Stadtrallye statt, vorbereitet von Stadtjugendwart Nikolaus Klasan und dem für die Bödigheimer zuständigen Jugendwart Sven Kühner. Weil derzeit eine Vielzahl an Feuerwehrfesten im Kreis stattfindet, fanden sich unterm Strich neun Mannschaften zu einem freundschaftlichen Wettstreit ein, der dann durchaus logisch zu einer „offenen Veranstaltung“ umbenannt wurde. Daher nahmen dann zum Beispiel auch ältere, gestandene Wehrmänner am fröhlichen Leistungsvergleich teil, die sich aber ganz schamhaft „Die Junggebliebenen“ nannten. Zahlreiche Betreuer und Eltern vervollständigten den Massenauftrieb.

Aus Hainstadt waren allein neben einer älteren Jugendgruppe noch drei Kindergruppen „unter zehn Jahre“ mit Betreuerinnen angereist. Diese Gruppe besteht seit etwa zwei Jahren und umfasst mittlerweile 34 Kinder, die das Angebot nutzen und zum Teil auch aus Buchen kommen. Hier hat man die vielen lebhaften Jünger Florians in zwei Altersgruppen aufteilen müssen. Übereinstimmend schilderten alle Betreuer, dass die Betreuung und Förderung der Kinder sehr fordernd sei und nur mit Hilfe der Eltern geleistet werden könnte.

Zahlreiche Stationen

Am Samstag waren überall im Ort Stationen aufgebaut, die mit einer kleinen Wanderung angelaufen wurden. Im Schlosspark ging man am Springbrunnen auf „Entenjagd“. Dort mussten mit Angeln und ruhiger Hand gelbe Plastikenten eingefangen werden. So mancher „Petrijünger“ verzweifelte hier. Am Sportheim mussten mit dem geworfenen Feuerwehrschlauch Kegel umgeworfen werden. Soft-Bowling hieß das Spielgerät, bei dem der Wind zeitweise lebhaft mitspielte. An der Blitzersäule am südlichen Ortseingang mussten Erbsen mit einem Strohhalm aufgenommen und mit angehaltenem Atem über mehrere Meter und Stufen transportiert werden.

Am Gerätehaus galt es, mit einem Wasserschlauch einen Ball über einen Flipperkurs per Vollstrahl durch ein Rohr zu treiben und im Bachgrund sollten beim Wurfspiel Kissen in eine kleine Öffnung geworfen werden. Am Rathaus wurde auf leicht abfallender Ebene mit einem Besen ein Ball durch eine Slalomstrecke getrieben – es galt also, eine (fiktive) Ölspur zu beseitigen. Besondere Mühe hatten die Jüngsten als beim Jugendhaus ein leichter Plastikball mit Feuerpatschen über eine Distanz von 20 Schritten bewegt werden sollte – ohne ihn zu berühren!

Im Gegensatz zur üblichen Organisation der Stadt-Rallye wurde bei der Bewertung der Leistungen zwischen den Teilnehmern am Kampf um den von Klaus Theobald für die traditionelle Stadtrallye gestifteten Wanderpokal und den sonstigen Startern unterschieden. Bei der ersten Gruppe, den Angehörigen der Jugendfeuerwehr, siegte die Mannschaft Buchen II vor Hainstadt I und Buchen I.

Freude bei den Siegern

Bei den Mannschaften, die im Rahmen der offenen Veranstaltung antraten, lautete die Reihenfolge: 1. Sieger Hainstadt II vor den Junggeblieben auf Platz 2 und Buchen II auf Platz 3. Insgesamt nahmen elf „reinrassige“ und 1 „gemischte“ Mannschaft teil. Alle Teilnehmer wurden mit einem Eis belohnt und erhielten einen Button. Die Sieger konnten sich außerdem über eine Urkunde freuen. BW